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Wer hat die Erfolgsformel?
Beckum, 05. Dezember 2018

BEUMER Group im neuen Index der deutschen Weltmarktführer:

Was kennzeichnet eigentlich einen Weltmarktführer? Aus Sicht der Hochschule St. Gallen und der Akademie Deutscher Weltmarktführer handelt es sich um weltweit aktive und erfolgreiche Unternehmen mit zumeist führender Technologie und familiärer Führung. Und dazu gehört die BEUMER Group. Das mittelständische Unternehmen ist international Vorreiter in der Entwicklung und Herstellung intralogistischer Systemlösungen. Damit gehört es in den neuen „Weltmarktführer-Index für Deutschland, Österreich und die Schweiz“ – einer Datenbank mit rund 1.300 Einträgen. Der Index setzt auf einen objektiven und transparenten Auswahlprozess.

Befindet sich der Stammsitz des Unternehmens mindestens zur Hälfte im Raum Deutschland, Österreich und Schweiz? Ist es auf drei oder mehr Kontinenten tätig? Besitzt es eigene Produktions- und/oder Vertriebsgesellschaften? Liegt der Jahresumsatz bei mindestens 50 Millionen Euro und ist das Unternehmen in seinem relevanten Segment Nr. 1 oder zumindest Nr. 2? Dies sind nur einige Kriterien, um in den neuen Weltmarktführerindex aufgenommen zu werden. Entstanden ist dieser unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Müller von der Universität St.Gallen in Kooperation mit der Akademie Deutscher Weltmarktführer in Schwäbisch Hall. Mit dabei: die BEUMER Group mit Hauptsitz in Beckum. Der Systemanbieter erfüllt alle diese und noch weitere Kriterien.

Die BEUMER Group hat sich mit zukunftsweisenden Anlagen und Systemlösungen für die Intralogistik in der Förder- und Verladetechnik, Palettier- und Verpackungstechnik sowie mit Sortier- und Verteilsystemen eine sehr gute Position auf dem Weltmarkt erarbeitet. Die BEUMER Anlagen kommen in ganz unterschiedlichen Branchen zum Einsatz – zum Beispiel in der Zement-, Ziegel-, Kalk- und Gipsindustrie, im Agrar- und Bergbau, in den Bereichen Chemie, Pharmazie, Energie, Getränke, Nahrungs- und Genussmittel sowie an Flughäfen und in Logistikzentren.

Um langfristig erfolgreich zu sein und seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, verbessert der Systemanbieter seine Produkte permanent, damit die Kunden ihre Kosten senken und Prozesse optimieren können. Dazu hat der Weltmarktführer seit Jahren ein Innovationsmanagement fest in seine Strategie integriert und so in der Vergangenheit fast 100 Patente angemeldet. „Jedoch ist es im Zeitalter der digitalen Transformation nicht nur wichtig, interne Prozesse zu verbessern, sondern auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, sagt Johannes Stemmer, Director Digital Transformation bei der BEUMER Group. „Deshalb treiben wir mit zwei Ausgründungen in Berlin und in Dortmund den digitalen Wandel konsequent voran.“ Diese entwickeln unter anderem sogenannte Minimum Viable Products, also minimal ausgestattete Prototypen, deren Marktpotenzial bis zur Marktreife geprüft wird. Johannes Stemmer sieht in Deutschland viele Hidden Champions, die es mit ihren Produkten und Systemen zum Weltmarktführer gebracht haben. „Das ist eine sehr gute Ausgangslage, um sich auf deren Basis die erforderliche digitale Kompetenz anzueignen, die es zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit braucht“, sagt er.

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„Wir haben alle Chancen der Welt“
Beckum, 22. November 2018

Interview mit Johannes Stemmer, Director Digital Transformation bei der BEUMER Group

Die digitale Transformation ist unausweichlich. Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mittendrin. Wie kann sich ein mittelständischer Maschinenbauer und weltweit führender Systemanbieter intralogistischer Lösungen diesem Wandel stellen und maximalen Nutzen daraus ziehen? Die Antworten nennt Johannes Stemmer, Director Digital Transformation bei der BEUMER Group.

Herr Stemmer, was verstehen Sie unter digitaler Transformation in Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen?

Stemmer: Zusammengefasst geht es um die Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit. Dazu verbinden wir 80 Jahre Erfahrung, mit der wir zu einem der weltweit führenden Systemanbieter in der Intralogistik geworden sind, mit Innovationen, die getrieben sind von den aktuellen Herausforderungen aus der Digitalisierung.

Was ist wichtig, damit die digitale Transformation gelingt?

