Automatisierte Lösungen kombinieren in der Regel KI-Bildverarbeitungssysteme mit Roboterarmen und Sauggreifern, um Paketpositionen zu identifizieren und einzelne Artikel in die richtige Ausrichtung zu bringen.
Für KEP-Betreiber hilft die Aufrechterhaltung eines konsistenten Paketflusses dabei, Staus auf nachgeschalteten Förderbändern zu vermeiden, den Sorterdurchsatz zu maximieren und die Effizienz im gesamten Betrieb zu verbessern.
3. Automatische Paketeinschleusung für die Sortierung
Dies ist eine der größten Anwendungen der Robotik in der Paketlogistik. Anstatt Pakete manuell auf einen Sorter zu legen, greifen Robotersysteme einzelne Pakete mit hoher Geschwindigkeit und platzieren sie zur Sortierung auf Quergurt- oder Kippschalensorter.
Bildverarbeitungssysteme identifizieren den optimalen Pick-Punkt jedes Pakets und führen die Pakete dynamisch dem Sortiersystem zu.
Für Betreiber hilft die Automatisierung der Einschleusung dabei, den Sorterdurchsatz aufrechtzuerhalten, Handhabungsfehler zu reduzieren und eine Vielzahl von Päckchengrößen und -formen konsistenter zu verarbeiten, insbesondere in Zeiten hoher Nachfrage.
4. Mobile Roboter
Autonome mobile Roboter (AMR) und fahrerlose Transportsysteme (FTS) werden eingesetzt, um Pakete, Paletten und Rollbehälter durch Paketzentren zu transportieren.
Im Gegensatz zu fest installierter Fördertechnik können sich diese mobilen Roboter mithilfe autonomer Navigationstechnologien zwischen Betriebszonen, Transportpuffern und Sorter-Einspeisungen bewegen sowie Cross-Docking-Vorgänge unterstützen.
Ihre Flexibilität ermöglicht es Paketbetreibern, Layouts (sofern der Platz es zulässt) anzupassen, wenn sich die betrieblichen Anforderungen ändern. Sie können auch Gabelstaplerverkehr einbeziehen und bieten eine skalierbare Alternative zur Installation zusätzlicher fest installierter Förderanlagen.
5. Robotergestützte Palettierung
Die Vorbereitung von ausgehenden Sendungen beinhaltet oft das manuelle Stapeln von Paketen auf Paletten, Rollbehälter oder in Container. Ein Palettierroboter automatisiert diese Aufgabe mithilfe von Roboterarmen, die in der Lage sind, gemischte Päckchengrößen zu handhaben und gleichzeitig Stapelmuster und Gewichtsverteilung zu optimieren.
Mithilfe von Bildverarbeitungssystemen und intelligenter Software können diese Roboter stabile Ausgangsladungen aufbauen, die den verfügbaren Laderaum im Trailer maximieren und gleichzeitig eine sichere Handhabung gewährleisten.
Das Ergebnis ist eine verbesserte Volumenausnutzung im Trailer, eine schnellere Versandvorbereitung und eine geringere ergonomische Belastung für Mitarbeiter in Bereichen mit repetitiven Hebeaufgaben.
6. Ausnahmebehandlung
Nicht jedes Paket kann reibungslos durch ein automatisches Sortiersystem laufen. Übergroße Artikel, beschädigte Pakete, auslaufende Sendungen, unleserliche Etiketten und andere nicht förderfähige Artikel erfordern oft einen Handeingriff.
Robotersysteme zur Ausnahmebehandlung nutzen Bildverarbeitungstechnologie, KI und robotergestütztes Picking, um diese Pakete zu identifizieren, sie vom Hauptfluss zu isolieren und sie dem entsprechenden Bearbeitungsprozess zuzuführen.
Durch das automatische Entfernen problematischer Pakete, bevor sie den Paketfluss stören, können KEP-Dienstleister den Handeingriff reduzieren, die betriebliche Resilienz verbessern und das Risiko einer Ausfallzeit minimieren, die sich auf die Gesamtproduktion und den Durchsatz auswirkt.
7. Routensequenzierung für die Zustellung auf der letzten Meile
Die letzte Phase vor dem Versand ist die Vorbereitung der Pakete in der Reihenfolge, in der sie zugestellt werden. Robotik kann diesen Sequenzierungsprozess automatisieren, indem sie Pakete nach Zustellrouten, Stoppsequenzen oder Zustellwellen anordnet, bevor sie in die Fahrzeuge geladen werden.
Diese Systeme kombinieren robotergestütztes Handling mit Routenoptimierungssoftware, um Pakete in der effizientesten Beladesequenz zu organisieren.
Die Vorbereitung der Lieferungen in Routenreihenfolge verkürzt die Ladezeit für die Fahrer, reduziert die Zeit auf der Straße und unterstützt effizientere Abläufe auf der letzten Meile.