Presse-
meldungen

Frischer Wind für wachsende Märkte
Beckum, 17. November 2016

BEUMER Group: Stephan Heessels ist neuer Leiter des Geschäftsfelds Logistiksysteme 

Stephan Heessels leitet jetzt als global verantwortlicher Direktor das Geschäftsfeld Logistiksysteme bei der BEUMER Group am Hauptsitz in Beckum. In dieser Funktion steuert und koordiniert der 48-jährige das internationale Kompetenzzentrum in diesem Unternehmensbereich. Der gebürtige Niederländer verantwortet den weltweiten Vertrieb des breiten Produktportfolios ebenso wie die strategische Weiterentwicklung der internationalen Märkte KEP (Kurier, Express und Paketdienste), Versandhandel und Handelsdistribution. 

Mit Stephan Heessels hat sich die BEUMER Group einen Kollegen ins Team geholt, der für diese Aufgabe jede Menge Erfahrung mitbringt. Denn er war bereits von 1999 bis 2001 als Projektmanager für Crisplant a/s tätig. Der dänische Weltmarktführer in der Sortier- und Verteiltechnik ist seit 2009 Teil der BEUMER Group. Dort verantwortete Stephan Heessels unter anderem Projekte an Flughäfen in Madrid und Paris oder auch bei der spanischen Modekette ZARA. Umfangreiche Erfahrungen konnte er anschließend als Konstruktionsleiter sammeln, als Geschäftsführer bei einem marktführenden Lieferanten von integrierten Materialflusssystemen für Fluggepäck, Lager und Produktionsausrüstung sowie als Hauptgeschäftsführer bei einem dominierenden dänischen Unternehmen in der Kälte- und Wärmetechnik. Schon seit 2013 nimmt Heessels bei der BEUMER Group eine leitende Position im Geschäftsfeld Logistiksysteme ein. Studiert hat er Maschinenbau im niederländischen Hertogenbosch und Betriebswirtschaftslehre in Utrecht.

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Wer früher kommt, ist entspannter
Aarhus, 17. November 2016

BEUMER Group UK stellt Frühgepäckspeicher und Gepäckabfertigungssystem am Süd-Terminal des Flughafens Gatwick fertig:

Die BEUMER Group UK hat am Pier 1, dem Süd-Terminal des Flughafens Gatwick, ein Gepäckabfertigungssystem und einen Frühgepäckspeicher vom Typ CrisBag installiert. Dieser Auftrag war Teil einer umfassenden und rund 218 Millionen Euro teuren Neugestaltung dieses Flughafenabschnitts. 

Das behälterbasierte Transport- und Sortiersystem CrisBag ist der erste Frühgepäckspeicher, der in Gatwick zum Einsatz kommt. Er teilt jedem Gepäckstück einen separaten Behälter zu, damit es bei sämtlichen Schritten wie dem Durchleuchten oder dem Transport- und Sortiervorgang durchgängig identifiziert und nachverfolgt werden kann. Dies erhöht die Sicherheit und verhindert Fehler und Engpässe. Kein Koffer kann somit bei der Gepäckabfertigung verloren gehen. Der Speicher hat Platz für 2.600 Gepäckstücke. Mit dem CrisBag-System können Passagiere ihr Gepäck bis zu 18 Stunden vor dem Flug aufgeben. Es wird deponiert und im richtigen Zeitfenster zum passenden Flug geführt. Dieser Service schafft mehr Zufriedenheit bei den Kunden und hilft, Warteschlangen zu verkürzen. 

Als Teil des neuen Gepäckabfertigungssystems hat die BEUMER Group CrisBelt-Bandförderer installiert. Fast 500 Permanentmagnet-Motoren treiben diese an. Im Vergleich zu konventionellen Antrieben reduzieren sie den Energieverbrauch um die Hälfte. Das Gepäckabfertigungssystem bedient das komplette Süd-Terminal. In der Stunde lassen sich etwa 4.240 Gepäckstücke bearbeiten. Das Einzigartige: Durch ein Fenster können die Passagiere einen Blick auf das neue Abfertigungssystem und somit auf ihre Koffer und Taschen werfen. 

„Die BEUMER Group hat uns dabei unterstützt, eines der größten Projekte in der Geschichte dieses Flughafens umzusetzen“, sagt Paul Morgan, Senior-EPC- (Engineering, Procurement and Construction) Manager des Flughafens Gatwick. „Wir sind sehr zufrieden mit den hochmodernen Lösungen.“ Die Anlagen verbessern nicht nur die Gepäckabfertigung im Terminal Süd deutlich. Der Flughafen ist auch auf die stetig steigende Anzahl der Passagiere bestens vorbereitet.

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Darauf lässt sich bauen
Beckum, 02. November 2016

BEUMER bietet erweiterte Förder-, Belade- und Abfüllanlagen für Zementwerke: 

Die BEUMER Group entwickelt als Systemanbieter Lösungen, die optimal auf die Anforderungen in Zementwerken abgestimmt sind. Dazu gehören unter anderem Förder-, Belade- und Abfüllanlagen, die die Ingenieure aus Beckum permanent optimieren und für unterschiedliche Aufgabenstellungen in verschiedenen Versionen anbieten. Das Ziel ist stets, einen noch effizienteren Betrieb beim Kunden zu ermöglichen. Anwender müssen zum Beispiel seltener Wartungen durchführen, können die Leistungen ihrer Becherwerke deutlich steigern oder exaktere Ergebnisse beim Abfüllen erzielen. International tätige Zementkonzerne können zudem mit den innovativen Lösungen ihre Werke äußerst kosteneffizient und nachhaltig modernisieren. 

Um in Zementwerken Klinker sicher und wirtschaftlich zu transportieren, muss das Fördersystem hohe Anforderungen erfüllen. Der Zementklinker kommt mit Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius, bei Ansatzfall bis zu 600 Grad Celsius, aus dem Klinkerkühler der Ofenanlage und wird anschließend im Klinkersilo zwischengelagert. Damit er störungsfrei dorthin gelangt, muss das Fördersystem den hohen Temperaturen standhalten. Hier kommen BEUMER Stahlzellenförderer zum Einsatz. Diese sind nicht nur äußerst robust, sie ermöglichen auch komplizierte Linienführungen und können große Förderhöhen überwinden. „Als Zugträger dienen in der Regel hoch belastbare BEUMER Doppellaschenketten“, erklärt Michael Brachthäuser, Leiter des Geschäftsbereichs Zement bei der BEUMER Group. Möglich sind damit Steigungen von bis zu 60 Grad bei einer Geschwindigkeit von 0,3 Metern pro Sekunde. „Um die Leistung zu steigern, haben wir eine Variante entwickelt, bei der die Stahlzellen an einem Gurt statt an einer Kette befestigt sind“, sagt Michael Brachthäuser. 

Kompakter und stärker

Die Basis für diese Variante stellt die bewährte BEUMER Gurttechnik dar, die auch in Becherwerken zum Einsatz kommt. Der Gurt ist durch Stahlseile verstärkt und kann in verschiedenen Breiten ausgeführt werden. Im Materialaufgabebereich ist der Gurt durch spezielle Ableitbleche gegen den bei instabilem Ofenbetrieb vorkommenden heißen Ansatzfall geschützt. „Der Gurtstahlzellenförderer erreicht mit bis zu 1.300 Kubikmetern Klinker pro Stunde eine höhere Förderleistung als der herkömmliche Stahlzellenförderer mit Kette“, beschreibt Michael Brachthäuser. Der Grund dafür ist die höhere Laufgeschwindigkeit von bis zu 0,6 Metern pro Sekunde, Steigungswinkel von bis zu 60 Grad sind auch hier möglich. Durch den Einsatz des Gurts wird Verschleiß praktisch vermieden, der bei einer Kette vermehrt auftritt. Eine Schmierung des Systems ist nicht erforderlich. Und weil die Lösung kompakter und leichter gebaut ist, reduziert das nicht nur die Kosten für die Stahlkonstruktion, sondern für das gesamte Projekt. Der Gurt liegt flächig auf der Antriebs- und Umlenktrommel auf, wodurch der unerwünschte Polygoneffekt vermieden wird, wie ihn die Zentralkette verursacht. Das sorgt für hohe Laufruhe, geringe Geräuschemission und schließt eine zusätzliche Belastung der gesamten Anlage und der angrenzenden Gebäude aus. 

Besonders geeignet ist dieser Förderertyp für Anlagenmodernisierungen. Durch die höhere Fördergeschwindigkeit lassen sich unter Verwendung der vorhandenen Bandgerüste und Stahlbaubrücken größere Mengen fördern. „Ein konkretes Beispiel: Ein Stahlzellenförderer mit Kette mit den Maßen 1.600 Millimeter Breite und 131 Meter Achsabstand hat ein Gewicht von etwa 128 Tonnen“, erläutert Michael Brachthäuser. Das Gewicht der Stahlkonstruktion beträgt etwa 80 Tonnen. Um die gleiche Aufgabe zu erfüllen, genügt ein Gurtstahlzellenförderer mit den Maßen 800 x 131 Meter, der nur 90 Tonnen wiegt – 38 Tonnen weniger als die Ausführung mit Kette. Die reinen Maschinenkosten bei dieser Ausführung mit Gurt liegen 25 Prozent niedriger, die Stahlkonstruktion ist mit lediglich 50 Tonnen etwa 30 Tonnen leichter. Aufgrund der geringeren Baugröße kann der Antrieb kleiner ausgelegt werden, was zusätzlich die Betriebskosten gegenüber einem konventionellen Stahlzellenförderer senkt. 

Leistung von Gurtbecherwerken erhöhen

Modernisierungen sind insbesondere auch bei Becherwerken ein großes Thema. Für eine kosteneffiziente Produktion sollten diese nur geringe Investitionskosten erfordern, lange Standzeiten aufweisen und sich ohne großen Aufwand warten lassen. Die Becher sind entweder an einem Gurt oder an einer Zentralkette befestigt. Gurtbecherwerke eignen sich vorwiegend für feines Schüttgut, weil sich grobkörnige Materialien zwischen Becher und Gurt setzen können und damit den Gurt beschädigen. Zentralkettenbecherwerke sind dagegen für den Transport aller Arten von grobem, heißem oder abrasivem Schüttgut ausgelegt. Doch der feine Staub des Materials führt bei Ketten in kürzerer Zeit zu Verschleiß als beim Gurt. Betreiber müssen die Becherwerke häufig warten und die Ketten zeitnah tauschen. Aufgrund der Reparatur steht der Betrieb still. Zudem sind die Ketten sehr teuer. „Wir haben deshalb die innovativen Hochleistungsgurtbecherwerke Typ HD entwickelt“, sagt Michael Brachthäuser. 

Diese sind so konstruiert, dass zwischen den einzelnen Bechern und dem Gurt kein Abstand mehr vorhanden ist. Damit kann sich während des Schöpf- und Füllvorgangs kein Grobgut festsetzen, wie das sonst häufig der Fall ist. Das erhöht die Lebensdauer des Gurtes deutlich. Befestigt sind die Becher ausrissfest über spezielle von der BEUMER Group entwickelte Segmente und Schrauben an der Rückseite des Gurts. Wie bei allen Gurtbecherwerken der BEUMER Group kommen auch in den Hochleistungsgurtbecherwerken die BEUMER Gurte mit seilfreien Zonen zum Einsatz. In diesen können Löcher für die Becherbefestigung eingebracht werden, ohne die Stahlseile zu beschädigen oder gar zu durchtrennen. Die Zugkräfte des Gurts bleiben in vollem Umfang erhalten. Während der stärkste bisherige Gurt eine Zugbelastung von 2.500 N/mm aufweist, wurde ein neuer BEUMER Gurt mit seilfreien Zonen und einer Zugbelastung von 3.300 N/mm entwickelt. Zudem sorgt die spezielle BEUMER Becherform für einen ruhigeren Lauf und damit für eine geringere Geräuschentwicklung. Je nach Material, das gefördert werden soll, bietet die BEUMER Group die Becher mit einer angepassten Bauform an oder stattet den Becherwerksfuß mit einem dynamischen Boden aus. Das verhindert, dass sich dort feuchte und klebrige Materialien festsetzen. So ausgestattete Gurtbecherwerke sind bei stark schleißenden Materialien wie Klinker deutlich langlebiger als Zentralkettenbecherwerke. 

Erfolgreich im Einsatz sind diese Becherwerke zum Beispiel bei vielen international tätigen Zementherstellern wie Dyckerhoff, Yamama Cement, HeidelbergCement und LafargeHolcim. BEUMER Group hat hier vorhandene Becherwerke in Hochleistungsgurtbecherwerke Typ HD kosteneffizient und einfach umgerüstet. Notwendig war dies, weil Ofenanlagen modifiziert und damit in der Leistung gesteigert wurden. Damit mussten auch die Becherwerke zu den Rohmühlen deutlich an Leistung zulegen. 

„Das Problem, dass sich grobkörniges Material beim vorhandenen Fremdbecherwerk zwischen Becher und Gurt klemmt und den Gurt beschädigt, bestand bei einem deutschen Kunden“, beschreibt Michael Brachthäuser. Weil mit der Modernisierung der Anlage die Durchsätze und damit auch die Laufzeit des Becherwerks pro Tag stiegen, verstärkte sich diese Herausforderung massiv. Der Gurt begann schon nach zwei Jahren porös zu werden. Vorgesehen war zunächst das alte Gurtbecherwerk gegen ein Kettenbecherwerk auszutauschen. Doch dann entschied sich der Betreiber der Anlage für die HD-Technologie der BEUMER Group. Voraussetzung: Bei der Umrüstung sollte das vorhandene Becherwerksgehäuse inklusive Antriebseinheit bestehen bleiben.
Eingesetzt wird diese spezielle BEUMER Becherwerkstechnologie unter anderem bei Umlaufbecherwerken in Roh- und Zementmühlen für Material mit Korngrößen bis zu 120 Millimetern und einer Feuchtigkeit bis zu sechs Prozent. Die erreichbaren Förderleistungen betragen mehr als 1.500 Tonnen in der Stunde. 

Nicht zu viel, nicht zu wenig – optimal abgefüllt

Für die Abfüllung von Zement in Säcke bietet die BEUMER Group den BEUMER fillpac. Diese nach dem Prinzip der rotierenden Füllstutzen arbeitende Maschine füllt sämtliche Zementsorten in die verschiedensten Sacktypen ab. Sie kann flexibel in bereits bestehende Verpackungslinien integriert und an spezielle Parameter angepasst werden. Das Besondere: Eine spezielle Wägeelektronik stellt die Gewichtsgenauigkeit der Säcke sicher. Ausschuss auf Grund zu hoher oder zu geringer Füllgewichte lässt sich nahezu ausschließen. Über eine spezielle Software kommuniziert die Wägeeinrichtung permanent mit dem Füllstutzen. Die automatische Sackgewichtskontrolle ermittelt das präzise Füllgewicht während des Befüllens. Damit erreicht die Maschine immer exakte Füllungsgrade. Die gesamte Verpackungslinie arbeitet somit effizienter, weil keine fehlgewichtigen Säcke aus dem Materialfluss ausgeschleust werden müssen. Zudem entspricht die auf dem Sack angegebene Menge immer dem tatsächlichen Inhalt. 