Stemmer: Die digitale Transformation hat uns ja nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld fest im Griff. Heute besitzt quasi jeder ein Smartphone, Streaming-Dienste erobern die Welt und digitale Plattformen nehmen gigantische Ausmaße an. Viele Unternehmen, die hier aktiv sind, stehen in keinem Verhältnis zu normalen Firmen. Apple ist seit Anfang August als erstes Unternehmen der Welt mehr als eine Billion US-Dollar wert. Das sind mehr als die 15 größten Dax-Unternehmen zusammen. Mit dem Wandel zum Beispiel durch mobile Endgeräte ändert sich auch das Kaufverhalten der Gesellschaft. Der E-Commerce nimmt immer weiter Fahrt auf, und wir rechnen mit einem zweitstelligen Wachstum pro Jahr. Für die BEUMER Group ist das ein wichtiges Geschäftsfeld. Hier müssen wir neue Technologien schnell und agil adaptieren.

Schutzrechte sind dabei auch ein spannendes Thema, mit dem wir uns intensiv auseinandersetzen müssen. Eine klassische technische Innovation können wir patentieren, das ist bei Software schon deutlich schwieriger und bei Geschäftsmodellen fast unmöglich. Bei allen digitalen Innovationen nehmen Daten eine immer wichtigere Rolle ein. Ihr Wert wird im industriellen Kontext dabei häufig unterschätzt. Dabei ermöglichen Daten und die dadurch erhobenen Effizienzgewinne Vorteile für Kunden und Unternehmen und können in neue Geschäftsmodelle überführt werden. Hier sind uns andere Nationen ein Stück voraus, das gibt uns zu denken.

Wo steht Deutschland aktuell bei diesem Prozess?

Stemmer: Ich glaube, deutsche Unternehmen stehen grundsätzlich sehr viel besser da, als es oft in der Presse kommuniziert wird. Wir haben viele Hidden Champions, die es mit ihren Produkten und Systemen zum Weltmarktführer gebracht haben. Das ist eine sehr gute Ausgangslage, um sich auf deren Basis die erforderliche digitale Kompetenz anzueignen, die es zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit braucht. Ich denke, es ist aus Sicht eines Unternehmens komfortabler, die Technologien der Digitalisierung zu adaptieren, als von der Software-Seite aus den Know-how-Vorsprung im produzierenden Gewerbe wettzumachen. Es geht darum, die Kompetenz über Maschinen und Anlagen inklusive der nötigen Software und Steuerung mit der digitalen Innovation zu ergänzen. Gerade im industriellen B2B-Umfeld haben wir alle Chancen der Welt, ganz vorn mitzumischen.

Der Wortlaut ‚digitale Transformation‘ beinhaltet ja schon, dass es um einen bedeutenden Wandel geht. Wie sieht dieser für die Arbeitswelt und den einzelnen Menschen aus, welche Herausforderungen werden zu meistern sein?

Stemmer: Wir müssen vor allem die Menschen mitnehmen – und das in einer akzeptablen Geschwindigkeit. Bei uns haben wir eine große Bandbreite an verschiedenen Experten im Unternehmen. Einige Kollegen beschäftigen sich tagtäglich mit Innovation und Software, während andere Bereiche davon eher weniger berührt werden. Wichtig ist, die gesamte Belegschaft für dieses Thema zu sensibilisieren. Die digitale Transformation ist unausweichlich und wird unser Unternehmensumfeld verändern. Dabei dürfen wir nicht in Panik verfallen, aber müssen entsprechend schnell und konsequent agieren.

Wie sieht diese Sensibilisierung aus?

Stemmer: Ein plakatives Beispiel sind Streaming-Dienste. Jeder kennt Spotify, Apple Music oder Netflix. Neu ist, dass wir diese in der Theorie als Wettbewerber klassifizieren müssten. Nicht, weil sie klassische Produkte im Bereich der Intralogistik anbieten, sondern weil Streaming-Dienste die Mechanismen am Markt verändert haben. Unsere Sortieranlagen waren unter anderem in der Musikindustrie für die CD-Verteilung oder -Sortierung im Einsatz. Binnen weniger Monate wurde der gesamte Markt ausgehebelt, weil durch das Streamen kaum noch jemand im Plattenladen gekauft hat. Mit diesen Geschäftsmodellen haben diese Dienste dazu beigetragen, einen Marktbereich, in dem wir aktiv sind, innerhalb kürzester Zeit zu disruptieren. Das kann uns auch in vielen anderen Branchen so gehen.

Wie reagieren die Mitarbeiter darauf?

Stemmer: Sie sehen, dass hier gerade sehr viel passiert. Sie sehen aber auch die Chancen, die sich uns bieten, wenn wir schnell und effizient darauf reagieren. Wir dürfen uns nur nicht davor verschließen. Die Kern-DNA der BEUMER Group liegt im Anlagenbau. In der Vergangenheit haben wir uns primär auf physische Produkte und deren Automatisierung konzentriert, wie eine Verpackungsanlage, einen Sorter oder einen Gurtförderer. Damit kennen wir uns aus. Doch im Laufe der vergangenen Jahre gewann das Thema Software immer weiter an Relevanz, sodass wir mittlerweile weit über 200 Softwareentwickler bei uns in der Gruppe haben. Dieser Trend wird sich verstärken.

