Wo Verteilzentren Einnahmen verlieren
Es gibt viele Wege, wie unzureichende Paketdaten zu einem verlustreichen Problem für Verteilzentren werden können, einige Beispiele sind:
- Der Barcode ist lesbar, aber die Struktur der darin enthaltenen Daten ist nicht konform.
- Der Barcode ist lesbar, enthält aber keine Daten zur weiteren Verarbeitung.
- Die Profildaten des Pakets (Typ, Größe, Gewicht, Aufkleber, Gefahrgut, ungewöhnliche Form) können nicht registriert werden.
- Das Paketetikett liefert keine ausreichenden Informationen darüber, ob es sich um Express- oder Economy-Fracht handelt.
- Das Paket „verschwindet“ im System und kommt am nächsten Terminal als unerwarteter „Geisterartikel“ an.
- Das Paket ist ungewöhnlich geformt oder unregelmäßig und kann nicht von einem herkömmlichen Sortiersystem gehandhabt werden.
Unzureichende Paketdaten und schlechte Verpackung sind für den Hub kostspielig: Zeit und Ressourcen werden für die Lösung dieser Probleme aufgewendet; Konten können nicht abgerechnet werden, wenn die Bearbeitungsprozesse nicht erfasst werden; und Dienstleistungen werden dann kostenlos erbracht. Selbst wenn ein Hub einen „keine Daten, keine Lieferung“-Ansatz verfolgt, ist auch das ein Verlust potenzieller Einnahmen.
Es gibt jedoch Wege, wie Verteilzentren ihr Geschäftsergebnis schützen können. Hier sind fünf davon.
1. Paketflüsse mit Daten anreichern
Eine der besten Möglichkeiten für Verteilzentren, Umsatzverluste zu vermeiden, besteht darin, sicherzustellen, dass sie über grundlegende Paketinformationen verfügen oder ihre Paketflüsse durch Datenanreicherung – d. h. durch Verbesserung und Optimierung von Daten – anreichern. Durch den Einsatz dieser intelligenten Offline-Codierungstechnologien können Betreiber die notwendigen Daten in ihre Systeme integrieren:
- Video-Codiersystem (VCS): Die Video-Codiertechnologie erfasst Bilder von Paketen aus verschiedenen Blickwinkeln, die einem Bediener auf einem Computerbildschirm präsentiert werden, sodass der Bediener das Paket aus der Ferne analysieren und die Daten ergänzen kann.
- Optische Zeichenerkennung (OCR): Die OCR-Technologie erfasst ebenfalls Bilder von Paketen, aber das System analysiert die Details des Paketetiketts durch Buchstaben- und Worterkennung, anstatt dass der Bediener dies tut.
- Offline-Codierung: Durch seine intelligente Software kann ein automatisiertes Sortiersystem Pakete mithilfe von lichtcodierten Zielen sortieren, sodass bei nicht lesbaren Paketen nur Postleitzahlen eingegeben werden müssen, bevor sie zum nächsten Terminal sortiert werden können. Diese Art der Offline-Codierung kann auf Pakete angewendet werden, die auf dem Weg zu ihren nächsten Zielen sind, um weitere Informationen wie genaue Ziele (Straßenname, Hausnummer) aufzunehmen, die in das Sortiersteuerungssystem hochgeladen werden können, bevor sie das nächste automatische Sortierterminal erreichen.
2. Paketintelligenz nutzen
Der Einsatz von Paketintelligenz und maschineller Lerntechnologie zur Inspektion und Kategorisierung von Paketen ist eine weitere effektive Methode, mit der KEP-Betreiber ihre Einnahmen sichern können. Paketintelligenz nutzt Bildanalysesoftware und maschinelle Lerntechnologie, um Paketmerkmale zu identifizieren und nach Ausnahmebehandlungsfunktionen und/oder Sortierlogikfunktionen zu kategorisieren und zu registrieren. Verbesserungspotenziale durch Paketintelligenz könnten sein:
- Nicht förderfähige Artikel
- Mehrere Artikel auf dem Förderer oder der Förderposition
- Artikel mit Barcode, die nicht gelesen werden können
- Bildbasierte Sendungsverfolgung
- Beschädigte oder zerbrechliche Pakete
- Artikeltypen (wie Kartons, Polybeutel, Pakettaschen und flache Sendungen)
- Etikettenerkennung
Paketintelligenz lässt das System die Kategorie eines Pakets entscheiden, anstatt einen Menschen. Es ist eine intelligente und effektive Methode, nicht messbare Pakete zu registrieren, ohne die Eingangsleistung zu verlangsamen oder zu reduzieren. Paketintelligenz funktioniert mit jeder Kameratechnologie und kann überall und an jeder Art von Sortieranlage installiert werden.