Die Nachwirkungen der Pandemie sind immer noch spürbar – am deutlichsten im Bereich der Personalbeschaffung und -bindung – und die meisten kleinen und mittleren Lagerbetreiber bevorzugen immer noch einen vorsichtigen Ansatz bei den Ausgaben.
Dennoch wird der WD-Markt voraussichtlich erheblich wachsen: Mit einer CAGR von 7,23 Prozent über die nächsten vier Jahre wird er von 263,5 Milliarden auf 400,5 Milliarden US-Dollar bis 2027 ansteigen. Und um dieser Nachfrage besser gerecht zu werden, wird es 2024 einen Anstieg der Investitionen in Automatisierungstechnologie um 15,9 Prozent geben, da immer mehr große Betreiber nach robotergestützten und KI-betriebenen digitalen Lösungen suchen, um ihre WD-Unternehmen in Dunkle Lagerhäuser umzuwandeln.
Dunkle Lagerhäuser: ein praktisches Heilmittel gegen Arbeitskräftemangel
Eine Umfrage vom Januar 2024 bestätigt, dass der Arbeitskräftemangel weiterhin das größte Problem in der Branche ist. Rund 31 Prozent der Betreiber sind besorgt, obwohl es keinen klaren Gewinner gab.
Lieferkettenunterbrechungen (27 Prozent), erhöhte Transport-/Frachtkosten (25), erhöhte Kundennachfrage nach schnelleren Lieferungen (23), erhöhte Auftragsvolumen (18), der Druck zur Wiederauffüllung (18) und ein allgemeiner Mangel an Lagerfläche (18) geben ebenfalls Anlass zur Sorge.
In Dunklen Lagerhäusern gibt es keine Arbeitskräfteprobleme. Die Lichter sind ausgeschaltet, weil keine Menschen arbeiten. Stattdessen sind alle Prozesse automatisiert. Noch weitgehend theoretisch, existieren einige Dunkle Lagerhäuser bereits, aber nur, wenn das Produkt eine universelle Größe hat und leicht zu handhaben ist.
Langsam holt die Technologie jedoch die ständig wachsende Nachfrage ein, und 2024 könnte das Jahr sein, in dem Dunkle Lagerhäuser mit unterschiedlichen Beständen funktionieren.
Es wird erwartet, dass rund 40 Prozent der Betreiber im Jahr 2024 auf Automatisierungstechnologie umsteigen werden, und es wird prognostiziert, dass 26 Prozent bis 2027 vollständig automatisiert sein werden.
Dunkle Lagerhäuser helfen Betreibern dabei:
- Arbeitskräfteprobleme zu lindern
- Auftragsabwicklungsprozesse zu optimieren
- die Gesamteffizienz zu steigern
- Betriebskosten zu senken
- ihren vertikalen Raum besser zu nutzen (der Einsatz von Lagerdrohnen scheint zuzunehmen)
- ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren
Großer Drang zur Automatisierung von Prozessen
Um ihr WD-Zentrum in ein Dunkles Lagerhaus umzuwandeln, werden viele Betreiber wahrscheinlich in die notwendige Hardware investieren, wie z. B. autonome mobile Roboter (AMRs) und fahrerlose Transportsysteme (AGVs).
Sie werden auch Beuteltechnologie erwerben, um die Auftragsabwicklung und Retourenprozesse durch das Puffern, Sortieren und Sequenzieren einzelner Artikel zu automatisieren.
Was die Software betrifft, so haben steigende Kundenerwartungen den Druck auf Lager erhöht, schnell zu liefern, und sie nutzen alle Arten von KI-gestützten Tools, um Daten zu analysieren, um Sekunden von ihren Lieferzeiten abzuziehen und die Bestandsverwaltung zu verbessern.
Ob es sich um fortschrittliche Lokalisierungsalgorithmen, Augmented Reality, Track-and-Trace-Technologien, Standort- und Umweltsensorsysteme oder automatisierte Scanlösungen handelt, jedes noch so kleine Datenelement hilft, die Leistung zu verbessern und Muster zu erkennen, die das menschliche Auge einfach nicht erfassen kann.
Laut der Umfrage vom Januar 2024 planen 18 Prozent die Implementierung von WMS-/WES-/WCS-Software, und weitere bevorzugte Investitionen umfassen Funkfrequenz-Kommissioniertechnologie (17), Förder- und Sortiersysteme (15), robotergestützte Würfellager (12), AMRs (12), AGVs (11) und ASRS einschließlich vertikaler Liftmodule, vertikaler Karussells und vertikaler Puffermodule (9).
Investitionen in die Automatisierung sind nicht der einzige Trend, auf den wir uns freuen können. Werfen wir einen Blick darauf, was Experten sonst noch erwarten:
- Erhöhte Nachfrage nach Lagerfläche
- Druck, nachhaltiger zu werden
- Erneuter Fokus auf Sicherheit
- Mehr Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Agilität der Lieferkette