Wie kann diese Transformation verlaufen, gibt es da mehrere Stufen?

Stemmer: Es wäre naiv zu glauben, dass wir einfach einen Knopf drücken müssen, um diesen Wandel zu vollziehen. Das ist ein Prozess, der sich mehrere Jahre hinziehen wird: Wir müssen das Unternehmen digitaler aufstellen und die Mitarbeiter dafür begeistern. Hierzu stoßen wir viele Pilotprojekte an, die sich auf die konkrete Lösung von Kundenproblemen, auf bessere Prozesse oder auch auf neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung beziehen. Je nach Erfolg der Pilotphase werden die gewonnen Erkenntnisse in unseren Prozessen, Produkten und Dienstleistungen integriert und weiterentwickelt.

Die BEUMER Group will mit zwei Ausgründungen den digitalen Wandel vorantreiben. Wie sehen die Teams aus und wie ihre Tätigkeit?

Stemmer: Wir haben zum einen am Uni-Standort Dortmund die BG.evolution gegründet mit dem Ziel, digitale Innovationen von außen ins Unternehmen zu tragen. Das heißt: Kollegen nehmen sich eines Kundenproblems an und entwickeln sogenannte Minimum Viable Products, also minimal ausgestattete Prototypen, deren Marktpotenzial sie gegebenenfalls bis zur Marktreife prüfen. Wir können damit relativ schnell entscheiden, ob eine neue Technologie im konkreten Fall des Kundenproblems funktioniert oder nicht. Nehmen wir als Beispiel den Einsatz von Datenbrillen: Auf der Baustelle benötigen die Kollegen manchmal die Unterstützung von Mitarbeitern anderer Abteilungen aus dem Stammhaus, beispielsweise bei einem konkreten Fehlerbild oder einem Wartungsvorgang. Hier können wir unsere Service-Techniker oder auch den Kunden selbst durch neue Technologien besser unterstützen. Dazu testen wir Videobrillen. Die Vorteile: Die Hände der Kollegen bleiben auf der Baustelle frei und sie ermöglichen eine Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Ziel der BG.evolution ist es also, neue Technologien in konkreten Anwendungsfällen zusammen mit unseren Kunden zu validieren.

Die zweite Ausgründung ist die Beam GmbH in Berlin. Dabei handelt es sich um einen autark aufgestellten Company-Builder, mit dem wir versuchen, einzigartige Probleme in der Logistik gemeinsam mit Gründerteams zu lösen. Dazu wollen wir drei Start-ups pro Jahr gründen und unter dem Dach der Beam in eine eigene Gesellschaft überführen. Ziel ist es, neue Geschäftsfelder in der Logistik zu erschließen. Ein Beispiel: Am Flughafen endet die BEUMER Logistikkette bei der Gepäckausgabe. Denkbar wäre es, im Rahmen von Vielfliegerprogrammen oder für Businessreisende den Koffer bis ins Hotel bringen zu lassen. Das ist nicht die Kernkompetenz der BEUMER Group, aber ein vielversprechendes Geschäft. Ein junges Unternehmen könnte sich dieser Herausforderung annehmen und selbstständig eine Lösung entwickeln. Unser Ziel ist es, diese dann am Markt erfolgreich zu etablieren. Im Gegensatz zu Dortmund wollen wir in Berlin die Problemstellungen vor Gründern pitchen und sie dafür begeistern. Wir bieten ihnen eine Anschubfinanzierung, den Zugang zu unseren Experten und zu Kunden. Sie haben mit uns die Chance, ihre eigene Firma zu gründen.

Wie lernen Sie die Gründer kennen?

Stemmer: Wir haben diesen Prozess vor rund einem Jahr in der Factory Berlin angestoßen. Das ist der größte Start-up-Campus Deutschlands. Unter den rund 1.500 bis 2.000 Gründern finden sich jede Menge Talente. Unser Geschäftsführer dort ist Robert Bach, selbst ein erfahrender Gründer. In Berlin befinden wir uns mitten in der Szene, können Veranstaltungen nutzen, selbst Vorträge halten und Offline-Events arrangieren, um Leute für uns zu begeistern. Natürlich können wir in diesem Rahmen auch sehr gut für uns werben: Wer ist die BEUMER Group? Was haben wir vor? Wen suchen wir und warum glauben wir, dass sich Gründer mit uns in Kontakt setzen sollten? Das ist für uns eine ideale Plattform, um präsent zu sein und ein Netzwerk zu knüpfen.