Die BEUMER Group hat diese Baureihe als Luft- und als Turbinen-Abfüllmaschine im Programm. Für feinkörnige Produkte wie Zement ist das Turbinenverfahren die geeignete Wahl. Die befüllten Säcke sind dabei ebenso kompakt wie formstabil. Der Anwender benötigt keine zusätzliche Entlüftung. Die BEUMER Group bietet je nach Aufgabe den BEUMER fillpac R mit sechs, acht, zehn, zwölf, 16 und 20 Stutzen an. Mit der kleinsten Version lassen sich 1.800 50-Kilogramm-Säcke oder 2.250 25-Kilogramm-Säcke in der Stunde befüllen, mit der größten Ausgabe 6.000 50-Kilogramm-Säcke oder 7.500 25-Kilogramm-Säcke – und das in diversen Sackvarianten. Als besonderes Feature bietet die BEUMER Group einen speziellen Sackaufstecker, der auch HDPE-Säcke zuverlässig für die Abfüllung vorbereitet. Die Füllturbine zeichnet sich durch Schnelligkeit und maximalen Materialdurchsatz aus. Die BEUMER Group hat die Turbinen-Abfüllmaschine auch in Reihenbauweise im Programm. Die Füllmodule sind platzsparend und leicht zugänglich nebeneinander angeordnet und somit einfach zu warten. Die Reihenabfüllmaschinen eignen sich insbesondere in Produktionsumgebungen mit geringem Warendurchsatz. 

Bis auf die Ladefläche

Mit dem BEUMER autopac bietet das Unternehmen ein System, mit dem Zementsäcke ohne manuellen Eingriff direkt von der Abfüllmaschine auf die Lkw-Ladeflächen verladen werden können. Die Säcke werden automatisch in Reihen- oder Verbandstapel platziert – ohne dass Paletten verwendet werden müssen. Je nach Leistungsklasse stapelt die Anlage zwischen 2.400 und 3.000 50-Kilogramm-Säcke in der Stunde. Die Beladehöhe kann, inklusive der Höhe der Lkw-Ladefläche, bis zu 3,5 Meter betragen. Je nach Sackformat und -material kann der Anwender die Lagenbildung flexibel wählen. 

Verladen werden kann beispielsweise in doppelten Fünfer- und Zehner-Verbänden. Um eine hohe Stabilität der Gesamtladung auf dem Lkw zu erzielen und die Ladefläche optimal auszunutzen, sind immer zwei Lagen spiegelverkehrt nebeneinander gestapelt. Die Säcke werden durch den Beladevorgang von zwei übereinanderliegenden Gurtförderern gepresst und dadurch entlüftet. Nach dem Ablegen drückt sie der Beladekopf zusätzlich an, was die Stapel kompakter und damit stabiler macht. Die Sackzuführstrecken lassen sich den Einbauverhältnissen anpassen. Entsprechende technische Lösungen für variable Förderstrecken stehen zur Verfügung. Anders als bei Anlagen, die die Säcke ansaugen und anheben, werden diese mit dem BEUMER autopac nicht deformiert. Im Vergleich zu Belade- und Palettieranlagen anderer Hersteller ist der BEUMER autopac in der Standardausführung zudem nur mit Elektroantrieben ausgestattet. Der Anwender hat so erheblich weniger Wartungsaufwand. Bei Vakuum-, Pneumatik- und Hydraulikantrieben kommt es zwangsläufig zu Leckagen, die die Ladung und die Anlage verschmutzen können. Dazu kommt, dass die energieintensiven Vakuumpumpen und Hydraulikantriebe zusätzliche Kühlaggregate benötigen, was die Anschaffungs- und Betriebskosten sowie den Energieverbrauch deutlich erhöht. Der BEUMER autopac verbraucht bei voller Leistung nur 0,15 Kilowatt pro Stunde. Die Antriebe und Maschinenteile sind übersichtlich angeordnet und leicht zugänglich, was die Wartung erheblich erleichtert.

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Bei geringeren Kosten noch schneller liefern
Aarhus, 25. Oktober 2016

Logistikanbieter Relais Colis beauftragt BEUMER mit automatisierter Paketsortieranlage für Verteiltzentrum bei Paris :

Relais Colis, ein auf E-Commerce spezialisierter französischer Logistikanbieter, hat die BEUMER Group beauftragt, im Verteilzentrum in Combs-la-Ville in der Nähe von Paris eine neue Hochleistungssortieranlage zu liefern und zu installieren. Mit dieser will der Anbieter dreimal mehr Pakete am Tag bewältigen als mit dem bestehenden System – und das in der Hälfte der Zeit. 

Dies ist das erste Projekt von Relais Colis, in dem automatisierte Sortieranlagen zum Einsatz kommen, und damit Teil einer firmenweiten Umstrukturierung der Verteilzentren, Abholstellen und Hubs. Der Logistikanbieter liefert im Jahr rund 30 Millionen Pakete aus. Sein Ziel ist es, in den kommenden vier Jahren die Kundenzahl um das 25-fache zu erhöhen und den Umsatz zu verdreifachen. Für 2017 plant das Unternehmen für das Verteilzentrum in Lyon die Installation eines ähnlichen Systems. 

Die BEUMER Group liefert einen Quergurtsorter vom Typ LS-4000CB, der Pakete unterschiedlicher Größe handhaben kann. Die Anlage ist so ausgelegt, dass sie sich für künftiges Wachstum erweitern lässt. Die Pakete sollen in und rund um Paris verteilt werden. Größere Pakete werden direkt auf ein Auslegerband ausgeschleust und in Lkw geladen, die kleinen Pakete zuvor in große Säcke gepackt und in Kisten verstaut. Der LS-4000CB ist flexibel und verfügt über eine dynamische Waage für die Packstücke. Ausgestattet ist er zudem mit optischer Zeichenerkennung OCR und Videocodiersystem. Beide Features ermöglichen die Fernablesung von Adressen, während der Sorter die Pakete fördert. Dies steigert die Effizienz deutlich, weil die Mitarbeiter weniger Hand anlegen müssen. 

„Wir wollen an allen Abholstellen die Annahmezeit für eine Lieferung am Folgetag auf 20 Uhr verlängern“, erläutert Geschäftsführer Jean-Sebastien Leridon. „Wir planen zudem, die Zahl der Abholstellen bis zum Jahr 2020 auf 8.000 zu erhöhen.“ Damit will Relais Colis in der Lage sein, die Paketverteilung in ganz Frankreich sicherzustellen. Möglich sei dies alles nur mit der richtigen Organisation – und natürlich der engen Zusammenarbeit mit den passenden Partnern wie der BEUMER Group, ist der Geschäftsführer überzeugt.

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Dem Gift die Wirkung genommen
Beckum, 22. September 2016

Pipe Conveyor der BEUMER Group sorgt im Hafen von Callao/Peru für staubfreien Transport von Erzkonzentraten

Transportadora Callao S.A., Betreiber eines Spezialverladeterminals im Hafen von Callao/Peru, setzt auf einen Pipe Conveyor der BEUMER Group, um Zink-, Kupfer- oder Bleikonzentrate verschiedener Bergbaufirmen vom Lager zum Terminal zu befördern. Der rund 3.000 Meter lange Förderer passt sich mit seiner dreidimensionalen Kurvengängigkeit der Streckenführung optimal an. Noch wichtiger: Das System verhindert den Kontakt der Konzentrate mit der Umwelt und fördert sie staubfrei zu den Schiffsladeräumen. Die BEUMER Group übernahm das Engineering, die Lieferung sowie den Stahlbau, überwachte die Montage und nahm den Pipe Conveyor in Betrieb.

Callao grenzt direkt an den Pazifischen Ozean. Mit rund 877.000 Einwohnern zählt es zu den größten Städten Perus. Hier befindet sich nicht nur der größte Flughafen des Landes, sondern auch einer der bedeutendsten Fischerei- und Handelshäfen Südamerikas. In diesem Hafen ist ein modernes Schiffsbeladeterminal für Erzkonzentrate entstanden. Betreiberin ist die Transportadora Callao S.A.

Etwa 75 Prozent der Im- und Exporte Perus, eines der wichtigsten Bergbauländer weltweit, werden in Callao bewältigt. Um die steigende Nachfrage nach diesen wertvollen Materialien noch effizienter erfüllen zu können, beschloss die peruanische Regierung, den Hafen auszubauen. Neben weiteren Lagerhallen umfassten diese Pläne auch das modernste und größte Schiffsbeladeterminal im Land. Aber noch etwas sollte geändert werden: die Art und Weise, wie die Rohstoffe zu den Schiffsbeladeplätzen gelangen. Bis zum Bau des Spezialterminals wurden LKWs eingesetzt, um die Konzentrate von den Lagern zum Hafenterminal zu transportieren. „Seit Beginn der Tätigkeiten von Transportadora Callao sind mehr als 130.000 LKW-Fahrten pro Jahr eingespart worden“, erklärt Víctor Sam, CEO der Transportadora Callao S.A. Das Unternehmen, ein Konsortium aus fünf Firmen aus der Bergbau- und Hafenbranche (Produzenten und Lagerbetreiber), hat eine Konzession des Staates Peru zum Bau und Betrieb der nötigen Infrastruktur erhalten.

Pipe Conveyor: staubfrei zum Ziel

Die Minen in Zentralperu befördern ihre Konzentrate zu den Lagern, die sich in einer Entfernung von etwa drei Kilometern vom Hafen befinden. Daher war eine absolut sichere Verbindung für den Materialtransport erforderlich, durch die eine Emission von Partikeln in die Atmosphäre vermieden wird. Schließlich fiel die Entscheidung auf den Pipe Conveyor der BEUMER Group. Direkter Ansprech- und Projektpartner war Helmut Wolf von der BEUMER Group Austria GmbH: „Wir entwickelten gemeinsam mit den Verantwortlichen auf Kundenseite eine Lösung, die auf die Streckenführung und die Umgebungsbedingungen ideal abgestimmt ist.“

Der geschlossene Transport durch den Pipe Conveyor schützt nicht nur die Umwelt vor schädlichen Einflüssen durch die Verunreinigung mit Bleikonzentrat während des Transportes. Es werden auch große Distanzen überbrückt und sehr enge Kurvenradien ermöglicht. Und wegen der Kurvengängigkeit dieses Gurtförderers sind – abhängig von der Länge des Förderers und verfügbaren Kurvenradien – wesentlich weniger oder keine Übergabetürme nötig. Der Anwender spart so deutlich Kosten und die BEUMER Group kann das System an individuelle Streckenführungen anpassen. Eingesetzt werden zugfeste und langlebige Fördergurte. Um dabei die optimale Gurtausführung zu ermitteln, nutzen die Ingenieure verschiedene Berechnungsprogramme. Damit analysieren sie Zugkräfte oder auch Kräfte, die durch Beschleunigung und Verzögerung entstehen. Ermittelt werden damit auch die möglichen Kurvenradien. Die BEUMER Group liefert dazu für jedes Projekt maßgeschneiderte Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Geräuschemission der gesamten Anlage. Dafür sorgen spezielle Tragrollen, geräuscharme Lager und die Wahl der richtigen Fördergeschwindigkeit. „Das macht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter wesentlich angenehmer", sagt BEUMER Ingenieur Wolf. Dazu führt Victor Sam aus, dass „die Geräuschmessungen entlang des Pipe Conveyors durchgehend Werte ergeben haben, die weit unter den erlaubten Grenzwerten liegen.“

Förderleistung: 2.300 Tonnen in der Stunde

Die BEUMER Group lieferte und installierte einen Pipe Conveyor mit einem Achsabstand von 3.195 Metern. „Aufgrund der Anlagenplanung und der geforderten Förderleistung haben wir ihn mit einem Durchmesser von 400 Millimetern dimensioniert“, erklärt Helmut Wolf. „Der Förderer transportiert 2.300 Tonnen pro Stunde bei einer Geschwindigkeit von 4,5 Metern in der Sekunde und wird von drei Motoren mit je 650 Kilowatt Leistung angetrieben. Wir haben das System mit Filtern, Abstreifern, einem Entstaubungs- und einem Steuerungssystem für die Anlage ausgerüstet." Die BEUMER Group übernahm das Engineering und die Automation, lieferte den Stahlbau und alle erforderlichen Komponenten. Die Baustellenleiter überwachten die Montage und nahmen die Anlage in Betrieb.

Der Prozess läuft nahezu störungsfrei und vor allem sicher: LKW und Züge liefern die Erzeugnisse der Bergbaufirmen von den Minen zu den Erzlagern, von denen aus sie dann der Open-Access-Station zugeführt werden. Dort werden die Konzentrate von einem 43 Meter langen Zuführband aufgenommen, das diese in einer Höhe von sechs Metern an den Pipe Conveyor übergibt. Ein Entstaubungssystem sorgt dafür, dass bei diesem Vorgang kein Material freigesetzt wird. „Das Zuführband haben wir mit einem Metallsuchgerät und einem Elektromagneten ausgerüstet“, erklärt Helmut Wolf. „Auf diese Weise verhindern wir, dass Metallstücke den nachgelagerten Pipe Conveyor beschädigen.“ Am Streckenende verläuft das Fördersystem im Marinehafen von Callao am Meer entlang bis zum Übergabeturm. Dort öffnet sich der Gurt automatisch. Er gibt das Material auf einen weiteren Gurtförderer, der das Erz zur Schiffsbeladeanlage befördert.

Víctor Sam: „Dieses moderne System, das jetzt seit 17 Monaten in Betrieb ist, hat eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit von 500 Prozent bei der Verladung von Konzentraten bewirkt und die Wartezeiten der Schiffe bis zur Beladung um mehr als 80 Prozent verringert. Diese Vorteile führen zu Einsparungen bei den Exporteuren und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der Bergbauindustrie des Landes."

Reibungslos integriert, Herausforderungen gemeistert

„Eine große Herausforderung für uns war es, den Pipe Conveyor in das bestehende Umfeld zu integrieren“, sagt Helmut Wolf. Denn die BEUMER Anlage stellt die Verbindung zwischen den einzelnen Gurtförderern unterschiedlicher Hersteller dar. „Bei der Projektabwicklung mussten wir zudem viele behördliche Auflagen beachten“, berichtet Helmut Wolf. Das Projekt stellt eine vom Staat Peru erteilte Konzession an Transportadora Callao S.A. dar, die Odebrecht Perú Ingeniería y Construcción mit der Ausführung der Arbeiten und Buenaventura Ingenieros S.A. mit der Überwachung der Arbeiten beauftragte. Odebrecht wiederum betraute die BEUMER Group mit der kompletten Ausführung des Streckenabschnitts auf dem Festland.

Der Streckenabschnitt an Land beginnt am „Open Access“, wo das Konzentrat aus den Lagern übernommen wird. Danach passiert der Pipe Conveyor eine Raffinerie und einen militärischen Bereich. „Das war der vorgegebene Streckenverlauf, an den wir uns halten mussten“, erläutert Helmut Wolf. Im Bereich des Raffineriegeländes mussten die Anlagen dazu noch mit speziellen feuerbeständigen Verkleidungen versehen werden. Dank dieser großartigen Ingenieursarbeit kann Transportadora Callao an ihrem Spezialterminal Schiffe für Massengut bis 60.000 Tonnen DWT bedienen, ohne die Arbeiten an den anderen Terminals im Hafen von Callao zu behindern.

