Der 3PL ist dafür verantwortlich, Ineffizienzen oder Engpässe zu identifizieren, Möglichkeiten zur Optimierung des Systems zu empfehlen sowie den Systemdesignprozess zu steuern, um die spezifischen Bedürfnisse des Warenhauses zu erfüllen. Er ist auch für das Testen – in Zusammenarbeit mit den Lieferanten – und die Sicherstellung der Einhaltung von Spitzenzeiten sowie für die Wartung der Ausrüstung verantwortlich.
Dematic, BEUMER Group und andere Lieferanten arbeiten mit dem 3PL zusammen, um das Design zu verbessern, beim Testen zu helfen und das 3PL-Personal zu schulen, wobei sie ihr Fachwissen und ihre Kenntnisse über ihre separaten Systeme und Geräte nutzen. BEUMER Group liefert dem 3PL auch Visualisierungen von Standardberichten unter Verwendung von Datenanalysen, um die Abläufe des Pouch-Systems zu untersuchen und Verbesserungen zu empfehlen.
Warum das Joint Venture sinnvoll ist
Der 3PL arbeitete bereits für das Warenhaus, aber nachdem die Joint-Venture-Aufstellung vereinbart war, übernahm er von dem vorherigen 3PL und führt nun alle Auftragsabwicklungsaktivitäten des Geschäfts durch. Die General Manager beider Unternehmen sind an der Joint-Venture-Struktur beteiligt.
Beide Parteien profitieren davon
Die Aufstellung ist für beide Parteien vorteilhaft: Die Warenhauskette konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft, um ihre Marktposition zu stärken, während sich der Logistikdienstleister auf die Exzellenz der Logistikaktivitäten des Geschäfts konzentriert. Daher kombinieren beide Parteien ihren Fokus, ihr Fachwissen und ihre Exzellenz in ihren jeweiligen Geschäftsbereichen und schaffen so eine perfekte Geschäftslösung.
Die Partnerschaftskonstellation ist auch deshalb sinnvoll, weil sich das Warenhaus (traditionell ein reines Einzelhandelsgeschäft) stärker in den E-Commerce verlagert hat und der 3PL ein System entwickeln konnte, um den Omnichannel-Vertrieb abzuwickeln und sowohl die Geschäfte der Kette als auch ihre Kunden zu beliefern. Für die Warenhauskette bedeutete dies, ihren gesamten E-Commerce an den 3PL zu verlagern, anstatt zu versuchen, ihn von ihren Geschäften aus zu betreiben.
Der Fall verdeutlicht, dass Partnerschaftssysteme durch die Art des Wissens bestimmt werden, das ein Unternehmen intern hat, und durch die Art des Geschäftsmodells, das es übernommen hat.
Der Erfolg des Joint Ventures
Die Joint-Venture-Struktur ist aus einer Reihe von Gründen erfolgreich.
Die Aufstellung hat eine engere Partnerschaft zwischen den beiden Parteien geschaffen. Ihre IT-Systeme sind durch eine standardisierte Schnittstellenlösung integriert, sie sind offener zueinander mit einem höheren Maß an Transparenz und sie unterstützen sich gegenseitig strategisch. Sie haben einen großen Anreiz, dies zu tun. Der Erfolg der einen Partei wird sich auf die andere Partei auswirken, so dass das Joint Venture eine starke Motivation für gegenseitige Verbesserung und gegenseitigen Erfolg bietet.