Wer sind die BEUMER Mitarbeiter in Dortmund und Berlin?

Stemmer: Das Team in Dortmund führt mein Kollege Christopher Kirsch. Er selbst ist erfahrener IT-Spezialist und war viele Jahre in Forschungseinrichtungen und Industrieprojekten tätig. Wir wollen mit Dortmund mehr Software- und Sensorik-Kompetenz ins Unternehmen tragen. Demensprechend sind wir hier stetig auf der Suche nach Talenten in Bereichen wie Internet of Things (IoT), Sensorik, Full Stack Development oder UX Design. Das sind mitunter relativ neue Berufsbezeichnungen für Mitarbeiter im Anlagenbau. Um hier nochmal auf die Datenbrillen zurückzukommen: Hier brauchen wir nicht die nur die Hardware in Form einer Datenbrille, sondern natürlich auch die Anbindung und Integration in unsere bestehende BEUMER Tool-Landschaft. Aber natürlich benötigen wir auch Leute, die sich mit den genauen Gegebenheiten auf der Baustelle und den typischen Fehlerbildern auskennen, um durch die Datenbrillen besseren Service leisten zu können. Daher arbeitet Dortmund sehr eng mit den Kollegen und Kunden im Stammhaus zusammen, während Berlin durch mehr Autarkie geprägt ist.

Herr Stemmer, was sind Ihre Aufgaben?

Stemmer: Meine Aufgabe ist es, die Brücke zu bauen zwischen der BG.evolution in Dortmund, der Beam in Berlin und der BEUMER Group. Dabei liegen BEUMER-interne Digitalisierungsprojekte bei mir, ebenso wie die Leitung der BG.evolution. Ich bilde die Schnittstelle zwischen den Kollegen in Dortmund, Berlin und den Gesellschaften der BEUMER Group und fördere und fordere einen regen Austausch. Zudem kümmere ich mich darum, die Kollegen für das Thema zu sensibilisieren, was einen nicht unbeträchtlichen Teil meiner Arbeit ausmacht. Denn beim Thema Digitale Transformation kann man im Grunde genommen gar nicht genug kommunizieren.

Wie verläuft die Zusammenarbeit mit dem Hauptsitz in Beckum?

Stemmer: Grundsätzlich sehr gut, aber auch hier lernen wir täglich viele Dinge dazu und probieren neue Formate zur Kollaboration aus. Unter anderem veranstalten wir mehrmals im Jahr an den Standorten USA, Dänemark und Beckum unsere sogenannten Pitch-Days. Dazu ermuntern wir die Kollegen, mit Ideen und Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag aktiv teilzunehmen. Das findet dann in einer lockeren Runde in der Kantine statt. Wir wollen so neuen Input generieren, den wir gegebenenfalls intern, in Dortmund oder Berlin adressieren und die Kollegen und Ideengeber nach Möglichkeit in die Validierung einbinden.

Zudem hat die BEUMER Group verschiedene Geschäftsbereiche wie das Center of Competence (CoC) Logistik oder das CoC Airport. Hier nehmen wir an zentralen Meetings teil, um über unsere Themen zu sprechen, neue Probleme und Herausforderungen zu erfahren und einen regelmäßigen Austausch sicherzustellen. In verschiedenen Veranstaltungen im Haus versuchen wir, transparent und umfassend die Mitarbeiter zu informieren. Diese Termine sind ein wesentliches Schlüsselelement. Denn natürlich wollen sie wissen, was unsere Daseinsberechtigung ist, was wir überhaupt machen und warum. Wir lernen täglich dazu, welche Formate funktionieren, welche nicht. Bei bestimmten Projekten bieten wir Kollegen aus Beckum auch an, nach Berlin oder Dortmund zu kommen.

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BEUMER Group automated parcel sorter goes live at Whistl’s super depot in Bolton, UK
Aarhus, 13. November 2018

BEUMER Group, a leading global supplier of automated parcel and post distribution systems, announces the live operation of an automated sortation system installed in Whistl's new super depot in Bolton, UK.

The automated cross-belt loop sorter will ensure faster sortation with greater capacity for e-commerce packets and parcels (cardboard boxes, jiffy bags, poly-wraps) up to the medium size. Cost-effective sortation combined with reduced levels of energy consumption enhance Whistl's commitment to considering the environment, in addition to the competitive and economic factors of each procurement decision.

As the UK’s second largest postal operator, Whistl contracted BEUMER to install the automated sorter in the new super depot. The depot operates as the designated hub for Whistl's sortation operations in the North West of the UK, which is one of the UK’s leading logistics and distribution areas.

Designed to enable Whistl to achieve further expansion to support the soaring e-commerce market, the ergonomic design of the sorter’s man/machine interface also supports Whistl’s drive to provide a clean, safe and secure work environment. In addition to the overall design of the sorter, BEUMER Group tested the interface to ensure that operators would experience minimal twisting and turning and no repetitive stress.