Weltweit vernetzt und auf einen Punkt gebracht

Um Unternehmen wie Odebrecht und Transportadora Callao mit Komplettlösungen optimal zu unterstützen, hat die BEUMER Group ihre vielfältigen Kompetenzen weltweit in den unterschiedlichen Branchen gebündelt und verschiedene Centers of Competence geschaffen. Dazu gehört auch das Geschäftsfeld Pipe Conveyor. Diese weltweit zuständige Zentrale kümmert sich um den Vertrieb und das Projektmanagement. Sie sammelt und bereitet das Know-how der einzelnen Landesgesellschaften auf und gibt es gezielt an die weltweit agierenden Fachleute der Unternehmensgruppe weiter – zum Beispiel an Helmut Wolf und sein Team. „Sowohl in der Bauphase als auch beim Support während des Betriebs hat das technische Team von BEUMER seine Professionalität und Einsatzbereitschaft gezeigt und nach nun eineinhalb Jahren Betrieb und mehr als vier Millionen Tonnen transportierter Konzentrate können wir bescheinigen, dass die angestrebten Ziele erreicht worden sind“, erklärt Víctor Sam.

Auch nach der Inbetriebnahme sorgt die BEUMER Group mit einem umfangreichen Customer Support für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Gerade hat Transportadora Callao einen Teleservice-Vertrag mit dem Systemlieferanten unterzeichnet, so dass alle eventuell auftretenden Störungen in den Anlagen durch die Spezialisten von BEUMER bearbeitet werden können. Um im Falle eines Falles Störungen und Maschinenstillstände und damit lange Ausfallzeiten zu vermeiden, kommen bei Bedarf Service-Mitarbeiter von der BEUMER Group nach Callao, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

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Immer für den anderen da sein
Beckum, 02. September 2016

BEUMER Customer Support sichert intralogistische Prozesse:

Customer Support ist für die BEUMER Group viel mehr als Service. Galt es einst, „nur“ Störungen und Maschinenstillstände zu verhindern oder schnell zu beheben, hat der Intralogistik-Anbieter diese Dienstleistung deutlich ausgebaut. Inzwischen arbeiten weltweit rund 1.000 Mitarbeiter der Gruppe für dieses Geschäftsfeld. Sie kümmern sich vom ersten Projektgespräch bis zur laufenden Anlage um ihre Kunden. Der Customer Support umfasst verschiedene Vereinbarungen. Mit dem Residential Service übernimmt die Gruppe zum Beispiel bewusst Verantwortung für einen reibungslosen Betrieb, auch dauerhaft vor Ort.

Was macht eigentlich eine gute Beziehung zwischen Anbieter und Anwender aus? Da muss Kornelius Thimm nicht lange überlegen. „Wir haben Kunden, die uns schon seit vielen Jahrzehnten treu sind. Das beruht sicherlich auf einem tiefen Vertrauensverhältnis“, ist der Leiter des Geschäftsbereichs Customer Support bei der BEUMER Group überzeugt. Denn die Maschinen und Systeme laufen bei den Kunden zuverlässig. Seine Kollegen sorgen für eine hohe Anlagenverfügbarkeit über die komplette Laufzeit. „Unsere Kunden wissen genau, dass wir sie nicht im Regen stehen lassen“, ergänzt Thimm.

Als international führender Hersteller der Intralogistik mit maßgeschneiderten Systemlösungen in den Bereichen Förder- und Verladetechnik, Palettier- und Verpackungstechnik sowie Sortier- und Verteilanlagen kennt die BEUMER Group die Herausforderungen der Kunden. Und diese stellen immer höhere Anforderungen an die Maschinenverfügbarkeit und damit an den Kundenservice. Die BEUMER Group hat den Customer Support deshalb zu einem eigenständigen Geschäftsfeld entwickelt und ausgebaut. Insbesondere durch ihre globale Aufstellung hat die Gruppe diese Dienstleistung in den vergangenen Jahren konsequent optimiert und mit speziell dafür ausgebildeten Mitarbeitern ausgeweitet. „Wir liefern nicht nur Serviceprodukte, wir kümmern uns“, betont Kornelius Thimm. Und das wird für die Betreiber aus den verschiedenen Industriezweigen immer wichtiger. Dabei geht es auch nicht immer nur darum, Störungen und Maschinenstillstände und damit lange Ausfallzeiten zu vermeiden. Ganz gleich, in welcher Branche sie tätig sind, die Unternehmen müssen sich den steigenden Anforderungen am Markt anpassen und zum Beispiel die Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen erhöhen. „Dafür sind wir die richtigen Ansprechpartner“, verspricht der Service-Leiter.

Individuell wie ein Maßanzug

Der Customer Support bietet verschiedene Vereinbarungen an. Diese werden individuell auf die Kundenanforderungen abgestimmt und Serviceintervalle sowie die Reaktionszeiten vertraglich festgelegt. Die Konzepte entwickeln die Mitarbeiter jeweils individuell mit den Kunden und passen sie an deren Anforderungen an. Tritt ein Anlagenstillstand ein, sind die weltweit positionierten Techniker schnell vor Ort und verhindern damit längere Ausfallzeiten. Um diese auf ein Minimum zu reduzieren, bietet der Customer Support mit seiner Hotline, die rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr erreichbar ist, auch eine kompetente telefonische Unterstützung an. Die Techniker erstellen Ferndiagnosen und beheben jede Störung schnell und zuverlässig. Die Systeme sind damit rasch wieder einsatzbereit. Zudem ermitteln die Mitarbeiter die Ursachen der Störung, um zu verhindern, dass diese wieder auftritt.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Eine Komponente des Customer Support ist die Ersatzteillogistik. Entscheiden sich Kunden, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, prüfen die Service-Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen alle Verschleiß- und Ersatzteile und sorgen für Nachschub über die gesamte Lebensdauer der Anlage. „Wir empfehlen bereits beim Verkauf der Neuanlage, welche Ersatzteile der Kunde auf Lager haben sollte“, sagt Thimm. „Bei Teilen auslaufender Maschinentypen informieren wir den Kunden rechtzeitig und beraten ihn hinsichtlich der Ersatz- und Austauschmöglichkeiten.“ Persönliche Ansprechpartner bieten technischen Support für alle Anfragen. Bei der Wartung der Anlagen prüfen Mitarbeiter des Customer Support vor Ort, ob die Teile ersetzt werden müssen. Sind Ersatzteile notwendig, kümmert sich die BEUMER Group um eine schnelle Lieferung.

Wissen individuell vermitteln

Damit die Anlagen mit einer maximalen Betriebszeit laufen, müssen Anwender regelmäßig geschult werden. Denn die Leistung der Anlage ist auch von der Instandhaltung und dem Betrieb durch das Kundenpersonal abhängig. Dieses wird auf den neuesten Stand gebracht und neue Mitarbeiter an die Systeme herangeführt. Schulungsbedarf ergibt sich bei der Inbetriebnahme, aber auch nach mehreren Monaten, wenn die Anlage bereits in Betrieb ist. Denn erst dann können die Anwender detaillierte Fragen stellen. „Die Schulungsprogramme sind auf den Kunden und seine Anlage maßgeschneidert“, weiß Kornelius Thimm. Die technische Beratung der Kunden durch Mitarbeiter des Customer Support hält das Know-how der Anwender aufrecht.

Der Customer Support bietet Basisschulungen bis hin zu Weiterbildungen an. Diese sind auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt und werden für Maschinen und Anlagen von BEUMER Group als auch von fremden Herstellern durchgeführt. Damit garantiert die Gruppe beispielsweise einen hohen Gesundheits- und Sicherheitsstandard. Erfahrene Mitarbeiter vermitteln Detailkenntnisse und eine strukturierte Vorgehensweise für Wartung und Betrieb der Anlagen. Dies ist besonders für Maschinenbediener wichtig, da die Mechanik und Steuerungstechnik immer aufwendiger und komplexer werden.

Um künftigen Leistungs- und Technologieanforderungen gerecht zu werden, sorgen die Mitarbeiter des BEUMER Customer Support auch dafür, dass die Anlagen stets auf dem neuesten Stand sind. „Wir modernisieren die Systeme umfassend“, sagt Thimm. Damit erreicht der Betreiber eine höhere Leistung und Verfügbarkeit, einen minimierten Energieverbrauch, ergonomischere Arbeitsbedingungen, er erhält neue Funktionen oder auch eine verbesserte Anlagenauslastung. Dazu nehmen die Mitarbeiter Updates vor oder erweitern die Systeme.

Bewusst Verantwortung übernehmen

Einen besonderen Part in diesem Geschäftsfeld nimmt der Residential Service ein. Damit können Kunden die Verantwortung für Verfügbarkeiten, Leistung und Wirtschaftlichkeit ihrer Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik aber auch von Sortier- und Verteilanlagen in Logistikzentren oder auf Flughäfen auf die BEUMER Group übertragen. Die BEUMER Group Mitarbeiter warten mit fundiertem logistischem und technischem Know-how auf und stellen somit eine hohe Effizienz der Maschinen sicher. Je nach Bedarf setzt die BEUMER Group ein Team von Spezialisten ein, das sich vor Ort dauerhaft um den Betrieb und die Verfügbarkeit der Gesamtanlagen kümmert.

Dabei legt die BEUMER Group sehr viel Wert darauf, dass die lokalen Ansprechpartner dem gleichen Kulturkreis angehören und die gleiche Sprache sprechen wie der Anwender. „Deswegen senden wir auch nicht einfach Kollegen aus Beckum nach Singapur oder Brasilien“, sagt Thimm. Für eine optimale Betreuung ist es entscheidend, das Unternehmen genau zu verstehen: Wie ist es aufgestellt? Welche Ziele verfolgt es und wohin möchte es sich entwickeln? Das verlangt auch jede Menge Fingerspitzengefühl.

Zum Beispiel sollen Logistik-Dienstleister Produkte zuverlässig abfüllen, palettieren und effizient verpacken. Das kann unter Umständen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein, weil die Produkte sehr verschiedene Eigenschaften aufweisen können. Trotzdem müssen sie konstant sicher und schonend gehandhabt werden. Dazu sollen sie auf steigende Durchsatzraten der eingesetzten Anlagen und Systeme reagieren können. Eine weitere hohe Anforderung: Der gesamte Materialfluss ist sicher zu steuern, zu regeln und transparent darzustellen. „Erfüllen die Dienstleister diese Ansprüche nicht, steht schnell ein Wettbewerber bereit“, weiß Thimm. Die Mitarbeiter des Customer Support sorgen dafür, dass die Anlagen bei den Anwendern über ihre komplette Betriebszeit immer optimal auf die Aufgaben abgestimmt sind und die Prozesse nahtlos laufen. Sie übernehmen weiterhin vorbeugende Instandhaltung sowie sonstige Maßnahmen wie Schutzanstriche oder die Installation von Warneinrichtungen. „Wir entwickeln zudem Konzepte, die einen langfristig reibungslosen Gebäudebetrieb ermöglichen, und setzen diese um“, beschreibt Thimm.

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BEUMER Group to present end-to-end baggage handling systems at Inter Airport China 2016
Aarhus, 30. August 2016

BEUMER Group– a leading global supplier of automated baggage handling systems – will present end-to-end baggage handling and transport systems at Inter Airport China, at the China International Exhibition Centre, Beijing, from 12-14 September 2016.

Visitors to the stand will be able to experience the speed and efficiency of tote-based baggage handling through an immersive, virtual-reality tour using Oculus Rift head-sets. The tour will demonstrate why many airports consider tote-based technology to be the next-generation of energy-efficient baggage handling systems. This is based on the ‘one bag per tote’ concept which provides 100% tracking and traceability of each item of baggage throughout the check-in, sorting and screening processes.

The CrisBag® system is the one of the world’s most widely-installed tote-based systems and is used by a number of international airport hubs including Changi Airport. At Changi, CrisBag® is used as a dual-purpose system for sorting baggage and for extensive inter-terminal baggage transfers between Terminals 1, 2 and 3. BEUMER Group will also supply and integrate the baggage handling system for Changi Airport’s new Terminal 4 building.

In other regions, a CrisBag® system will soon be in operation in Abu Dhabi Airport's new Midfield Terminal, while Calgary Airport Authority, Canada, has awarded BEUMER Group with the contract to integrate a second CrisBag® tote-based baggage transport and sorting system.

Other baggage handling systems from the Crisplant range have been installed by BEUMER Group in airports throughout China, including Shanghai Pudong, Guangzhou, Hong Kong, Changsha and Nanjing.

“This exhibition underlines the boom in China's airport infrastructure,” explains Klaus Schäfer, Managing Director, BEUMER Group A/S. “As the Chinese airports prepare to expand, BEUMER Group is providing guidance on best-practice, and state-of-the-art technology, to support increases in both the capacity and efficiency of the baggage handling systems.”

BEUMER Group will be in Hall 8A, Stand 604, at Inter Airport China, 12-14 September 2016.

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Dr. Andreas Echelmeyer, Director Conveying & Loading Systems, BEUMER Group „Wir müssen zuhören können“
Beckum, 25. August 2016

Herr Dr. Echelmeyer, Sie sind seit wenigen Monaten Director Conveying & Loading Systems bei der BEUMER Group in Beckum. Was sind Ihre Aufgaben und welche Ziele möchten Sie erreichen?

Dr. Andreas Echelmeyer: Seit August 2015 leite ich das neue Center of Competence (CoC) für Conveying & Loading Systems (CL Systems). Unter der Führung des CoC wollen wir komplexe Systemlösungen für ganz unterschiedliche Branchen wie Mining, die Rohstoffindustrie oder für den Hafenumschlag weltweit entwickeln und umsetzen. Doch dazu müssen uns die Anwender auch auf diesem Gebiet wahrnehmen. Die BEUMER Group ist als Anbieter innovativer Lösungen für die Intralogistik bekannt. Immer noch sind manche überrascht, wenn sie hören, wie rasant sich die BEUMER Group in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat. Wir treten heute auch als Anbieter für komplexe Systemlösungen in der Rohstoffindustrie auf, einem Bereich, der traditionell nur durch das Geschäft mit Einzelmaschinen bedient wurde. Unser Ziel ist es, global als schlagkräftiger Partner auch auf dem Gebiet des Anlagenbaus bekannt zu werden. Die Anfragen kommen seltener aus Deutschland, als vielmehr aus Australien, Fernost, Afrika, Südamerika oder den USA. Die Aufgabe besteht nun darin, ein internationales Team für Conveying & Loading Systems aufzubauen, das projektbezogen zusammenarbeitet. Denn um weltweit einen hohen Standard sicherzustellen, müssen wir in allen Regionen kompetente Mitarbeiter aus unseren Landesgesellschaften mit ins Boot holen.

Kompetent heißt: Sie müssen den Anwender verstehen, um uns seine Anforderungen präzise kommunizieren zu können und gemeinsam mit unserem Team in Beckum die passende Lösung zu entwickeln. Dazu gilt es für uns, neugierig und offen zu sein für diese Art der Zusammenarbeit.

