Die Verarbeitung von Rohstoffen wie Kupfer, Eisen und Gold produziert häufig nasse Tailings als Nebenprodukt. Diese Aufschlämmung besteht aus zerkleinertem Gestein, Wasser, Spuren von Metallen und in einigen Fällen chemischen Zusätzen, die während der Erzverarbeitung verwendet werden. Der sichere Transport und die Lagerung von nassen Tailings stellen Bergbauunternehmen vor erhebliche Herausforderungen, vor allem aufgrund des Potenzials für geochemische und geotechnische Instabilität.
Nasse Tailings werden konventionell in speziell entwickelten Dämmen gelagert, so dass das gespeicherte (überstehende) Wasser zur späteren Wiederverwendung gewonnen werden kann. Nasse Tailings sind jedoch anfälliger für saure Entwässerung, die Oberflächen- und Grundwasser verschmutzen und aquatische Lebensräume und Ökosysteme gefährden kann. Das Gewicht von nassen Tailings kann auch einen immensen Druck auf die Eindämmungsstrukturen ausüben. Es gibt mehrere gut dokumentierte Fälle von Versagen von Nass-Tailings-Lagerstätten, mit katastrophalen Folgen für die umliegenden Gemeinden, die Tierwelt und die lokale Umwelt.
Viele Bergbauunternehmen ziehen trockene Tailings als eine wirtschaftlichere und nachhaltigere Alternative zur Lagerung und Behandlung von nassen Tailings in Betracht.
TROCKENE TAILINGS – DIE CHANCEN
Bei trockenen Tailings wird ein Großteil des enthaltenen Wassers entfernt, bevor sie in der Tailings-Lagerstätte (TSF) platziert werden. Der direkte Frischwasserverbrauch bei der Erzverarbeitung kann je nach Filtrationssystem und dem tatsächlichen Prozess des Umgangs mit trockenen Tailings drastisch um bis zu 85 % gesenkt werden.
Ein gewisser Wassergehalt bleibt typischerweise während des Prozesses erhalten, so dass die Bezeichnung „trockene“ Tailings nicht ganz zutreffend ist. Filtrierte Tailings sind technisch korrekter. Welche Bezeichnung Sie auch immer bevorzugen, die Tailings werden bis zu einem Ziel-Wassergehalt entwässert, der von den Transportparametern und den geotechnischen Anforderungen der Lagerstätte abhängt.
Anstatt Dämme und Rückhaltebecken zu verwenden, ist ein Betrieb mit trockenen Tailings im Wesentlichen ein Erdbauprojekt. Die Tailings werden mit vertrauten Geräten für den Tagebau transportiert, wie z. B. fest installierte und mobile Förderbänder, Kippwagen und Streuer, um die Tailings nach einem vorgegebenen Plan abzulagern. Das Gelände wird umgestaltet, indem große Mengen an trockenen Tailings platziert werden, um eine geotechnisch und geochemisch stabile Landform zu schaffen, die die Abschlussanforderungen erfüllt und die damit verbundenen Kapital- und Betriebskosten minimiert.