Whistl’s CEO, Nick Wells, CEO explains "The meticulous design of BEUMER Group's sortation system enables Whistl to achieve greater efficiency in the processing of packets and parcels. This is an essential part of Whistl’s growth strategy in responding to the continued growth in the e-commerce market.”

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Durch unberührte Natur und bewohntes Gebiet
Beckum, 12. November 2018

Asia Cement Group setzt im chinesischen Sichuan auf 13,7 Kilometer langen Muldengurtförderer der BEUMER Group:

Was 2009 mit der bis dato längsten Gurtförderanlage der BEUMER Geschichte begann, wurde 2016 noch einmal übertroffen: Um in der Nähe vom chinesischen Pengzhou in der Provinz Sichuan Kalkstein vom Steinbruch zum Zwischensilo zu transportieren, setzt Sichuan Yadong Cement Co, Ltd. seit einigen Jahren auf einen 12,7 Kilometer langen Overland Conveyor (OLC) der BEUMER Group. Der Muldengurtförderer führt durch gebirgiges Gelände und Naturschutzgebiete, über Wasserläufe und instabilen Untergrund. Im zweiten Projekt kommen zwei weitere OLC zum Einsatz, diesmal mit einer Gesamtlänge von 13,7 Kilometern. Diese transportieren den Kalkstein weiter zum Zementwerk. Anders als im ersten Auftrag bestand bei diesem die Aufgabe darin, den Förderer durch bewohntes Gebiet zu bauen. Das von der chinesischen Regierung festgelegte Level für Schallemissionen durfte hierbei nicht überschritten werden.

Ein traditionelles chinesisches Sprichwort besagt, dass die Wege in Sichuan fast so beschwerlich seien wie der Weg in den Himmel. So kann es je nach Ziel sein, dass Flüsse überquert und hohe Berge sowie tiefe Täler bewältigt werden müssen. Die südwestchinesische Provinz Sichuan verfügt  über die landesweit höchsten Vorkommen an unterschiedlichen Erzen, wie Titan, Lithium und Silber und hat wirtschaftlich einen sehr hohen Stellenwert. Als Stützen der Industrie gelten zudem die Branchen Elektronik, Maschinenbau, Hüttenindustrie, chemische Industrie, Medizin, Lebensmittel – und Baustoffe. Zu den Zementherstellern im Land gehört Sichuan Yadong Cement Co, Ltd. in der Nähe von Chengdu, der Provinzhauptstadt von Sichuan. Das Unternehmen ist Mitglied der Asia Cement Goup mit Sitz in Taipeh,Taiwan.

2004 beschloss die Unternehmensgruppe, in Sichuan ein neues Zementwerk zu errichten. Während der Entwicklungsphase erhielt die Asia Cement Group von der chinesischen Regierung die Genehmigung, eine stillgelegte Eisenbahntrasse zu nutzen, um den Kalkstein zu fördern. Als das Werk bereits zur Hälfte fertiggestellt war, entschied  die Regierung jedoch den Bau eines neuen Staudamms. Das für den Transport vorgesehene Gelände sollte überflutet werden, wodurch sich die Projektbedingungen grundsätzlich änderten:  Straßen würden überschwemmt und Lkw hätten erhebliche Umwege zurück zu legen. Zudem plante die Asia Cement Group, an diesem Standort zwei weitere Ofenlinien zu installieren. Als zeit- und kostengünstigere Alternative bot sich daher die Installation eines horizontal und vertikal kurvengängigen Muldengurtförderers an. Hierfür wandte sich das Unternehmen an die BEUMER Group. Seit Jahren verlässt sich Asia Cement bereits auf die Kompetenz des Systemanbieters und hat unter anderem einige Becherwerke in Betrieb.

Wissen, was der Kunde will

Die BEUMER Group übernahm das mechanische und elektrische Engineering und lieferte die Kernkomponenten des Overland-Conveyor (OLC), überwachte die Montage und nahm ihn in Betrieb. Von Vorteil ist: Die chinesischen Gruppengesellschaft BEUMER Machinery Shanghai ist  in Reichweite und schnell vor Ort. „Unsere Kollegen waren mit dem Kunden in engem Kontakt. Zudem kennen sie sich mit den landesspezifischen Gepflogenheiten aus, beherrschen die Sprache und wissen um die jeweiligen Markt- und Kundenanforderungen“, berichtet Dr. Andreas Echelmeyer, der den Bereich Conveying and Loading Systems bei der BEUMER Group leitet.