Was hat sich mit dem Bereich CL Systems für die BEUMER Group nun geändert?

Dr. Andreas Echelmeyer: Wir haben unsere Wurzeln im Material-Handling. Dabei geht es insbesondere darum, Schüttgüter effizient zu bewegen. Jede Branche stellt jedoch ihre ganz eigenen Anforderungen. Die Zementindustrie setzt zum Beispiel immer stärker auf alternative Brennstoffe, die sogenannten Alternative Fuels and Raw Materials, um den Einsatz teurer primärer Brennstoffe wie Kohle und Öl zu reduzieren. Dabei kann es sich auch um der Anwendung entsprechend aufbereiteten Haushaltsmüll handeln. In der Handhabung ist dieses Material auf Grund der unterschiedlichen Zusammensetzung oft sehr komplex. Mit unserer umfassenden Systemlösungskompetenz beraten wir unsere Kunden und liefern ihnen komplette Anlagensysteme – für die Annahme am Werkstor über die Lagerung, die Mischung, den Transport und schließlich für das Einbringen in den Zementproduktionsprozess über Hauptbrenner oder Kalzinator.

Wie definieren Sie für Ihre Arbeit Systemlösungskompetenz?

Dr. Andreas Echelmeyer: Um eine Lösung maßzuschneidern, müssen wir genau zuhören können und die richtigen Fragen stellen. Oft handelt es sich dabei um Fragen, mit denen sich der Kunde noch gar nicht auseinandergesetzt hat. Es kommt aber auch vor, dass er bereits eine konkrete Vorstellung von seiner Lösung hat. Gemeinsam analysieren wir die Aufgabenstellung. Im Dialog mit uns erkennt der Anwender, dass wir ihm eine optimale Systemlösung liefern können, die sich durchaus von seinen bisherigen Vorstellungen erheblich unterscheiden kann. Es geht also immer darum, den Anwender gut zu verstehen. Eine wichtige Voraussetzung für uns als Anlagenbauer ist zudem Flexibilität. Denn um individuelle Aufgabenstellungen zu meistern, müssen auch wir uns je nach Anwendung von bereits bewährten Lösungen trennen und ganz neue Ansätze finden.

Wie kommen Sie mit den Anwendern in Kontakt?

Dr. Andreas Echelmeyer: Unsere weltweit aufgestellten Mitarbeiter sind mit unseren Kunden in engem Kontakt. Wir tauschen uns permanent aus. Die Kollegen vor Ort kennen sich mit den landesspezifischen Gepflogenheiten aus, beherrschen die Landessprache und wissen um die jeweiligen Markt- und Kundenanforderungen. Sie erkennen entsprechende Potenziale und eventuellen Handlungsbedarf. Im besten Fall kommt aber auch der Kunde schon in einem frühen Stadium auf uns zu. Wir entwickeln dann gemeinsam mit ihm ein optimales System. Tritt ein Kunde an uns heran, zu dem bisher noch kein Kontakt bestand, schicken wir Spezialisten von unserem Standort in Beckum (Deutschland) zu ihm. Gemeinsam mit ihm sowie einem Team aus der lokalen Landesgesellschaft und den Spezialisten des CoC diskutieren wir dann vor Ort die konkrete Aufgabenstellung. Eine dritte Möglichkeit: Wir erhalten vom Kunden eine Ausschreibung. Wir analysieren und prüfen sie auf Vollständigkeit, ob alle unsere Fragen hinreichend beantwortet sind und werten sie anschließend aus. Gemeinsam mit den Kollegen aus der jeweiligen und zuständigen Niederlassung erarbeiten wir dann eine entsprechende Lösung.

Ihr Bereich nennt sich organisatorisch Center of Competence (CoC) – die globale Zusammenfassung innerhalb einer Matrix-Organisation. Arbeiten Sie auch mit anderen CoC zusammen?

Dr. Andreas Echelmeyer: Bei Aufträgen zum Beispiel aus der Zementindustrie sind wir mit unseren Kollegen aus dem CoC Zement in sehr engem Kontakt. Wir profitieren von ihrer Kompetenz genau wie sie von der unseren. Diese Zusammenarbeit ist immer projektbezogen.

Aus welchen Branchen kommen die Anfragen?

Dr. Andreas Echelmeyer: Das ist sehr unterschiedlich. Denn unsere Systemlösungen kommen überall dort zum Einsatz, wo es um den Transport von großen Mengen Schüttgut geht. Das betrifft insbesondere die Erz- und Rohstoffindustrie, aber auch Anwendungen außerhalb dieser angestammten Bereiche – wie der Transport von Nahrungsmitteln. In Häfen sorgen wir beispielsweise dafür, unterschiedliche Materialien effizient auf Schiffe zu befördern.

Welche Eigenschaften müssen Ihre Mitarbeiter mitbringen?

Dr. Andreas Echelmeyer: Sie können sich sicher vorstellen, dass wir für diese Aufgabe sehr erfahrene und kompetente Ingenieure einsetzen, die sich nicht einengen lassen dürfen. Denn oft beschreiten sie ganz neue Wege, um die passende Systemlösung umzusetzen. Gerade in der Fördertechnik für Überlandförderer werden die Anforderungen immer umfassender. Lkw-Transporte verlieren weltweit immer mehr an Akzeptanz. Deshalb müssen wir mit unseren Förderern immer komplexere Herausforderungen hinsichtlich der Topographie bewältigen. Wir konzipieren Systeme mit Längen von mehr als zwölf Kilometern, die das Fördergut über schwerste Steigungen und Gefällstrecken führen – und das an einem Stück ohne zwischengeschaltete Übergabetürme.

Um nicht vorher ein Expeditionsteam losschicken zu müssen, benötigen wir eine entsprechende Software, mit der wir Satelliten- und Luftbilder unterschiedlicher Auflösung mit den jeweiligen Topografiedaten überlagern können. Die Herausforderung für meine Mitarbeiter besteht nun darin, das Projekt einzuschätzen und zu bewerten, um dem Kunden ein konkretes Angebot machen zu können. Dafür steht uns in der Regel sehr wenig Zeit zur Verfügung. Erreichen können wir das nur mit einem internationalen und exzellenten Team.

Welche Erfahrungen bringen Sie in Ihre neue Tätigkeit mit ein?

Dr. Andreas Echelmeyer: Ich kenne sowohl die Sicht eines Anlagenbauers als auch die des Anwenders. Ich war acht Jahre in der Stahlindustrie beschäftigt. Als ehemaliger Produktionsleiter weiß ich, was es heißt, komplexe Anlagen zu betreiben, die mehr als 13.000 Tonnen Stahl am Tag herstellen. Und daher kenne ich auch die Anforderungen, die der Anwender an den Anlagenbau hat. Anschließend habe ich die Seiten gewechselt und bin seit zwölf Jahren im Anlagenbau tätig. In dieser Zeit habe ich unter anderem einen Bereich für den globalen Customer Support aufgebaut und weiß deshalb, was unsere Kunden erwarten: Sie stellen hohe Anforderungen an die Maschinenverfügbarkeit und damit an den Kundenservice.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung für den Anlagenbau im Bergbau?

Dr. Andreas Echelmeyer: Die Preise für Rohstoffe wie Eisenerz oder Kupfer befinden sich seit etwa zwei, drei Jahren in einer tiefen Talsohle. Deshalb gestaltet sich der Markt aktuell auch sehr schwierig. Wir spüren das, weil Unternehmen Investitionen kürzen und Projekte stoppen. Wir rechnen mit weiteren zwei, drei Jahren mit geringer Investitionstätigkeit, dann wird sich der Markt aber wieder beruhigt haben. Was hat sich noch verändert? Generell gibt es einen Trend hin zu immer größeren Tonnagen und Durchsätzen, da größere Produktionsstätten effizienter sind. Viele Anwender möchten nicht mehrere Anlagen parallel aufstellen, sondern mit nur einer Linie oder einer möglichst geringen Zahl an Linien ihren kompletten Bedarf abdecken. Dieser Trend beeinflusst erheblich die Entwicklung unserer Anlagen und Systeme.

Heute geht der Trend zu einem umfassenden Produktportfolio, um den Kunden komplette Lösungen für den gesamten Produktionsprozess einschließlich Customer Support anzubieten. Kommen alle Komponenten aus dem Hause BEUMER?

Dr. Andreas Echelmeyer: Wir wollen den Kunden umfassend betreuen und damit auch Schnittstellen vermeiden. Deshalb liefern wir alles aus einer Hand. Bei vielen Komponenten, die nicht zu unserem Portfolio gehören, stellen wir uns immer die Frage „kaufen wir sie zu oder stellen wir sie selbst her“? Bei Getrieben und Elektromotoren, aber auch Systemen, mit denen sich zum Beispiel Materialströme messen lassen, setzen wir zum einen auf ausgewählte Partner. Zum anderen verschaffen wir uns auf Messen ein klares Bild über die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt. Nur so können wir unseren Kunden stets die optimale Lösung mit Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit liefern. Für einen Anlagenbauer ist es nicht ungewöhnlich, sehr viele Komponenten zuzukaufen. Damit konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenz und haben immer die besten Lösungen im Einsatz. Unser Ziel ist stets, dem Kunden eine schlüsselfertige Anlage zu liefern, mit der er effizient arbeiten kann.

Planen Sie ein Schüttgut-EPC-Unternehmen (Engineering, Procurement and Construction) – oder gar ein EPCM-Anbieter (Engineering, Procurement and Construction Management) für Großanlagen zu werden – auch, um Schnittstellen zu vermeiden?

Dr. Andreas Echelmeyer: Nicht zwangsläufig. Als Anlagenbauer wollen wir uns um geeignete Systemlösungen kümmern und uns weniger mit dem Industrie- oder Erd- und Betonbau beschäftigen. Hinzu kommt: Ob in China oder Feuerland, Australien oder Alaska – überall herrschen andere klimatische Bedingungen und es gibt unterschiedliche Gesetzgebungen. Deshalb stellt sich bei jedem Projekt für uns die Frage: Wickeln wir es allein ab oder suchen wir uns in der Region einen starken Partner? Denn dieser kennt das eigene Umfeld, er ist meist gut vernetzt und weiß auch um die Preisgestaltung. Wir wollen stets die Schnittstelle sauber beherrschen. Ob wir auf einen Partner setzen, entscheiden wir in der Regel im Einzelfall. Wir haben das Thema EPC jedoch sehr genau im Blick.

Für unsere Kunden zählt, dass sie mit uns einen kompetenten Ansprechpartner haben. Denn sie wollen schließlich keinen Tunnel kaufen, auch keine Fundamente. Sie wollen ein System, das ihre Probleme löst.

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Intralogistiklösungen erfüllen hohe Anforderungen des Online-Handels: Effiziente Materialflüsse in Zeiten des E-Commerce
Beckum, 17. August 2016

In Zeiten eines stetig wachsenden Online-Handels hat das Lieferversprechen des Anbieters einen hohen Stellenwert. Kunden erwarten ihre bestellte Ware pünktlich, in der richtigen Ausprägung und Qualität und am gewünschten Ort. Wird dieser Anspruch nicht erfüllt, kann der Kunde nicht nur den Anbieter wechseln, in sozialen Netzwerken teilt er oft auch gleich anderen seine Unzufriedenheit mit. Für eine hohe Zuverlässigkeit ist eine effiziente Intralogistik erforderlich - von der Lagerhaltung über die Sortierung bis zum Transport. Diese muss wandlungsfähig sein, Komplexität beherrschen und sich in der Effizienz steigern lassen. Die BEUMER Group unterstützt Versandhändler und -dienstleister mit Kompetenz sowie mit leistungsstarker Sortier- und Fördertechnik.

Der Einkauf im Internet wird immer beliebter. Es geht einfach, unkompliziert und schnell. Käufer schätzen insbesondere die Bequemlichkeit und die Flexibilität. Denn Online-Shops kennen keine Ladenöffnungszeiten, und über Computer, Tablet oder Smartphone kann der Kunde jederzeit von überall einkaufen - vorausgesetzt er hat ein Netz. Kommen die Produkte zuhause an, kann er diese im Wohnzimmer ausprobieren und bei Nichtgefallen einfach zurückschicken. E-Commerce wird vor allem für den Vertrieb von Büchern, Bild- und Tonträgern, Bekleidung und Schuhen, Unterhaltungselektronik, Elektrogeräten oder Computern genutzt.

Im Jahr 2014 belief sich der Umsatz deutscher Unternehmen in diesem Sektor auf rund 66,5 Milliarden Euro. Für dieses Jahr gehen die Prognosen sogar bis zu 90,5 Milliarden. Weltweit wächst der Markt jährlich um 20 Prozent. Dadurch kommt es bei den Online-Händlern allerdings auch zu einem erheblichen Verdrängungswettbewerb. Nur diejenigen werden bestehen können, die in ihrem Segment das größtmögliche Sortiment anbieten und die erforderliche Zuverlässigkeit bieten können. Damit steigen die Erwartungen der Menschen an eine unbegrenzte Verfügbarkeit der Waren zum günstigsten Preis und an eine umgehende und fehlerfreie Lieferung.

Erwartungshaltung erfüllen

Wer als Online-Händler nachhaltig konkurrenzfähig bleiben und weitere Zielgruppen erschließen will, muss sich mit neuen Trends auseinandersetzen. Dazu gehören individuelle Zustellzeiten oder auch Same Day Delivery. Das heißt, der Kunde bestellt und erhält noch am selben Tag die Ware. Diese Möglichkeit soll den E-Commerce endgültig auf eine Stufe mit der Warenverfügbarkeit des lokalen Handels stellen. Die Sonderform des Expressversands deckt jedoch je nach Sitz des Online-Shops nur bestimmte Regionen ab. Angeboten wird dies innerhalb der City-Logistik in Großstädten und ist teurer als eine gewöhnliche Zustellung. Auch wenn das Thema die Branche beschäftigt, nur wenige Händler bieten die Versandart an. Charakteristisch für den E-Commerce ist zudem die Atomisierung der Sendungen. Der Kunde bestellt häufiger - zum Teil mehrmals am Tag -, aber immer kleinere Mengen. Das führt zu immer kleineren, dafür häufigeren Lieferungen. Das stellt die Hersteller intralogistischer Systeme als auch die betriebliche Logistik vor große Herausforderungen.

Entscheidend ist die passende Intralogistik

Grundsätzlich wird die Materialflusstechnik komplexer, intralogistische Anlagen und Systeme müssen immer flexiblere Aufgaben erledigen können oder sich an veränderte örtliche Gegebenheiten anpassen lassen. Höchst effiziente Prozesse sind somit erforderlich, um eine schnelle Auslieferung der Pakete an den Kunden zu ermöglichen. Immer bedeutsamer wird zum Beispiel auch das Thema Tracking and Tracing - also die Verfolgung und Rückverfolgung von Sendungen. Damit lässt sich der Weg der Sendung protokollieren, und der Kunde weiß immer, wo sich sein Paket befindet, bzw. wann es voraussichtlich bei ihm eintrifft.

