Von Claus Weyhofen
Becherwerke sind unerlässlich für den vertikalen Transport einer breiten Palette von Schüttgütern, von Pulvern wie Rohmehl und Zement bis hin zu groben Materialien wie Klinker. Mithilfe eines Gurt- oder Kettenmechanismus verlassen sich diese Hochleistungsmaschinen für Schwerlasten auf eine Kombination aus Zentrifugal- und Gravitationskräften, um das Schüttgut aus jedem Becher auszustoßen, wenn es die gewünschte Höhe erreicht.
Gurt- und Kettenbecherwerke verwenden unterschiedliche Übertragungsmechanismen. Jedes hat seine eigenen Vor- und Nachteile. In diesem Artikel werden wir etwas tiefer in die Unterschiede zwischen einem Gurtbecherwerk und einem Kettenbecherwerk eintauchen, damit Sie besser entscheiden können, welches für Sie die richtige Wahl ist.
Soll ich ein GURTBECHERWERK oder ein KETTENBECHERWERK wählen?
Ein Gurtbecherwerk verwendet einen endlosen Gurt mit einer Riemenscheibe, an der die Becher aufgehängt sind. Der Gurt besteht aus einer Reihe von Stahlseilen, die die Last aufnehmen und in Gummiplatten eingeschlossen sind, um den Stahl vor Umwelteinflüssen zu schützen. Mittenabstände von bis zu 250 m sind möglich, mit Förderleistungen von über 3000 m3/h bis zu einer Höhe von 200 m. Diese Technologie weist typischerweise einen geringen Verschleiß und höhere Förderleistungen auf, was sie sowohl in Bezug auf CAPEX als auch auf OPEX zu einer kostengünstigen Wahl macht. Gurtbecherwerke sind zudem relativ kleiner als ein Kettenbecherwerk, was Stahlbau spart und somit die Umweltbelastung reduziert.
Ein Kettenbecherwerk verwendet eine endlose Kette mit einem nicht-verzahnten Kettenrad, und die Becher sind mittels vibrationsabsorbierender abgewinkelter Becherhalter an der Kette befestigt. Mittenabstände von 70 m oder mehr sind erreichbar, mit Förderleistungen von bis zu 1900 m3/h bis zu Höhen von etwa 70 m. Kettenbecherwerke spielen ihre Stärken wirklich beim Transport von heißen, abrasiven oder granularen Schüttgütern, wie Kalkstein, Schlacke und EBS-Brennstoff (EBS) aus. Kettenbecherwerke sind jedoch im Allgemeinen teurer in der Anschaffung und Wartung und haben eine kürzere Lebensdauer unter der gleichen Belastung im Vergleich zu Gurtbecherwerken.
Letztendlich läuft die Auswahl von Gurt- oder Kettenbecherwerken auf drei einfache Kriterien hinaus: Temperatur, Korngröße und Schüttdichte.