Im Mai 2006 vergab die Asia Cement Group den Auftrag für die 12,5 Kilometer lange Anlage. Der Overland-Conveyor erreicht einen Massenstrom von 1.500 Tonnen pro Stunde und eine Fördergeschwindigkeit von vier Metern in der Sekunde. „Im Vergleich zu anderen Förderlösungen eignen sich die offenen Muldengurtförderer für höhere Durchsätze. Des weiteren können horizontale und vertikale Kurvenradien realisiert werden“, erläutert Dr. Echelmeyer. Sie können an die jeweilige Aufgabenstellung und Topographie angepasst werden. Mit Hilfe der selbst entwickelten Berechnungsprogramme lassen sich die statischen und dynamischen Gurtzugkräfte schon in der Projektierung der Anlage genau ermitteln. Dies ist Grundvoraussetzung für die sichere Auslegung horizontaler Kurven. Des Weiteren werden auf Grundlage dieser Berechnungen die Fördergurte und die Antriebstechnik ausgewählt. Dies verspricht einen dauerhaft sicheren Betrieb der gesamten Anlage.

Gebirge, weicher Boden und extreme Höhen

Das zu bewältigende Gelände ist gebirgig und von dichten Bambuswäldern bewachsen, von denen ein Großteil unter Naturschutz steht. Daher hat die Regierung weder eine Genehmigung für eine Serviceroute erteilt, noch die Abholzung gestattet. Auch der Untergrund stellte die Ingenieure der BEUMER Group vor eine Herausforderung: „Der Boden ist wegen vorhergegangenem Kohleabbau instabil. An anderen Stellen besteht der Grund aus Granit, der nur teilweise abgetragen werden konnte“, erklärt Dr. Echelmeyer. Weiterhin musste auf der Strecke ein Teilabschnitt von 1,5 Kilometern über einen Fluss geleitet werden. Diese Randbedingungen führten dazu, dass rund 90 Prozent der Anlage vor Ort manuell montiert wurde. Weil der Transport mit Lkw teilweise unmöglich war, wurde die Anlage mit Mulis Stück für Stück zum Montageort transportiert.

Die BEUMER Group stimmte gemeinsam mit dem Zementhersteller den Streckenverlauf des OLC ab. Der Systemanbieter errechnete die Gurtzugkräfte unter Berücksichtigung von acht Horizontalkurven, die Radien von knapp 1.000 bis zu 5.000 Metern aufweisen. Der festgelegte Streckenverlauf wurde vor Ort auf seine Machbarkeit geprüft. Hierfür gingen Mitarbeiter die gesamte Strecke zu Fuß durch das unwegsame Gelände ab, um die vorgegebenen Standorte für die 460 Stützen direkt im Gelände genau auf ihre Tauglichkeit zu untersuchen. Es wurde hierbei darauf geachtet, dass sich der Verlauf des Förderers – so weit es technisch möglich ist – an die Topographie anschmiegt. Da Höhenunterschiede von bis zu 100 Metern auf kürzesten Abständen überwunden werden mussten, wurden mehrere Abschnitte mit bis zu 55 Meter hohen Brücken versehen. Ein Teilabschnitt wurde mit einem 130 Meter langen Tunnel realisiert.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden übernahm die BEUMER Group die Konstruktion des OLC und der Brücken. Der Systemanbieter entwickelte, baute und lieferte die Kernteile für die Antriebs- und Spannstationen sowie den Gurt mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometern, die Tragrollen und die Antriebstechnik. Seit Februar 2009 fördert der OLC das Schüttgut vom Steinbruch zur Siloverladestation. Seit der Inbetriebnahme des ersten Abschnitts wurde der Massenstrom des Förderers in zwei Stufen erhöht. Heute fördert die Anlage einen Massenstrom von 2.200 Tonnen in der Stunde bei einer Fördergeschwindigkeit von 4,5 Metern in der Sekunde.

Der längste Gurtförderer in der Firmengeschichte

Im Juli 2013 beauftragte Asia Cement die BEUMER Group erneut: Nun sollten nicht mehr Lkw den Kalkstein von der Siloverladestation zum Zementwerk transportieren, sondern ein weiterer wirtschaftlicher OLC. Zur Deckung des Werkbedarfs wurde ein Massenstrom von 2.200 Tonnen Kalkstein in der Stunde benötigt. Im Rahmen dieses Projekts sollte der erste Förderer daran angepasst werden. „Wir planten einen zweiten Muldengurtförderer mit einer Gesamtlänge von 13,7 Kilometern“, sagt Dr. Echelmeyer begeistert. Mit dieser Länge ging die Anlage in die Firmengeschichte des Systemanbieters ein.