Um eine schnelle, sichere und fehlerfreie Sortierung, Verteilung und Kontrolle von höchst unterschiedlichen Waren wie Paketen, Tütenware und Sperrgut in hohen Stückzahlen zu ermöglichen, steht die BEUMER Group als Systemintegrator ihren Kunden von der Planung bis zur Inbetriebnahme zur Verfügung. Zur Produktbasis gehören modulare Hochleistungssortieranlagen. Damit können Anwender sich einen Wettbewerbsvorsprung sichern und sind auf zukünftiges Wachstum im eigenen Versandhandel entsprechend vorbereitet.

Konzept eines Kommissioniersystems

Die BEUMER Group hat schon zahlreiche Projekte gemeinsam mit Partnern aus der Intralogistik realisiert. Um Behälter oder Kartons sowohl für A-, B- als auch für C-Artikel mit einer hohen Verfügbarkeit zu handhaben, eignen sich Shuttlelager mit einer hohen Ein-/Auslagerfrequenz von mehr als 10.000 Einheiten in der Stunde. Die Lagerlösungen sind für diese Anwendungen im automatischen Kleinteile-Handling fest etabliert und eignen sich insbesondere für Unternehmen, die schnell wachsen und unterschiedliche Produkte lagern. Die Verbindung zwischen dem Wareneingang, dem Shuttlelager und den Kommissionierarbeitsplätzen sowie dem Warenausgang stellt ein Quergurtsorter her. Diese Sorterlösung schafft ebenfalls eine sehr hohe Verteilleistung von mehr als 10.000 Behältern in der Stunde. Neben der Verteilung von Behältern und Kartons sind Quergurtsorter ideal zur schonenden Handhabung von Produkten aller Art unabhängig von Größe, Form und Oberflächenbeschaffenheit geeignet. Mit dieser Eigenschaft erfüllen sie die besonderen Anforderungen, die Unternehmen im Versandhandel stellen. Aufgrund der berührungslosen Energie- und Datenübertragung ist der BEUMER Belt Tray Sorter sehr wartungsarm. Dank seiner modularen Bauweise lässt sich dieser Sorter besonders gut in bestehende Gebäude ohne Leistungseinbußen integrieren.

Der Quergurtsorter besteht aus einer Reihe fahrender Flachgurtförderer. Diese sind im 90-Grad-Winkel zur Laufrichtung angeordnet. Dadurch können sie die Waren wahlweise in Laufrichtung rechts oder links ein- und ausschleusen. Dazu werden die Produkte mit einer auf die Sortergeschwindigkeit und den Einschleuswinkel abgestimmten Geschwindigkeit auf den Quergurtförderer übergeben. Der umgekehrte Prozess findet beim Ausschleusen statt: Der Fördergurt bewegt sich in Ausschleusrichtung und das Fördergut wird schonend in die Endstelle geleitet.

Viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt

Die BEUMER Group stattet den Sorter mit Modulen für Kommissionierarbeitsplätze aus. Häufig wird zusätzliche Sensorik installiert, mit der eventuelle Fehler erkannt und korrigiert werden können, um die Sortiergenauigkeit weiter zu erhöhen. Sichere und zuverlässige Sortierprozesse sind jederzeit garantiert. Vollständige Auftragsbehälter gelangen automatisch zum Warenausgang, Anbruchbehälter werden aus jedem Modul ins Shuttlelager rückgeführt und leere Behälter gehen in den Wareneingang zur erneuten Befüllung zurück.

Den Versand vom Warenausgang bis an die Haustür oder zu den Abholstationen übernehmen in der Regel Dienstleister. Diese verfügen über ein flächendeckendes Netz mit Sortierzentren, Niederlassungen und einem Zustellservice. Deren Anlagen sind überwiegend auf das traditionelle Paketspektrum ausgelegt. Deutlich steigende Sendungsmengen bei gleichzeitig sinkender Sendungsgröße reizen ihre Leistung meist aus. Dazu kommen immer engere Lieferfenster und kürzere Zeiten für die Sortierung. Damit die Dienstleister die Anforderungen des E-Commerce erfüllen können, müssen sie ihre Leistung steigern.

Von der manuellen zur maschinengestützten Entladung

Die Leistung in bestehenden Gebäuden lässt sich erhöhen, indem eine maschinenunterstützte Pulkentladung von Wechselaufbaubrücken die manuelle Entladung ablöst. Dadurch ist ein deutlich höherer Durchsatz pro Tor möglich. Die BEUMER Group hat dazu die erste Generation einer semiautomatisch arbeitenden Maschine, den BEUMER Parcel Picker, auf den Markt gebracht. Dieser entlastet Mitarbeiter von körperlich schwerer Arbeit und erhöht gleichzeitig die Produktivität. Das Personal in Post- und KEP-Unternehmen kann damit unterschiedlich große und schwere Pakete, Päckchen und Versandeinheiten aus Wechselaufbaubrücken und Trailern mit hoher Leistung entladen. Die Entladeleistung steigt mit kleiner werdenden Sendungen.

Um den Pulkstrom effizient zu verarbeiten, müssen die Pakete automatisch vereinzelt werden. Dazu hat die BEUMER Group den Automatic Parcel Singulator entwickelt, der auf die diskontinuierliche Arbeitsweise einer Loopsorter-Einschleuseinheit abgestimmt ist. Der Automatic Parcel Singulator ist kompakt ausgeführt, seine Leistung wird von der Einschleuseinheit bedarfsgerecht abgefordert. Er arbeitet zudem sehr leise und ist sehr wartungsfreundlich. Eine typische Anwendung sieht zwei BEUMER Parcel Picker vor, die einen Automatic Parcel Singulator versorgen. Das Ergebnis der Vereinzelung wird von einem Bildsensor kontrolliert. Korrekt vereinzelte Pakete gelangen über eine Weiche zum Sorter, während nicht vereinzelte Sendungen zum Automatic Parcel Singulator zurückgeführt werden.

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BEUMER Group completes T2 Baggage Handling System at Aeroporto Internacional Tom Jobim (RIOgaleão), Brazil
Aarhus, 16. August 2016

BEUMER Latinoamericana Equipamentos Ltda., - part of BEUMER Group, a leading global supplier of automated baggage handling systems - announces the completion of the contract to refurbish the Baggage Handling System (BHS) at Terminal 2 (T2) of Aeroporto Internacional Tom Jobim (RIOgaleão), Brazil, meeting the deadline for the BHS to be fully operational for the Olympic Games 2016.

The upgrade is part of the investment to improve the overall services at the Aeroporto Internacional Tom Jobim (RIOgaleão). In a joint effort between the airport and its partners, including BEUMER Group and BNP, these improvements were designed to ensure high levels of passenger satisfaction for the international athletes, delegates and visitors using the airport during and after the Olympic Games.

The team created a custom layout designed to enable the airport to meet the peak demand throughout the Olympics as well as future growth forecasts. To achieve the new layout, BEUMER refurbished the existing baggage handling system and re-integrated part of this existing system with state-of-the-art equipment to enable higher capacity and efficiency.

With the deadline for the BHS to be fully operational for the Olympics 2016, BEUMER scheduled the refurbishment to be completed to an extremely tight timescale of less than seven months.The scheduling of the project also took into account that there should be no disruption to the normal operation of the airport throughout the integration process. This challenging deadline was achieved due to the meticulous planning, experience and commitment of the BEUMER project management team working in close cooperation with the airport.

The new BHS will handle baggage for departures and arrivals as well as for transfers. For departures, the airport now has seven baggage lines and make-up carousels, which include the addition of two new lines and carousels; the ten existing arrival baggage reclaim carousels have been relocated and augmented by two new carousels and a new recheck-in line and transfer carousel.

BEUMER was also responsible for the complete integration of new SCADA automation and supervisory software. This will help to ensure uninterrupted operation and reliability across the entire baggage handling system in the airport's new Terminal 2 and South Pier. Following the integration of the BHS, BEUMER personnel will remain resident on-site at Terminal 2 until the end of 2016 to provide a full range of services under an operation and maintenance contract awarded to BEUMER by the airport.

The completion of the BHS, and the inauguration of the South Pier in May 2016, marked the end of a major stage in the overall investment plan for Aeroporto Internacional Tom Jobim (RIOgaleão). The airport has already started to welcome the 1.5 million visitors and competitors who are expected to attend the Olympic Games 2016 in Brazil.

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BEUMER informiert auf der Khimia 2016 über Palettier- und Verpackungslösungen für die chemische Industrie: Erfolg auf der ganzen Linie
Beckum, 11. August 2016

Auf der Khimia (19. bis 22. September, Moskau), der internationalen Fachmesse für Chemieindustrie und -wissenschaft, informiert die BEUMER Group über komplette Verpackungslinien. Um dabei die komplexen Anforderungen von Herstellern in der Chemiebranche zu erfüllen, liefert der Intralogistik-Anbieter hocheffiziente Abfüll-, Palettier- und Verpackungsanlagen. Dazu kommt ein umfangreicher Kundenservice.

Realisiert die BEUMER Group in der chemischen Industrie eine Verpackungslinie, könnte diese so aussehen: Das Schüttgut gelangt vom Silo über eine Förderstrecke zur Form-Fill-Seal-Anlage BEUMER fillpac FFS. Diese Abfüllmaschine ist mit einer integrierten hochpräzisen Wägeeinrichtung ausgerüstet. Damit stellt sie die reproduzierbare Gewichtsgenauigkeit der Säcke stets sicher. Anschließend stapeln Hochleistungslagenpalettierer aus der Produktserie BEUMER paletpac die Säcke schnell und positionsgenau auf Paletten. Sie lassen sich je nach Produktanforderung mit einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung ausstatten, die die gefüllten Säcke in die geforderte Position bringt. Auch mit Granulat gefüllte Säcke lassen sich schonend und formstabil palettieren. Anspruchsvoll zu handhaben sind Säcke mit PE-Granulaten, die ein besonderes Fließverhalten aufweisen, oder Säcke, die hohen Temperaturen und erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. In diesen Fällen setzt BEUMER belüftete und speziell beschichtete Ablegetische ein. Die Belüftung erzeugt ein Luftpolster zwischen Sack und Ablegetisch. Dadurch bleiben die Säcke nicht am Untergrund haften und können formstabil palettiert werden.

Um die Ladung zu sichern, setzen die Kunden auf die Hochleistungsverpackungsanlagen der Serie BEUMER stretch hood. Denn gerade in der chemischen Industrie ist die rationelle Verpackung palettierter Waren für viele Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Um eine hohe Transportsicherung und Ladungsstabilität sicherzustellen, passt sich die Stretchfolie an jedes Produkt an, das auf einer Palette gestapelt ist. Die Folie ist beim Verpackungsvorgang sehr dehnbar und hält die Waren über ihre Rückstellkräfte fest zusammen. Da im Gegensatz zur Schrumpffolienverpackung keine Hitze eingesetzt wird, kann die Folie beim Verpackungsprozess nicht mit dem Produkt verkleben. Zudem reduziert das die Brandgefahr deutlich, erhöht die Betriebssicherheit und verringert somit Versicherungsprämien. Durch die hohe Transparenz der Folie ist eine klare Sicht auf die verpackte Ware möglich. Auch Barcodes auf dem Produkt werden einwandfrei gelesen. Mit einer Auflegefolie auf der Palette schützt diese Verpackungslösung die gestapelte Ware außerdem gegen äußere Einflüsse von sechs Seiten. Dies ermöglicht eine saubere und trockene Außenlagerung der Produkte: Sie sind sicher vor Witterungseinflüssen, Feuchtigkeit, Insekten und UV-Strahlen geschützt.

Zudem stellt die BEUMER Group auf der Messe ihr Warehouse-Management-System (WMS) vor. Dieses erfüllt sämtliche wichtigen Anforderungen der Chemieindustrie wie Lagerung sensibler Stoffe, Chargenverfolgung oder raumsparendes und kosteneffizientes Lagermanagement.

Die Besucher erfahren auch alles über den umfassenden BEUMER Customer Support mit Schwerpunkt Residential Service. Unternehmen können damit die Verantwortung für Maschinenverfügbarkeit, Leistung und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen an BEUMER Mitarbeiter abgeben. Diese sorgen vor Ort für einen reibungslosen Betrieb.

Die Kunden erhalten damit die Komplettlösung aus einer Hand und haben nur einen - zuverlässigen und kompetenten - Ansprechpartner für die komplette Aufgabenstellung.

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Ein (Liefer-)Versprechen darf man nicht brechen
Beckum, 04. August 2016

Deutscher Logistik-Kongress 2016: BEUMER informiert über Intralogistiklösungen, die hohe Anforderungen des Online-Handels erfüllen:

Auf dem 33. Deutschen Logistik-Kongress (19. bis 21. Oktober, Berlin) informiert die BEUMER Group über ihre hohe Kompetenz bei Sortier- und Verteilsystemen. Damit unterstützt sie Versandhändler und -dienstleister in Zeiten eines stetig wachsenden Online-Handels. Denn das Lieferversprechen des Anbieters nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Kunden erwarten ihre bestellte Ware pünktlich, in der richtigen Ausprägung und Qualität und am gewünschten Ort. Für eine hohe Zuverlässigkeit ist eine effiziente Intralogistik erforderlich – von der Lagerhaltung über die Sortierung bis zum Transport.

Die Anforderungen an die Materialflusstechnik nehmen bei den Versandhändlern und -dienstleistern zu. Die eingesetzten Anlagen und Systeme müssen immer flexiblere Aufgaben erledigen können oder sich an veränderte örtliche Gegebenheiten anpassen lassen. Höchst effiziente Prozesse sind somit erforderlich, um eine schnelle Auslieferung der Pakete an den Kunden zu ermöglichen. Immer bedeutsamer wird zum Beispiel auch das Thema Tracking and Tracing – also die Verfolgung und Rückverfolgung von Sendungen. Damit lässt sich der Weg der Sendung protokollieren, und der Kunde weiß immer, wo sich sein Paket befindet oder wann es voraussichtlich bei ihm eintrifft.

Um eine schnelle, sichere und fehlerfreie Sortierung, Verteilung und Kontrolle von höchst unterschiedlichen Waren wie Paketen, Tütenware und Sperrgut in hohen Stückzahlen zu ermöglichen, steht die BEUMER Group als Systemintegrator ihren Kunden von der Planung bis zur Inbetriebnahme zur Verfügung. Zur Produktbasis gehören modulare Hochleistungssortieranlagen. Dieses stattet BEUMER zum Beispiel mit Modulen für Kommissionierarbeitsplätze aus. Häufig wird zusätzliche Sensorik installiert, mit der eventuelle Fehler erkannt und korrigiert werden können, um die Sortiergenauigkeit weiter zu erhöhen. Mit den Lösungen können Anwender sich einen Wettbewerbsvorsprung sichern und sind auf zukünftiges Wachstum im eigenen Versandhandel entsprechend vorbereitet. BEUMER hat schon zahlreiche Projekte gemeinsam mit Partnern aus der Intralogistik realisiert.

