STRATEGISCHE AUSWAHLKRITERIEN
1. GESAMTBETRIEBSKOSTEN (TCO)
Die Auswahl der besten Lösung für den Schüttguttransport erfordert mehr als nur den Vergleich der anfänglichen Investitionsausgaben. Die Gesamtbetriebskosten (TCO) kombinieren Investitionsausgaben mit laufenden Betriebskosten, um die tatsächlichen finanziellen Auswirkungen über die Lebensdauer des Systems widerzuspiegeln.
Kurzfristige oder variable Projekte können Optionen mit niedrigen Investitionsausgaben wie Lkw bevorzugen, auch wenn die Betriebskosten deutlich höher sind. Langfristige Projekte mit hohem Volumen rechtfertigen oft höhere Investitionsausgaben für Lösungen mit niedrigeren Betriebskosten, wie z. B. Förderer oder Bahn.
Beispielsweise erfordert ein Getreideterminal, das jährlich fünf Millionen Tonnen über ein Jahrzehnt bewegt, eine andere Anlagestrategie als ein Steinbruch, der über fünf Jahre eine Million Tonnen liefert.
2. BETRIEBLICHE UND GESCHÄFTLICHE ANFORDERUNGEN
Neben den Kosten werden auch betriebliche Realitäten die Transportentscheidungen beeinflussen. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
- Die jährlichen Tonnagen und die für Ihre Materialien erforderliche Betriebsdauer
- Ob sich die machbare Route für die Förderung oder die Bahn von der Lkw-Alternative unterscheidet
- Das Ziel oder der Prozess, sobald das Material seinen Endpunkt erreicht hat
Auch bereits bestehende regionale Praktiken sollten berücksichtigt werden. In Südamerika (insbesondere in Chile) werden Materialien manchmal in Containern verpackt. Dies begünstigt einen hybriden Transportansatz, bei dem die Bahn für den Ferntransport und Lkw für die Zustellung auf der letzten Meile oder sogar eine Kombination aus Lkw, Bahn und Fördertechnik eingesetzt werden.
3. NETTOGEGENWARTSWERTANALYSE (NPV)
Die Kapitalwertanalyse vergleicht den Barwert zukünftiger Cashflows für jede Transportoption und hilft Betreibern, Modelle mit hohen Investitionsausgaben/niedrigen Betriebskosten (Förderer, Bahn) gegen Modelle mit niedrigen Investitionsausgaben/hohen Betriebskosten (Lkw) abzuwägen.
Betrachten wir beispielsweise eine Anlage, die Kohle von A nach B transportiert. Die Straßenroute ist in diesem Fall 35,4 km lang, während die direkteste Überlandförderroute 14,3 km beträgt.