Solch große Projekte unterliegen oft Unvorhersehbarkeiten. Und auch hier mussten die Ingenieure Flexibilität zeigen. Während der Planungsphase kaufte der Zementhersteller ein weiteres Werk im etwa zehn Kilometer entfernten Lanfeng. „Wir mussten nun die Anlage so auslegen, dass sie die Möglichkeit bietet, beide Standorte mit Kalkstein zu versorgen“, erläutert Dr. Echelmeyer. Für das Team galt es, den OLC zweizuteilen. Nach einer Länge von 5,4 Kilometern lässt sich ein künftiger weiterer Förderer nach Lanfeng beschicken. Im Februar 2015 startete der Systemanbieter mit der Montage des Bandgerüsts.

Bei beiden Teilen des OLC sind vier Horizontalkurven mit Radien von 1.200, 1.500 und 1.800 Metern verbaut. „Wir lieferten das Engineering sowie Bauteile wie Trommeln, Motoren, Antriebs- und Steuerungstechnik und die gesamte Automatisierung“, beschreibt Dr. Echelmeyer. Die Montage erfolgte unter Aufsicht eines Richtmeisters der BEUMER Group, und ein BEUMER Elektroingenieur unterstützte die Verkabelung der Anlage. Die Inbetriebnahme im Mai 2016 übernahm der Systemanbieter. Der Muldengurtförderer versorgt nun drei Ofenlinien, eine vierte  ist geplant.

Statt über Stock und Stein leise ans Ziel

Die Anforderungen unterschieden sich bei beiden Projekten: Waren es im ersten Auftrag das gebirgige Gelände, instabiler Untergrund sowie das Durchqueren von Naturschutzgebieten und Flussläufen, musste die BEUMER Group beim zweiten Projekt die Anlage durch bewohntes Gebiet bauen. Genaue Vorgaben der chinesischen Regierung legten fest, wie hoch die Lärmemission der Anlage sein darf, um die Anwohner nicht zu belästigen. „Es galt für uns, den Geräuschpegel auf ein extrem niedriges Niveau zu begrenzen“, beschreibt Dr. Echelmeyer. Um die Lärmemission für die Bewohner zu senken, traf der Systemlieferant verschiedene konstruktive Maßnahmen. „Wir haben unter anderem geräuschreduzierte Tragrollen sowie entsprechend dimensionierte Schutzhauben an den Antriebsstationen eingesetzt“, erklärt Dr. Echelmeyer. Das Team der BEUMER Group optmimierte daher zusammen mit dem Betreiber nicht nur das Bandgerüst, sondern auch die komplett eingehauste Fördererbrücke.

Die BEUMER Group konnte bei diesem Gesamtprojekt einen sicheren und leisen Transport des Kalksteins ermöglichen, ohne Mensch und Natur zu stören.

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Digital, vernetzt und präzise sortiert
Beckum, 07. November 2018

BEUMER Group auf der LogiMAT 2019:

„Digital – Vernetzt – Innovativ“ lautet das Motto der LogiMAT 2019 in Stuttgart. Die BEUMER Group bringt auf der Messe genau das zum Ausdruck: Der Systemintegrator präsentiert seine neuentwickelten BG Sorter aus dem Geschäftsfeld Sortier- und Verteiltechnik. Die Hochleistungsanlagen bieten eine präzise und kontrollierte Sortierung bei maximaler Flexibilität. Damit setzt die BEUMER Group Trends, um ihre Kunden insbesondere in Zeiten des E-Commerce und im Umfeld von Industrie 4.0 noch besser zu unterstützen.

In Halle 5 an Stand A41 präsentiert der Systemanbieter seine zukunftsweisenden Produkte und seine Kompetenz als Lösungsanbieter – unter anderem in der Hochleistungs-Sortiertechnik. Zur Sortierung ganz unterschiedlicher Artikel wie Pakete oder Tütenwaren bietet der BG Sorter CB („cross belt“) eine verlässliche Lösung. Mit dem sogenannten „Full-Cross-Belt-Design“ sind die Quergurtförderer so ausgeführt, dass eine maximale Gurtbreite erreicht wird. Der Vorteil für die Kunden: Bei gleicher Sortergröße steht mehr nutzbare Gurtfläche zur Verfügung. Das Risiko, dass Produkte zwischen den Gurten liegen bleiben, wird reduziert. Auch die E-Tray-Ausführung (Kippschale) bietet zahlreiche Vorteile. Ein verbessertes Kippschalen-Design verhindert ein Einklemmen der Fördergüter zwischen den Schalen. Kollisionen und im schlimmsten Fall Anlagenstillstände werden dadurch vermieden.

Die BEUMER Group zeigt auf der Messe zudem den neuen BG Line Sorter, eine besonders wirtschaftliche Lösung für Post- und Verteilzentren mit mittlerer und kleinerer Kapazität. Er fördert sowohl Briefe und Tütenware als auch zerbrechliche Waren zuverlässig, genau und schonend. Der BG Line Sorter ist leise, wartungsarm – und mit seiner Modulbauweise eine langfristig sichere Investition. Über Augmented Reality können die Besucher die neuen Technologien am Messestand in Aktion sehen, verschiedene Stationen genauer unter die Lupe nehmen und sie virtuell bedienen.