Semiautomatische Entladevorrichtung

Um die Leistung in bestehenden Logistikzentren zu erhöhen, bietet sich eine maschinenunterstützte Pulkentladung von Wechselbrücken statt einer manuellen Entladung an. Dadurch ist ein deutlich höherer Tor-Durchsatz möglich. BEUMER hat dazu die erste Generation einer semiautomatisch arbeitenden Maschine, den BEUMER Parcel Picker, auf den Markt gebracht und informiert darüber die Fachbesucher. Die Entladevorrichtung entlastet Mitarbeiter von körperlich schwerer Arbeit und erhöht gleichzeitig die Produktivität. Das Personal in Post- und KEP-Unternehmen kann damit unterschiedlich große und schwere Pakete, Päckchen und Versandeinheiten mit hoher Leistung aus Wechselbrücken und Trailern entladen. Bei einem durchschnittlichen Paketspektrum und einem an der Anlage geübten Bediener sind Durchsätze von mehr als 2.500 Packstücken pro Stunde möglich.

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Hohe Qualität für eine hohe Leistung
Beckum, 20. Juli 2016

BEUMER liefert 13 Becherwerke und sechs Klinkerförderer an türkischen Zementhersteller:

Der Generalunternehmer Bilim Makina hat die BEUMER Group beauftragt, für das Zementwerk in Elazig im Osten der Türkei 13 Becherwerke für den Zement-, Klinker- und  Rohmehltransport,  sechs Stahlzellenförderer und 13 Siloausläufe für den Klinkertransport zu liefern und zu installieren. Das Werk, das quasi auf der „grünen Wiese“ entsteht, soll eine Kapazität von 5.000 Tagestonnen erreichen. Betreiber ist die Sycs Insaat Cimento Madencilik.

Im Lieferumfang enthalten sind zwei Hochleistungs-Gurtbecherwerke mit Achsabständen von jeweils 133 Metern. Zum Einsatz kommen diese, um den Vorwärmeturm mit Rohmehl zu beschicken. Die Größe dieser Anlagen ermöglicht eine Förderleistung von 500 Tonnen in der Stunde. Dafür sorgen hochwertige BEUMER Stahlseilgurte mit einer besonders hohen Festigkeitsklasse.

Die Lieferung der umfangreichen Technik ist abgeschlossen. Die BEUMER Mitarbeiter kümmern sich nun um die Montage. Verantwortlich für das Projekt bei BEUMER ist das Center of Competence (CoC) für den Geschäftsbereich Zement. Das CoC ermöglicht dem Komplettanbieter, überall auf der Welt auf gleichbleibend hohem Qualitätsniveau die passenden Anlagen und Systeme zu liefern. „Der Betreiber erhält zudem einen globalen Support und hat mit uns einen kompetenten Ansprechpartner“, sagt Andre Tissen, Director Business Unit Cement bei der BEUMER Group.

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BEUMER Group wins contract for the sortation system in Freightways’ new South Island Hub
Aarhus, 11. Juli 2016

BEUMER Group - a leading global supplier of automated parcel and post distribution systems - has been awarded the contract to supply an automated material handling system in Freightways’ new South Island Hub at Christchurch Airport, New Zealand. 

BEUMER Group’s automated sortation system will be based on a state-of-the-art, energy-efficient LS-4000CB cross-belt sorter with the capacity to handle up to 15,000 items per hour. The system has been specifically designed to enable efficient handling of the high volume of items in a short window, including wine boxes and fresh fish polystyrene containers which are shipped through the Freightways Courier Network.

“The decision to award the contract to BEUMER Group was influenced by the fact that they took the time to understand our business and operations, and transferred that knowledge into a system design that met and exceeded our operational requirements,” explains John Charles, National Operations Manager, New Zealand Couriers, part of Freightways. The Freightways group, which also includes Post Haste, Castle Parcels and Now Couriers, is New Zealand's largest independent courier network.

“In addition to industry-leading energy-efficiency and high-speed sortation the LS-4000CB sorter will provide the flexibility to enable Freightways to increase system capacity to meet future growth forecasts,” says Stephen Clark, Sales Director Logistics Systems BEUMER Group Australia.

The new hub will provide Freightways with direct airside access when it goes live in June 2017.

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„Gefragt sind die Lösungsanbieter, nicht so sehr die Produktlieferanten“
Beckum, 06. Juli 2016

Gregor Baumeister, Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungssysteme

Herr Baumeister, seit Oktober 2015 sind Sie Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungssysteme bei der BEUMER Group in Beckum. In dieser Funktion steuern und koordinieren Sie das globale Kompetenzzentrum in diesem Geschäftsfeld. Was sind Ihre Aufgaben und welche Ziele möchten Sie erreichen?

Gregor Baumeister: Mit der Leitung des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungssysteme habe ich eine überaus spannende und vielfältige Aufgabe übernommen. In dieser Position steuere und verantworte ich über das Kompetenzzentrum sämtliche Aktivitäten des weltweiten Vertriebs. Gemeinsam mit meinem Team bin ich zudem für die Entwicklung und den Ausbau des umfangreichen Lösungsportfolios verantwortlich. Mein Ziel kann ich sehr einfach formulieren: Ich will das weltweite Wachstum dieses Geschäftsfelds stetig vorantreiben. Um das zu erreichen, müssen wir uns regional ausgewogen aufstellen, damit wir unsere Kunden überall auf der Welt optimal betreuen können. Wir setzen auf Industrien mit Potenzial, aber unterschiedlichen Konjunkturzyklen. Und Branchen, in denen wir fest etabliert sind, wie Baustoffe, Chemie oder Konsumgüter, werden wir weiterhin mit intelligenten Lösungen ansprechen.

Können Sie die Vorgehensweise des Kompetenzzentrums näher erklären? Und wie profitieren ihre Kunden weltweit davon?

Gregor Baumeister: In unseren Zielbranchen integrieren wir Verpackungs- und Intralogistik-Lösungen für branchenspezifische Anwendungen. Ein gutes Beispiel sind ganzheitliche Verpackungslinien für die chemische Industrie. Das Schüttgut gelangt vom Silo über eine Förderstrecke zu unserer innovativen Form-Fill-Seal-Anlage (FFS-Anlage). Die Absackmaschine ist mit einer integrierten hochpräzisen Wägetechnik ausgerüstet. Damit stellt sie die reproduzierbare Gewichtsgenauigkeit der Säcke sicher. Anschließend stapeln unsere zuverlässigen Hochleistungslagenpalettierer aus der Produktserie BEUMER paletpac die Säcke effizient auf Paletten. Um die Ladung zu sichern, setzen unsere Kunden auf die innovativen Hochleistungsverpackungsanlagen der Serie BEUMER stretch hood. Alle Maschinen dieser Linie nutzen das gleiche Human Machine Interface (HMI). Dies erleichtert dem Anwender die Bedienung und verkürzt seine Einarbeitungszeit deutlich. Am Ende dieser Verpackungslinie geht es aber noch weiter: Mit unseren Systemlösungen sorgen wir dafür, dass die palettierte und verpackte Ware weitergeleitet wird zur Einlagerung in einem angeschlossenen Lager – oder direkt weiter zum Versand. Dabei stellen wir mit unseren Systemen eine durchgängige Material- und Datenverfolgung sicher.

Die entsprechenden Lösungen und Kompetenzen, um diesen Materialfluss zu realisieren, haben wir in unserem Intralogistik-Team gebündelt. Der Kunde erhält damit komplette Lösungen aus einer Hand. Das Team entwickelt auch Sonderlösungen für sehr anspruchsvolle Aufgabenstellungen. Wir haben zum Beispiel eine hoch redundante Applikation für die Kautschukindustrie installiert, die einen effizienten Materialfluss ermöglicht, sowie komplexe Verpackungssysteme, die bei holzverarbeitenden Unternehmen weltweit im Einsatz sind.

Welche Erfahrungen bringen Sie in Ihre neue Tätigkeit mit ein?

Gregor Baumeister: Ich konnte in meinem Berufsleben umfangreiche Erfahrungen in der Intralogistik sammeln, die ich in meiner jetzigen Position bei BEUMER hervorragend nutzen werde. Dazu gehörten zum Beispiel mehrjährige Aufenthalte im Ausland. Das prägte mein multikulturelles Verständnis. Für namhafte Anbieter von Verpackungslinien und Intralogistiksystemen hatte ich unter anderem verantwortliche Tätigkeiten in Technik und Vertrieb übernommen. Zuletzt hatte ich eine internationale Vertriebsleitungsposition bei einem Anbieter und Hersteller von Logistiksystemen, Logistiksoftware, Arbeitsplatzeinrichtungen und Lagertechnik. An meiner neuen Aufgabe bei BEUMER reizt mich insbesondere die ganzheitliche Aufgabenstellung, die mit der Führung dieses Geschäftsfelds verbunden ist.

Wie haben sich die Anforderungen an die Intralogistik und insbesondere in der Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik im Lauf der vergangenen Jahre verändert?

Gregor Baumeister: Ich sehe auch in diesem Geschäftsfeld einen klaren Trend zu integrierten Systemen. Außerdem wünschen sich die Kunden die Komplettlösung aus einer Hand und damit nur einen – zuverlässigen und kompetenten – Ansprechpartner für die komplette Aufgabenstellung. Gefragt sind immer weniger Produktlieferanten als vielmehr Lösungsanbieter. Das heißt jedoch nicht, dass wir keine Einzelmaschinen mehr verkaufen. Wir stellen nur insbesondere bei sehr großen Unternehmen wie Baustoff- oder Chemiekonzernen fest, dass sie die Verantwortung bündeln und nur noch einen Ansprechpartner für ihre gesamte Linie wollen.

Gefordert ist ein kontrolliertes, fehlerfreies und vor allem sachgerechtes Handling der Produkte. Inwieweit hat sich damit der Stellenwert der Steuerungstechnik in der Intralogistik gewandelt?

Gregor Baumeister: Sie schneiden ein sehr umfangreiches Thema an. Die Steuerungstechnik ist ein zentraler Bestandteil eines jeden mechatronischen Systems. Und gerade im Umfeld von Industrie 4.0 wird der schon seit Jahren bestehende Trend zusammengefasst, Material- und Datenflüsse zu parallelisieren. Wir sehen darin eine Evolution, der wir sehr aufgeschlossen und positiv gegenüber stehen. Denn die Vorteile, die der Anwender von sich selbst optimierenden und steuernden Systemen hat, liegen auf der Hand. Sie erkennen zum Beispiel selbstständig Blockaden im Materialfluss und wählen alternative Routen. Oder: Die Werkstücke tragen alle wichtigen Informationen in Form von Parametern über den Ablauf der Produktion in sich. Sie wissen, wer sie sind und können sich über die  RFID-Technologie mit der Anlage 'unterhalten'.

Wie realisieren Sie bei den Anwendern sicher gesteuerte und geregelte Materialflüsse?

Gregor Baumeister: Das hängt immer davon ab, wie komplex die Aufgabenstellung ist. Manche Anwendungen lassen sich allein auf SPS-Ebene umsetzen. Andere wiederum erfordern übergeordnete Materialflussrechner oder Warehouse-Control-Systeme. Jedes System, das wir planen und installieren, basiert zwar auf Standardmodulen, doch die Lösung ist ganz spezifisch auf den Kunden abgestimmt. Denn keine Kundenanforderung gleicht eins zu eins der anderen.

BEUMER hat sich vom Maschinenbauer zum Systemintegrator und zum Softwareanbieter weiterentwickelt. Wie profitieren Ihre Kunden davon?

Gregor Baumeister: Das eine ist untrennbar mit dem anderen verbunden – und Unternehmen wollen ja auch nur noch einen Ansprechpartner haben. Wer also Systeme integriert, muss auch die zugehörige Software anbieten. Liefern wir für einen Kunden eine komplette Verpackungslinie mit angeschlossenem Blocklager, erhält er von uns ein voll funktionsfähiges System mit allen mechanischen und elektrischen Komponenten sowie dem dazu passenden Software-Programm. Den Schlüssel, um die Performance oder die Energieeffizienz zu steigern, sehen wir häufig in softwarebasierten Strategien. Nehmen Sie zum Beispiel im Auto die Getriebewahltaste „Sport“ und „Eco“. Das Umschalten erfolgt nicht mechanisch, sondern übernimmt die Software. Und genauso verhält es sich mit den verschiedenen Betriebszuständen in intralogistischen Systemen.

Worum handelt es sich bei diesen Intralogistik-Systemen, und welchen konkreten Nutzen hat der Anwender davon? In welchen Branchen kommen sie zum Einsatz?

Gregor Baumeister: Für die Anwender sind wir Problemlöser, und so wollen wir von der Industrie auch wahrgenommen werden. Das zeigen wir mit diesen Systemen. Wir bringen keine sogenannten „Me too“-Lösungen auf den Markt, sondern äußerst effiziente und spezifische Systeme, die ganz individuelle Herausforderungen meistern. Ich hatte vorhin eine hoch redundante Applikation für die Kautschukindustrie erwähnt. Das ist ein sehr gutes Beispiel. Bei dieser Anwendung müssen die Kautschukballen nach dem Schneiden foliert und in große Behälter verpackt werden. Die spezielle Herausforderung dabei: Sie dürfen auf der Fördertechnik nicht anhalten, sonst würde der Kautschuk fließen, und ein Transport wäre nicht mehr möglich. Wir haben für den Kunden ein System entwickelt, das in allen Betriebszuständen einen kontinuierlichen Materialfluss sicherstellt. Umgesetzt haben wir das mit Komponenten aus unserem bewährten Portfolio. Dabei nutzen wir auch Technologien aus anderen Branchen – zum Beispiel transferieren wir Lösungen aus dem Geschäftsfeld Airport auf die Reifenindustrie. Weil wir branchenübergreifend arbeiten, können wir unseren Kunden ganz unterschiedliche Perspektiven anbieten.

Aus welchen Bestandteilen sind diese Systeme aufgebaut, und lassen sie sich modular erweitern?

Gregor Baumeister: Bei den Bestandteilen handelt es sich im Wesentlichen um Transporttechnologien wie Fördertechnik oder um fahrzeugbasierte Systeme. Dazu kommen beispielsweise verschiedene Handlinglösungen und Manipulatoren wie Roboter, Puffer- und Lagermodule. Weil wir dabei immer auf unseren Systembaukasten zugreifen, sind die Lösungen jederzeit erweiterbar und können mit dem Geschäft des Kunden mitwachsen. Eine gute Planung sieht auch immer verschiedene Wachstumsszenarien vor. Bereits in der Auslegungsphase planen wir deshalb potentielle Erweiterungen ein.

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BEUMER Corporation awarded Design & Build contract for the first US tote-based, Individual Carrier System for baggage handling in San Francisco Airport
Somerset, NJ, 29. Juni 2016

BEUMER Corporation – part of the BEUMER Group, a leading global supplier of automated baggage handling systems – has been chosen to partner with San Francisco International Airport (SFO) and its design-build teams to provide schematic design services for a new common-use individual carrier system (ICS) for baggage handling. As part of the airport’s Terminal 1 (T1) Redevelopment Program, this is the first tote-based baggage handling system to go into operation in a US airport.

The design-build teams will take the airport's Development Plan for the baggage handling system through design and construction. Using an iterative design process, the teams will develop and implement a tote-based system solution which meets the requirements of the airport and all other stakeholders.

Currently, Terminal 1 has multiple baggage systems, each of which is independently operated by a separate carrier, which is a legacy model from when airlines owned, maintained and operated their own baggage systems. Many airports around the globe are now migrating to a common-use model. This allows airlines to share the cost of using a single system, while providing a more efficient operation for the airport, greater flexibility for the airlines and a consolidated security checkpoint for compliance with Transportation Security Administration (TSA) regulations.

