Wenn sich Flughäfen weiterentwickeln, expandieren sie selten nach einem perfekten Masterplan. Viele Flughäfen haben mit einem einzigen Terminal oder ein paar Gebäuden begonnen und sich dann im Laufe der Zeit erweitert, beispielsweise durch den Anbau eines weiteren Gebäudes für internationale Abflüge oder Inlandsflüge.
In anderen Fällen bleibt der Flughafen selbst kompakt, aber separate Gebäude werden für die Gepäckabfertigung, Screening-Verfahren und andere Funktionen innerhalb der Flughafeninfrastruktur gebaut.
Dezentrale Flughafenlayouts führen oft zu betrieblicher Ineffizienz und einem übermäßigen Bedarf an manueller Arbeit, was bei nicht integrierten Systemen üblich ist. Folglich entgehen den Flughäfen die betrieblichen Einsparungen, die sie durch die Integration von Systemen und Gebäuden erzielen könnten.
Hier bietet das wagenbasierte Independent Carrier System (ICS) eine hervorragende Lösung: nicht durch den Ersatz bestehender Systeme, sondern durch die Verbindung dieser mit einer schnellen, skalierbaren und kostengünstigen Gepäckförderlösung.
Warum das wagenbasierte ICS als Verbindungssystem sinnvoll ist
Das ICS wird aufgrund seiner Effizienz bei der Gepäckabfertigung zunehmend in der gesamten Flughafenindustrie eingesetzt, aber die Rolle des wagenbasierten ICS als System-zu-System-Verbinder kann ebenso wertvoll sein. Diese spezielle Art von ICS verfügt über einzelne Wagen, die auf einfachen Schienen laufen, die fast keine Wartung erfordern, was die Technologie ideal macht, um lange Distanzen zwischen Terminals und Gebäuden zu überbrücken.
In einem Fall wurde ein zwei Kilometer langes, wagenbasiertes ICS als Tunnelverbindung zwischen zwei separaten Flughafenterminals installiert. Da das Schienensystem mehr oder weniger wartungsfrei ist – keine Sensoren, keine Motoren, keine beweglichen Teile; nur die Stahlschiene mit einem Strom- und Datenkabel – hat sich dies als attraktive Lösung für längere Tunnelverbindungen erwiesen. Die Wartung erfolgt an den einzelnen Wagen während der normalen Betriebszeiten an einem Serviceort außerhalb des Tunnels, was zu einer unkomplizierten Verbindung führt, die kritische Abläufe hinter den Kulissen des Flughafens geräuschlos miteinander verbindet.
Bestehende Gepäcksysteme verbinden, ohne von vorne anzufangen
Einer der Hauptvorteile für Flughäfen ist, dass das wagenbasierte ICS als Verbindung zwischen bestehenden Systemen installiert werden kann, die bereits vorhanden sind – es ist nicht notwendig, Förderbänder herauszureißen oder den gesamten Betrieb neu zu organisieren. Stattdessen können Flughäfen, die herkömmliche Förderbänder installiert haben, die wagenbasierte ICS-Technologie integrieren, um Lücken zu schließen, sei es zwischen Terminals, Gepäckhallen oder einem abgelegenen Gebäude, in dem die Gepäcklagerung untergebracht ist. Und da das wagenbasierte ICS Band-zu-Band-Transfers problemlos bewältigt, kann es zu einer natürlichen Erweiterung der bereits vorhandenen Fördertechnik werden.