Welche Prozesse und Profile haben die Artikel, die Sie handhaben?
Befassen Sie sich mit Omnichannel-Fulfillment oder arbeiten Sie nur mit B2B-Kunden zusammen – denn Ihre Lageranforderungen unterscheiden sich je nach Kunde.
Wenn Sie beispielsweise dieselbe Art von Artikel in Tausenden von Paletten handhaben, müssen Sie diese irgendwo lagern, z. B. in einem Hochregallager, oder zusätzliche Lagerbereiche wie Mini-Loader oder Shuttle-Systeme bereitstellen. Wenn Sie jedoch mit B2C-Kunden zusammenarbeiten, kann ein Business Case für ein Pouch-System bestehen, in dem Sie Artikel als mittel- bis kurzfristigen Puffer aufbewahren können, bis eine Bestellung erfüllt wurde, und das zur Optimierung des Retourenprozesses beitragen kann.
Das Profil der Artikel – Gewicht und Größe – und ob Sie viele Retouren bearbeiten, beeinflusst ebenfalls Ihren Business Case für ein neues Handhabungssystem.
Das Thema Kapazität
Die Kapazität ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der im Rahmen Ihres Business Case für ein neues System berücksichtigt werden muss. Sie müssen prüfen, wie viele Artikel Sie pro Stunde bearbeiten möchten und ob Sie zusätzlichen Platz benötigen, um eine erhöhte Kapazität zu bewältigen, z. B. durch die Installation von Regalen in einem Zwischengeschoss.
Eine erhöhte Kapazität führt oft dazu, dass Fulfillment-Zentren in Automatisierung investieren, da sie Ressourcen sparen und weniger zusätzliches Personal benötigen, während sie gleichzeitig größere Mengen verarbeiten können.
Welche CAPEX- und OPEX-Anforderungen haben Sie?
Bei der Betrachtung des Business Case für neue Systeme berücksichtigen die meisten Fulfillment-Zentren die Investitionskosten des Hauptsystems. Eine primäre Überlegung bei der Entscheidung, ob die Kapitalinvestition getätigt werden soll, ist der ROI. Die Fähigkeit, Einnahmen aus einem neuen System zu erzielen, ist entscheidend.
Aber OPEX – die Anzahl der verfügbaren Ressourcen, Betriebs- und Schulungskosten usw. – ist genauso wichtig wie die Kapitalinvestition. Tatsächlich müssen laufende Betriebs- und Wartungskosten in die Gleichung einbezogen werden, um eine genaue Bewertung Ihres ROI zu erhalten.
Die Arten von Problemen, die Sie in Bezug auf OPEX berücksichtigen sollten, sind:
- Wie viele Ersatzteile benötigt werden und deren Kosten
- Die Kosten für die Wartung der Ersatzteile
- Die Kosten für die gesamte Wartung
- Die Kosten für einen Hotline-Service
- Die Art des Services, den Ihr Unternehmen benötigt. Reicht es zum Beispiel aus, ein eigenes Team von zwei oder vier Personen für das Tagesgeschäft zu haben und Ihren Lieferanten zweimal im Jahr einen umfassenden System-Gesundheitscheck durchführen zu lassen? Oder ist ein Vor-Ort-Service erforderlich?
- Die Schwierigkeit, qualifiziertes Personal zu finden; automatisierte Prozesse können dieses Problem lösen.
Sie müssen also nicht nur die Kosten eines neuen Systems berücksichtigen, sondern auch die Probleme und Kosten jenseits der Installationsprobleme und der Inbetriebnahme bewerten.
Wenn die Gesamtkosten für die Investition in ein neues Materialsystem für Ihr Geschäftsfeld zu hoch sind, könnte es sein, dass Sie die Dienste eines Drittanbieters für Logistik in Betracht ziehen müssen.
Fazit
Durch die Berücksichtigung einiger kritischer Faktoren sind Sie besser in der Lage zu bestimmen, ob ein neues Materialflusssystem die langfristigen Ziele Ihres Unternehmens unterstützen und Ihrem Fulfillment-Zentrum greifbare Vorteile bringen wird. Obwohl es verlockend ist, einen Business Case rein auf der Grundlage der Kosten des Hauptsystems zu erstellen, ist es wichtig, andere Aspekte wie Kapazität, ROI und OPEX zu berücksichtigen, um ein genaues Bild der langfristigen Kosten jenseits der anfänglichen Ausgaben, Installations- und Inbetriebnahme kosten zu erhalten.