This is the first time in the US that a baggage handling system provider has been invited to participate in the programing phase of a baggage handling project. BEUMER Group’s role will be to help to recommend the system components that should be used at each stage of the baggage handling process.

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Die Verpackungsantwort für jede Branche
Beckum, 27. Juni 2016

BEUMER präsentierte auf der CeMAT Hochleistungs-Verpackungsanlagen in ganz unterschiedlichen Anwendungen: 

Ob Waschmittel, Farbeimer oder Fässer auf Paletten – die Hochleistungs-Verpackungsanlage BEUMER stretch hood überzieht die verschiedensten Produkte stets effizient mit einer hochdehnbaren Stretchhaube und erfüllt dabei die branchensspezifischen Anforderungen: Die Ware ist bei der Außenlagerung sicher vor Umwelteinflüssen, wie Sonne, Schmutz und Nässe geschützt. In blickdichter Ausführung schützt sie vor neugierigen Blicken, falls hochwertige Produkte nicht sichtbar sein sollen. Und als Inliner ausgeführt, verhindert die Haube den Kontakt der Ware mit dem Transportbehälter. Außerdem zeigte die BEUMER Group in diesem Zusammenhang noch die Easy Opening Haube als Weltneuheit: Anwender können einfach und schnell die Folie ohne Schneidwerkzeug entfernen. Auf der CeMAT präsentierte BEUMER diese Vielseitigkeit an unterschiedlichen Demo-Paletten.

Mit der BEUMER stretch hood A hat der Intralogistik-Spezialist seine bewährte Verpackungsanlage von Grund auf neu konzipiert. Bei der Entwicklung haben die Spezialisten verschiedene Komponenten analysiert und diese hinsichtlich ihrer Funktion, Anordnung und Ergonomie optimal kombiniert. Dazu gehören eine intuitive Menüführung der Maschinensteuerung über ein Soft-Touch-Panel oder auch ein materialschonender Transport der Folie in die Anlage. Sie verfügt über eine höhere Durchsatzleistung und  weist einen um über 40 Prozent reduzierten Flächenbedarf gegenüber früheren Typen dieser Maschinenserie auf. „Es gab auf dem Markt bisher noch kein Verpackungssystem für Paletten, bei dem der Bediener die Folie nicht mit einem Schneidwerkzeug öffnen musste“, erläutert Gregor Baumeister, der seit Oktober 2015 den Geschäftsbereich Palettier- und Verpackungssysteme bei der BEUMER Group in Beckum leitet. Angestellte in Handelsfilialen oder Logistikzentren haben es ab sofort leichter, wenn sie die Ware aus- oder umpacken. Bei herkömmlichen Öffnungsmethoden können sich die Mitarbeiter mit dem Schneidwerkzeug selbst verletzen oder auch Produkte beschädigen. „Für Unternehmen kann das teuer werden und natürlich steigt die Unfallgefahr“, kennt Baumeister die Branchen. Um hierfür eine Lösung zu bieten, hat BEUMER eine Technologie entwickelt, mit der Folien entlang einer Aufreißlinie gezielt geschwächt werden. Mitarbeiter können mit dem sogenannten ‚Easy Opening‘ die Haube ohne erforderliche Werkzeuge einfach und sehr schnell aufreißen. Daraus resultiert eine deutliche Steigerung der Entpackungsproduktivität.

Verschiedene Anforderungen – eine Maschine

„Auf der CeMAT präsentierten wir aber nicht nur diese Neuheit“, sagt Gregor Baumeister. „Wir wollten vor allem auch zeigen, in welch unterschiedlichen Märkten unsere Anlagen zum Einsatz kommen.“ Denn die BEUMER stretch hood A nutzen Kunden in der Zement-, Bau- und chemischen Industrie, aber zum Beispiel auch im Konsumgütermarkt und der Logistikbranche. Und jede Industrie hat ihre eigenen Anforderungen. Gemeinsam mit dem Vertrieb haben die Entwickler die verschiedenen Kundenwünsche analysiert und Anforderungen an das System ermittelt: „Dazu haben wir Kunden, aber auch Hersteller von Verpackungen und Paletten ins Boot geholt“, erklärt Baumeister. Das Ergebnis ist eine Verpackungsanlage mit sehr attraktivem Preis-Leistungsverhältnis, hoher Durchsatzleistung, geringem Platzbedarf, hoher Flexibilität sowie einem einfachen Bedien- und Wartungskonzept. Auf dem Messestand hatte BEUMER unterschiedliche Demo-Paletten mit ganz verschiedenen Produkten vorbereitet.

Effizienter Einsatz für den Handel

Für den Handel stellt die BEUMER stretch hood A eine effiziente Lösung dar, um Konsumgüter sicher für den Transport oder die Lagerung zu verpacken. „Wir präsentierten zum Beispiel eine gemischt kommissionierte Palette der großen Drogeriemarkt-Kette dm sowie eine Palette, auf der Waschmittel gelagert sind“, sagt Baumeister. Bei Lebensmitteln und Konsumgütern muss die Folienhaube insbesondere den Produktschutz sicherstellen. Immer wichtiger wird zudem der Eingriff-Schutz: Unbefugte können keine Waren von der Palette entnehmen, ohne die Folie dabei zu zerstören.

Um eine hohe Transportsicherung und Ladungsstabilität sicherzustellen, passt sich die Stretchfolie an jedes Produkt an, das auf einer Palette gestapelt ist. Die Folie ist beim Verpackungsvorgang sehr dehnbar und hält die Waren über die Rückstellkräfte in der Folie fest zusammen. Da im Gegensatz zur Schrumpffolienverpackung keine Hitze eingesetzt wird, kann die Folie beim Verpackungsprozess nicht mit dem Produkt verkleben.

Die Palette lässt sich hochregallagerfähig, mit Unterstretch, diversen Fußverstärkungen oder beispielsweise auch mit Banderolen verpacken. Durch die hohe Transparenz der Folie ist eine klare Sicht auf die verpackte Ware möglich. Auch Barcodes auf der Ware werden einwandfrei gelesen. Ebenso kann die Folie selbst als Werbeträger bedruckt und eingefärbt werden. Mit einer Auflegefolie auf der Palette schützt diese Verpackungslösung die gestapelte Ware außerdem gegen äußere Einflüsse von sechs Seiten. Dies ermöglicht eine saubere und trockene Außenlagerung von industriellen Produkten: Die Waren sind sicher vor Witterungseinflüssen, Feuchtigkeit, Insekten und UV-Strahlen geschützt. „Das Stretchhaubenverfahren erreicht zudem einen sehr hohen Ausstoß und verpackt pro Stunde 200 Paletten und mehr“, ergänzt Baumeister.

Stretchhaube im Metallfass?

Auch das ist möglich. Zum Beispiel, wenn der Inhalt nicht mit der Oberfläche der Behälter in Berührung kommen soll. Das ist zum Beispiel bei Schmier- und Klebstoffen, Frostschutzmitteln, Harzen, Bremsenreinigern, aber auch bei Schüttgütern wie Granulaten der Fall. Dann kann die Innenseite des Fasses mit einer Folienhaube ausgekleidet werden. BEUMER hatte dazu ein Metallfass auf einer Palette vorbereitet.

„Wir hatten noch zwei weitere Paletten“, erläutert Baumeister. „Auf der einen verpackten wir Eimer für den Baustoffbedarf, auf der anderen zeigten wir eine Blickdichte Folie. Das wird vor allem bei hochpreisigen Gütern wie zum Beispiel Spirituosen oder bei hochwertigen Konsumgütern wie Rasierklingen zunehmend häufiger gefordert.“

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„Die Intralogistik ist eine der tragenden Säulen der internationalen Wirtschaft"
Beckum, 07. Juni 2016

Herr Dr. Beumer, können Sie etwas zu den Trends sagen, die die Intralogistik aktuell bewegt? 

Dr. Beumer: Die Intralogistik ist eine der tragenden Säulen der internationalen Wirtschaft, sie ist nicht mehr notwendiges Übel, sondern Wettbewerbsvorteil und Wertschöpfungsfaktor von Unternehmen. Zudem ermöglicht sie neue Geschäftsmodelle wie E-Commerce oder die hochgradige Individualisierung von Produkten und Lieferungen. Wir alle schätzen die Bequemlichkeit und die Flexibilität, wenn wir Waren im Internet bestellen. Online-Shops kennen keine Öffnungszeiten, und über Computer, Tablet oder Smartphone können Kunden jederzeit von überall einkaufen. Gefallen ihnen Ihre Einkäufe nicht, schicken Sie diese einfach zurück.

Welche neuen Anforderungen ergeben sich damit für die Intralogistik? 

Dr. Beumer: Die Ansprüche an Liefergenauigkeit und Flexibilität nehmen permanent zu. Same Day Delivery ist insbesondere beim Lebensmittel-Onlinehandel fast schon Standard. Kunden bekommen ihre Bestellung noch am selben Tag geliefert, ob Tiefkühlpizza, Erdbeereis oder Kopfsalat. Damit steigt auch die Atomisierung der Bestellungen. Kein gewerblicher oder privater Besteller macht sich Gedanken, welcher intralogistische Aufwand dahintersteckt, wenn ein Produkt bestellt wird, und das zweite ein paar Minuten später – mit dem Anspruch, das in einer Lieferung zusammenzufassen und bitteschön nur einmal an der Haustür zu klingeln. Mit dieser fortschreitenden Entwicklung der Warenströme im Zuge des E-Commerce und der damit verbundenen Retourenthematik steigt auch der Grad der Vernetzung, Automatisierung und Systemintegration. Das ist für mich übrigens der entscheidende Lösungsansatz. 

Können Sie das näher erläutern? 

Dr. Beumer: Die Lieferketten sind heute durchgängig organisiert und vernetzt – von den Ursprungspunkten der Rohstoffe bis zur Lieferung an die Haustür des Verbrauchers und darüber hinaus bis zur Retoure, zur Entsorgung und zum Recycling. Dabei prägen die Erwartungen der Verbraucher und Wirtschaftspartner die Supply Chains: Für den Verbraucher spielt der Nutzen von Produkten und Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Diese müssen auf seine individuellen Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten sein. Auf der Seite der Industrie hingegen sichert erst eine hohe Produktivität die Wirtschaftlichkeit der Produktionsprozesse. Dafür ist eine zuverlässige und kostengünstige Logistik unerlässlich. Die neue Individualität legt dabei die Messlatte für die Logistik jedoch so hoch, dass sie mit Staplern und Hochregallagern allein nicht mehr effizient erreicht werden kann. Zunehmend bedeutsam werden deshalb die in den Ausgangs- und Verbindungspunkten eingesetzte Technik, die Value added Services – und die Steuerung der Vernetzung durch Software. 

Wie wichtig ist die Flexibilität von Lieferketten? 

Dr. Beumer: Das ist das Entscheidende. Die Globalisierung verändert die Wirtschaft und die Märkte permanent und nachhaltig. Sie werden einerseits immer internationaler, andererseits immer regionaler. Auf der einen Seite lassen sich Kunden aus Europa ihre im Internet konfigurierten Laptops in Texas zusammenbauen oder ihre Sommerklamotten in Vietnam schneidern. Das Zeug wollen sie dann aber auch spätestens 48 Stunden später an der Haustür haben. Auf der anderen Seite legen sie Wert auf Biogemüse aus der Region. Ebenso bedienen sich Unternehmen am Weltmarkt, möchten aber auf ihren spezialisierten Zulieferer aus der Nachbarschaft nicht verzichten. Auf ein solches Beschaffungs-, Produktions- und Absatzverhalten müssen sich große und kleine Unternehmen einstellen. Das bedeutet tiefgreifende Veränderungen in der gesamten Supply Chain und erfordert eine enorme Flexibilität. Beides ist nur mit der richtigen Intralogistik zu erreichen. 

Die CeMAT 2016 hatte das Leitthema "Smart Supply Chain Solutions" gewählt. Welche Aussage steckt da dahinter? 

Dr. Beumer: Das Leitthema war sehr gut gewählt. Es zeigt, wie sich Logistikprozesse künftig automatisiert und vernetzt steuern lassen. Mit der zunehmenden Digitalisierung verändern sich Wertschöpfungsketten grundlegend, und es entstehen vollkommen neue Geschäftsmodelle. Mit dem digitalen Wandel und den damit einhergehend grundlegend veränderten Denkmodellen stehen nicht nur die Unternehmen der Intralogistikbranche vor neuen Aufgaben, sondern auch die Dienstleister. Künftig wird deren Erfolg noch mehr nur von der Leistungsfähigkeit ihrer Logistikzentren abhängen. Intralogistik und Digitalisierung sind untrennbar miteinander verbunden. Industrie 4.0 ist bereits Realität, ebenso das Internet der Dinge, das in manchen Bereichen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Die Potenziale sind enorm, da wir es bei der Digitalisierung der Intralogistik mit hoch skalierbaren Systemen zu tun haben. Intelligente Lösungen gibt es bereits, aber wir haben die Technologie noch lange nicht ausgereizt. Immer mehr Logistikunternehmen und Lagerbetreiber setzen zum Beispiel auf autonom agierende innerbetriebliche Transportsysteme, die ihre Route eigenständig organisieren, oder auf Lager, die Leerstände in Echtzeit erkennen und füllen. 

Unternehmen setzen Fahrerlose Transportsysteme schon seit geraumer Zeit ein. Sehen Sie hier einen Entwicklungstrend? 

Dr. Beumer: Ja, ganz klar. Die Entwicklung geht weg von schweren und starren Lagertechnikgeräten hin zu kleinteiligen, multifunktional einsetzbaren Fahrzeugen. Diese können die Aufgaben des innerbetrieblichen Transports und der Lagerbedienung weitaus flexibler übernehmen. Die Fahrzeuge stimmen sich selbstständig darüber ab, wer welchen Auftrag übernimmt und welche Route fährt. Dies korreliert für mich unmittelbar mit der zunehmenden Bedeutung von kleinen Ladungsträgern und kartonverpackter Ware. Denn genau diese kommen in Folge des E-Commerce und der Atomisierung immer häufiger zum Einsatz. Daneben spielen auch Lean-Konzepte in der Montage eine Rolle. Immer in Kombination mit reduzierten Bestands- und Bestellmengen. Auf uns kommt eine völlig neue Form der Intralogistik zu.

Was ist erforderlich, um die Veränderungen meistern zu können? 

Dr. Beumer: Eine vorausschauende und integrierende Planung der Prozesse sowie sichere und zuverlässige Technik. Diese beinhaltet zum Beispiel immer mehr Prozessoren, Bedienelemente, Software oder Steuerungen. All das muss in ein harmonisches, ergonomisches, leistungsfähiges und bedienbares System integriert werden, mit dem sich dieses gigantische Datenaufkommen effizient steuern lässt. Nur mit IT kann die Komplexität in der Logistik beherrscht werden und nur damit lassen sich künftig sämtliche Warenflüsse intelligent steuern. Gefordert sind smarte Lösungen für die Supply Chain. Es geht um die kontinuierliche Leistungssteigerung der IT und ihrer Komponenten. Diese reicht mittlerweile weit über das Lager und Distributionszentrum hinaus und integriert beispielsweise die Fertigung oder die Versorgung von Montage-Arbeitsplätzen ebenso wie den Verbraucher. Damit steigert sie die Wertschöpfung und Profitabilität aller Beteiligten entlang der gesamten Supply Chain. Das wirkt sich auch auf den Maschinen- und Anlagenbau aus: Bei vielen Anbietern hat die Software bei der Entwicklung neuer Lösungen bereits einen Anteil von 50 Prozent und mehr. 

