CO2-armer Transport
Kohlendioxid kann jedoch noch weiter reduziert werden. Ein wichtiges Thema ist der Transport der gewonnenen Rohstoffe vom Steinbruch zum Werk oder Hafen. Die Strecken führen oft über unwegsames Gelände oder sogar durch bewohnte Gebiete. Diese Aufgabe übernehmen Unternehmen oft mit Lastwagen, und diese stoßen viel Kohlendioxid aus. Eine Alternative hierfür sind Muldengurtförderer und geschlossene Rohrgurtförderer. Förderer sind nicht nur ökologischer, sondern können auch deutlich wirtschaftlicher sein. Ob sich eine Investition lohnt, hängt schließlich von verschiedenen Faktoren ab. Machbarkeitsstudien und Kostenvergleiche helfen bei der Entscheidung.
Diät mit Folgen
Was wir hier in Europa teilweise schon seit Jahrzehnten umsetzen, wird in den kommenden Jahren auch in einer Reihe anderer Länder der Welt kommen – die Umstellung von 50- auf 25-Kilogramm-Säcke. Auslöser dafür sind neue gesetzliche Bestimmungen zum Gesundheitsschutz der Arbeiter, die diese Säcke heben und schleppen müssen. Für Sie als Zementwerkbetreiber bedeutet dies, dass Sie die Anlagen in den Verpackungslinien schrittweise umrüsten müssen. Das wird ein enormer Aufwand sein, denn die Absackanlagen in den Werken müssen natürlich genauso viel Zement abfüllen und verpacken wie bisher – und somit in der gleichen Zeit die doppelte Anzahl an Säcken bewältigen.
Aber auch wenn die Säcke nur halb so schwer sind, bleibt die manuelle Verladung auf die LKW-Ladeflächen eine Knochenarbeit. Und immer weniger Menschen sind bereit, dies zu tun, selbst in Schwellenländern wie Indien, China oder Afrika. Hinzu kommt, dass die Arbeitskosten dort stetig steigen. Die manuelle LKW-Verladung ist nicht nur anstrengend, sondern erfordert in der Regel zwei Personen, die sich bei jedem Ladevorgang mit ihren Kollegen abwechseln, da die körperliche Arbeit sehr anstrengend ist. Hinzu kommt die hohe Staubentwicklung, die gesundheitsschädlich ist. Bei der manuellen Verladung schwankt die Ladeleistung oft, ebenso wie die Qualität der Sackstapel. Die Automatisierung kann diese Herausforderung lösen.