Von BEUMER Group
KEP-Unternehmen erkennen, dass sie als Teil des Problems des Klimawandels auch Teil der Lösung sein müssen. Sie werden daher zunehmend proaktiver, um zu zeigen, dass sie sich in die richtige Richtung bewegen, wenn es um nachhaltige Geschäftspraktiken geht.
Wir haben mit Dominique Mamcarz, Sustainability Director der DPDgroup, über die nachhaltigen Initiativen gesprochen, die die DPDgroup heute ergreift.
Wie Nachhaltigkeit zu einer zentralen Philosophie der DPDgroup geworden ist
Die DPDgroup, ein internationales Zustellnetzwerk der französischen Le Groupe La Poste, hat Nachhaltigkeit zu einem Kernbestandteil ihres Geschäfts gemacht.
Da der Bereich Post- und Paketdienste mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes der Group La Poste ausmacht, weiß die DPDgroup, dass eine nachhaltige Zustellung nicht vernachlässigt werden darf, so Mamcarz. Und dies spiegelt sich in ihrer Vision 2030 wider, in der die DPDgroup anstrebt, die internationale Referenz für nachhaltige Zustellung und ein führender Wegbereiter der E-Commerce-Beschleunigung zu werden.
Laut Mamcarz hat die DPDgroup mit ihren Kunden, Lieferanten, Regierungen, Stadtverwaltungen, Universitäten und Forschungsinstituten gesprochen, und die Botschaft ist klar: Kunden erwarten von großen Marken und Unternehmen, dass sie sich aktiv für ökologische Nachhaltigkeit einsetzen. Diese Botschaft wird durch die jährliche Umfrage der DPDgroup unter E-Shoppern bekräftigt, so Mamcarz, bei der beispielsweise im Vereinigten Königreich Folgendes festgestellt wurde:
„43 % der E-Shopper wechseln wahrscheinlich zu einem anderen E-Tailer, der breitere Optionen für eine nachhaltige Zustellung anbietet.“
Gleichzeitig, so Mamcarz weiter, schreitet die Regulierung – wie beispielsweise der Green Deal der EU – schnell voran, und KEP-Unternehmen wie die DPDgroup wissen, dass sie handeln müssen.
Wie wird die DPDgroup ihre Nachhaltigkeitsvision verwirklichen?
Um die Erwartungen an nachhaltige Praktiken zu erfüllen, befindet sich DPDgroup auf halbem Weg bei der Umsetzung einiger ambitionierter Ziele für 2025. Mamcarz sagt:
„Wir arbeiten daran, die Emissionen in unserer gesamten Paketzustellkette zu senken, indem wir unseren CO2-Fußabdruck messen und reduzieren. Und seit 2012 kompensieren wir alle verbleibenden Emissionen ohne zusätzliche Kosten für unsere Kunden.“
Zu den ehrgeizigen Plänen der DPDgroup gehören:
- Reduzierung der Kohlenstoffemissionen pro Paket um 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2013; bis heute wurden die Emissionen pro Paket um 19 Prozent reduziert.
- Eine Reihe von gebäude- und transportbezogenen Initiativen, wie beispielsweise die Verpflichtung zu 5.000 emissionsarmen Fahrzeugen bis Ende 2025 und die Beschaffung von 80 % ihres Stroms aus erneuerbaren Energien.
- Einrichtung von 100.000 Paketshops in ganz Europa (derzeit sind es 58.000).