Was bedeutet das für Sie als Hersteller intralogistischer Anlagen und Systeme? 

Dr. Beumer: Steigerungen bei Leistung und Effizienz sind heute oft nur noch durch leistungsfähigere Software möglich, ohne dass wir zwangsläufig auch die Maschine und Anlage anfassen müssen. Dadurch eröffnet sich auch für uns ein spannendes Geschäftsfeld – mit großem Nutzen für unsere Kunden. Wir haben uns vom Komponentenlieferanten zum Systemintegrator entwickelt. Unsere Anlagen statten wir von Beginn an mit intelligenter Software und Steuerungen aus. Anwender bekommen einen klaren Mehrwert: Ihre Abläufe sind flexibler, auch bei Losgröße 1 arbeiten sie effizient, sie können ihre Prozesse auf umfassender Datenbasis gesamtheitlich optimieren und erreichen durch die höhere Transparenz deutliche Einsparungen. 

Was haben die Besucher auf der CeMAT erwartet? 

Dr. Beumer: Die CeMAT zeigte Lösungen für all diese Trends auf und schaffte Potenziale. Der extrem wichtige Ausstellungs-Schwerpunkt Logistics-IT stellte die Schnittstelle zwischen allen Bereichen der Logistik dar. Software steht über allen Einheiten und vernetzt sie. Für IT-Experten war die CeMAT damit ebenso ein Muss wie für Logistiker, Produktionsleiter und Geschäftsführer weltweit. Sie konnten sich einen Komplettüberblick über den Markt verschaffen und die Bausteine der Fertigungs- und Logistik-Fabriken von morgen entdecken.

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Global ein schlagkräftiger Partner
Beckum, 02. Juni 2016

Conveying & Loading Systems: BEUMER entwickelt und realisiert weltweit komplexe Systemlösungen für die Schüttgutindustrie

Mit dem neugeschaffenen Bereich Conveying & Loading Systems (CL Systems) entwickelt und realisiert die BEUMER Group weltweit komplexe Systemlösungen für unterschiedliche Branchen wie Bergbau oder die Zementindustrie. Das Team besteht aus kompetenten Mitarbeitern der weltweit verteilten Niederlassungen, die projektbezogen zusammenarbeiten. Was sie alle eint: Sie verstehen den Anwender und können so maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Dies zeigen drei eindrucksvolle Referenzen.

„Mit unserer umfassenden Systemlösungskompetenz beraten wir unsere Kunden und liefern ihnen komplette Anlagensysteme“, verspricht Dr. Andreas Echelmeyer, der seit August 2015 die Abteilung Conveying and Loading Systems bei der BEUMER Group am Hauptstandort in Beckum leitet. „Dabei stellt jede Branche ihre ganz eigenen Anforderungen.“ Das wichtigste sei es, dem Kunden genau zuzuhören und dabei die richtigen Fragen zu stellen. Und das gehe nur vor Ort. Deswegen sind auch die Mitarbeiter in den weltweit aufgestellten Gruppengesellschaften mit den Kunden in engem Kontakt. Sie kennen sich mit den landesspezifischen Gepflogenheiten aus, beherrschen die Sprache und wissen um die jeweiligen Markt- und Kundenanforderungen. Sie erkennen entsprechende Potenziale und eventuellen Handlungsbedarf. Zu den Anwendern, bei denen BEUMER erfolgreich eine Förderanlage in Betrieb genommen hat, gehört die TPI Polene Public Company Ltd. Der drittgrößte Zementhersteller in Thailand transportiert mit dieser komplexen Systemlösung gebrochenen Kalkstein vom Steinbruch zum Mischbett. 

Schwierige Umgebung sicher gemeistert

„Die Herausforderung bestand in der Beschaffenheit des Geländes zwischen Steinbruch und Zementwerk“, weiß Dr. Echelmeyer. Denn dieses ist ausgesprochen anspruchsvoll. „Wir mussten nicht nur zahlreiche Hindernisse, sondern auch eine steil abwärts führende Förderstrecke berücksichtigen.“ Das Team plante ein komplexes, aber vor allem wirtschaftliches Gesamtsystem aus insgesamt acht Gurtförderern mit einer Streckenlänge von 6.129 Metern. Zudem lieferte BEUMER eine PLC-Anlagensteuerung, Übergabe- und Filtersysteme sowie Fremdkörperabscheider. 

Ausgelegt ist das System für eine Förderleistung von 2.200 Tonnen in der Stunde. Das Kernstück des Kalksteintransports besteht aus zwei hangabwärts führenden, generatorisch betrieben Gurtförderern gefolgt von einem Muldengurtförderer mit Horizontalkurven. Das Material gelangt vom Brecheraustragsband zu den ersten beiden Muldengurtförderen. Anschließend wird das Fördergut über ein Beschleunigungsband mit der Geschwindigkeit von 2,6 Metern in der Sekunde auf den langen Overland-Conveyor übergegeben, der eine Geschwindigkeit von 4,5 Metern in der Sekunde erreicht. Drei weiterführende Förderer transportieren das Material schließlich zum Mischbett.

Wirtschaftlicher Betrieb garantiert

Ein besonderes Merkmal der hangabwärts führenden Förderer ist ihre Energieerzeugung von insgesamt 640 Kilowatt in der Stunde. Diese wird ins Stromnetz eingespeist.  Die Förderer tragen damit maßgeblich zu einem wirtschaftlichen Betrieb des Gesamtsystems bei. „Wir haben sehr viel Erfahrungen mit kurvengängigen, generatorisch betriebenen Systemen“, erläutert Dr. Echelmeyer. Wichtig ist hierbei ein gezieltes und sicheres Stillsetzen der Großbandanlage, um auch bei unvermeidbaren Ereignissen wie einem Stromausfall Probleme auszuschließen. 

Um den Abzug aus dem Mischbett zu bedienen und die Mühlenvorbunker der Rohmühlen mit dem Material zu beschicken, lieferte BEUMER weitere vier Bandanlagen mit einer Gesamtlänge von 989 Metern. Alle Förderer konnten in nur elf Monaten gebaut und montiert werden. Nach der Inbetriebnahme-Phase von drei Monaten folgten noch Leistungstests. Anschließend übergab das Team dem Kunden die Gesamtanlage. „Um einen dauerhaft einwandfreien Betrieb sicherzustellen, haben wir die Montage und die Inbetriebnahme betreut und überwacht“, betont Dr. Echelmeyer. „Dies ist stets Bestandteil unserer Leistung.“ Zum Standardlieferumfang gehört zudem eine intensive Schulung des Bedien- und Wartungspersonals. 

Komplex und kuvengängig

Auch der vietnamesische Zementhersteller Cong Thanh setzt auf die Systemlösungskompetenz der BEUMER Group, um gebrochenen Kalkstein vom Steinbruch zum Mischbett zu transportieren. In einem gemeinsamen Workshop mit dem Kunden hat das CL-Team die verschiedenen technischen Möglichkeiten intensiv diskutiert. Dabei erarbeiteten die Mitarbeiter auf Basis des zur Verfügung stehenden schmalen Geländes verschiedene Routenverläufe und verglichen diese. „Wir haben dafür entsprechende Software, mit der wir Satelliten- und Luftbilder  mit Topografiedaten abgleichen können“, erklärt Dr. Echelmeyer. Eine besondere Herausforderung stellte eine teilweise steil abfallende Förderstrecke mit zahlreichen Geländehindernissen und sieben Straßenüberquerungen dar. 

Zum Einsatz kommt nun ein Gesamtsystem aus vier Förderern mit einer Gesamtlänge von 3,5 Kilometern. Dazu lieferte BEUMER noch eine PLC-Anlagensteuerung. Hauptbestandteil ist ein Overland-Conveyor mit drei Horizontalkurven und einer Gesamtantriebsleistung von 600 Kilowatt. Ausgelegt ist er für eine kontinuierliche Förderleistung von 2.200 Tonnen in der Stunde. 

Lkw transportieren das Haufwerk von der Abbruchfront des Steinbruchs zum Brecher. Abzugsförderer übergeben den auf weniger als 100 Millimeter vorgebrochenen Kalkstein auf ein Beschleunigungsband, das den langen Gurtförderer beschickt. 

Der abwärtsfördernde Muldengurtförderer hat eine Breite von einem Meter, einen Achsabstand von 3.200 Metern und fällt 70 Meter ab. Er ist mit zwei Heckantrieben und einem Kopfantrieb mit jeweils 200 Kilowatt ausgestattet. Seine Fördergeschwindigkeit beträgt 4,5 Meter in der Sekunde. Ein besonderes Merkmal sind die geringen Betriebsausgaben. Denn durch die hangabwärts führende Strecke lässt sich der Förderer bei voller Beladung nahezu energieneutral betreiben. Sein Verbrauch beträgt bei kontinuierlichem Betrieb weniger als 200 Kilowatt. Je Tonne Fördergut werden damit keine 0,1 Kilowatt pro Tonne benötigt. „Dies trägt gemeinsam mit den geringen Wartungs- und Instandhaltungskosten maßgeblich zum wirtschaftlichen Betrieb bei“, sagt Dr. Echelmeyer. Nach der Montage und der Inbetriebnahme hat sein Team die Anlage einem Leistungstest unterzogen und in allen Punkten erfolgreich abgenommen. 

Mitten durch den Regenwald

Die Abteilung CL-Systems der BEUMER Group ist auch in Indonesien sehr erfolgreich. Der Anlagenbauer Sinoma International Engineering Co., Ltd. erhielt vom indonesischen Endkunden Cemindo Gemilang den Auftrag, auf Java ein schlüsselfertiges Zementwerk zu liefern. Dieses sollte bei der Klinkerproduktion eine Durchsatzleistung von 10.000 tato erreichen. Sinoma beauftragte in diesem Zusammenhang BEUMER mit der Planung und Lieferung eines Überlandförderers zwischen Steinbruch und Zementwerk. 

Bei diesem Projekt stellte nicht nur die anspruchsvolle, topographische Routenführung eine Herausforderung dar, sondern auch der immergrüne Regenwald. Gemeinsame Gespräche zwischen dem BEUMER Team, Sinoma und dem Endkunden fanden statt. Das Team erarbeitete verschiedene Routenverläufe und stellte diese gegenüber. „Insbesondere der sehr enge Landkorridor erforderte neben dem tropischen Klima eine komplexe, anspruchsvolle Planung“, erläutert Dr. Echelmeyer. Seine Mitarbeiter konzipierten unter anderem eine Lösung mit engen Horizontalkurven, die sich optimal in die Landschaft einschmiegt. 

Das Gesamtsystem umfasst nun insgesamt sechs Förderanlagen mit einer Gesamtlänge von 7,6 Kilometern. BEUMER lieferte zudem Abzugs- und Beschleunigungsförderer sowie eine PLC-Anlagensteuerung. 

Geregelte Beladung sichergestellt

Ausgelegt ist dieses für einen kontinuierlichen Massenstrom von maximal 3.000 Tonnen in der Stunde. Hauptbestandteil ist ein 7,4 Kilometer langer Überlandförderer. Diesem Muldengurtförderer ist ein Zwischenbunker mit einem Fassungsvermögen von etwa 120 Tonnen vorgeschaltet. Über einen drehzahlgeregelten Abzugsförderer gelangt das Material aus diesem Bunker auf ein nachgeschaltetes Beschleunigungsband, das den Überlandförderer beschickt. Diese geregelte Beladung stellt insbesondere während der Anfahrphase einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage sicher. Die Dimensionierung der Antriebskomponenten und des Gurtes wird hierdurch ebenfalls günstig beeinflusst und reduziert die Betriebskosten. 

„Das Beschleunigungsband mit einer Geschwindigkeit von vier Metern in der Sekunde schützt den Gurt des Überlandförderes und erhöht dadurch seine Lebensdauer",  sagt Dr. Echelmeyer. Zum weiteren Schutz sind Abscheideaggregate für Eisen- und Nichteisenmetalle vorgeschaltet. Kurze Muldengurtförderer transportieren den Kalkstein anschließend zum Mischbett. 

Der Muldengurtförderer hat eine Breite von 1.200 Millimeter und einem Achsabstand von 7.381 Metern. Installiert sind ein Heckantrieb und zwei Kopfantriebe mit jeweils 545 Kilowatt. Die Anlage fördert mit einer Geschwindigkeit von fünf Metern in der Sekunde und überwindet eine Höhendifferenz von minus188 Metern. 

Mensch und Tier geschützt

Das Fördersystem führt auch an Dörfern vorbei und läuft über weite Strecken durch schützenswerte Regenwälder. Um die Geräuschbelastung für Mensch und Tier zu senken, hat das CL-Systems-Team zahlreiche konstruktive Maßnahmen getroffen. „Wir haben zum Beispiel geräuscharme Tragrollen sowie entsprechend dimensionierte Schutzhauben an den Antriebsstationen eingesetzt“, erklärt Dr. Echelmeyer. Somit durchquert der Kalkstein den Regenwald quasi im Flüsterbetrieb. Die Bauzeit betrug nur etwa ein Jahr.

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BEUMER Group UK offers virtual-reality tour of the latest baggage handling technology at The British-Irish Airports Expo 2016
Aarhus, 24. Mai 2016

BEUMER Group UK invites delegates at British-Irish Airports Expo to experience a virtual-reality tour of an advanced CrisBag® tote-based baggage handling system. In addition, delegates will be invited to participate in a hands-on demonstration of a Video Coding System to optimise the baggage handling process for no-read labels on transfer baggage. Delegates will also be able to meet the experts behind BEUMER Group’s recent Whitepaper on IATA Resolution 753.

“Future baggage handling systems must be capable of transporting and sorting an extremely wide portfolio of baggage products and must also feature increased security to meet the key requirement to 'track & trace' all baggage items handled within the system,” states Peter Gilks, Managing Director, BEUMER Group UK's Airports Division. “The new IATA Resolution 753 requires all IATA airports to work with their partner airlines and ground handling companies in assessing possible upgrades in order to comply with this new regulation. As the BEUMER Group Whitepaper explains, if an upgrade is required, this can also be seen as an opportunity for all stakeholders to drive down costs by accessing the new levels of efficiency offered by modern baggage handling equipment and controls.”

The virtual-reality tour of a CrisBag® tote-based baggage handling system will show why many airports consider this the system of the future. By use of the latest Oculus Rift technology viewers, BEUMER Group has created a virtual reality experience of being "inside the system" to experience first-hand the power of a high-speed baggage handling system.

Delegates will also have the opportunity to discuss their own airport’s strategy for compliance to IATA Resolution 753 and explore how compliance can be used as part of a cost-down process.

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