Digital und vernetzt sind auch die kompletten Verpackungslinien, die der Systemanbieter an die Produkte des Anwenders anpasst. Zum Einsatz kommen diese maßgeschneiderten Lösungen unter anderem für Konsumgüter – von der Abfüllung in Säcke bis zum transportfertig verpackten Produktstapel, inklusive Steuerung und umfassendem Customer Support. Teil dieser Linien sind die Hochleistungs-Verpackungsanlagen der Serie BEUMER stretch hood A. Sie verpacken palettierte Waren mit einer hochdehnbaren Stretchhaube, fixieren sie damit für den Transport und Umschlag sicher auf der Palette und schützen sie bei der Außenlagerung vor Staub, Regen oder anderen Witterungseinflüssen. Auf der LogiMAT präsentiert die BEUMER Group eine Anlage in Aktion.

BEUMER auf der LogiMAT 2019, Halle: 5, Stand: A41

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Hundertprozentig zum Ziel
Aarhus, 29. Oktober 2018

BEUMER Group übergibt Gepäckabfertigungssystem an Flughafen Paris-Charles de Gaulle:

Der Flughafen Paris-Charles de Gaulle setzt auf eine neue Gepäckabfertigungsanlage der BEUMER Group. Diese besteht aus dem behälterbasierten Transport- und Sortiersystem CrisBag und hält unter anderem die IATA-Resolution 753 ein, mit der Fluggesellschaften die lückenlose Verfolgung von Gepäck zwischen Check-in und Satellitenterminal gewährleisten können. Zudem ist sie nach ECAC 3 zertifiziert und erfüllt damit alle notwendigen Sicherheitsstandards.

Das neue Behälterfördersystem CrisBag transportiert die Koffer und Taschen vom Check-in im Terminal 2E durch einen 500 Meter langen Tunnel zum Satellitenterminal 3 (S3) und ermöglicht so eine hundertprozentige Gepäckverfolgung. Die BEUMER Group hat Geschwindigkeit und Leistung der Anlage so ausgelegt, dass diese selbst mit dem Gepäckaufkommen eines Großraumflugzeugs vom Typ Airbus A380 sicher zurechtkommt. Das System besteht aus mehr als 2.500 CrisBag-Modulen und kann rund 3.200 Koffer und Taschen in der Stunde handhaben.

„Wir arbeiten schon lange mit der Groupe ADP, dem Betreiber des Flughafens, zusammen“, sagt Klaus Schäfer, Geschäftsführer der dänischen BEUMER Gruppengesellschaft. „Wir haben nicht nur das Gepäckabfertigungssystem modernisiert, sondern auch ein Durchleuchtungssystem eingebunden, das den ECAC-Standard 3 erfüllt.“ Die Gepäckstücke sind damit in weniger als 20 Minuten am Ziel – inklusive Durchleuchtung.

Nadine Vennat, Project Director der Groupe ADP erklärt: „In zweimonatigen intensiven Versuchen wurde die technische Leistungsfähigkeit des Systems mit Testgepäckstücken unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit unter Beweis gestellt – ohne den Betrieb im Terminal zu unterbrechen.“ Während der vierwöchigen Anlaufphase unterstützten die Teams der BEUMER Group und der Alstef Automation den Betreiber operativ, damit dieser das System selbst managen kann.

Um die betrieblichen Abläufe zu validieren, erfolgten im ersten Schritt des Probebetriebs die sogenannten ORAT-Tests (Operational Readiness and Airport Transfer). Anschließend wurde das System mit technischer Unterstützung der BEUMER Group schrittweise in Betrieb genommen. Nadine Vennat: „Durch die Anwesenheit des BEUMER Teams konnten wir schnell Vertrauen in die Anlage fassen. Das hat uns dann auch bei der Entscheidung geholfen, das Gepäckabfertigungssystem bereits zwei Monate nach der Übergabe für den vollen Betrieb zu nutzen. Das war im Sommer 2018.“

Für ein umfassendes Management aller Prozesse der Gepäckabfertigung hat die BEUMER Group die übergeordneten Steuerungen mit SAC- und SCADA-Systemen sowie mit den untergeordneten Steuerungen kombiniert. Die übergeordneten Steuerungen verfügen zudem über eine webbasierte Benutzeroberfläche, mit der Mitarbeiter die Anlage beispielsweise mit einem Tablet fernsteuern können. Eingebunden sind RFID-Scanner für Gepäcktags, die nachweislich die Anzahl der fehlgeleiteten Gepäckstücke minimieren. Gemeinsam mit Geräten von Air France und KLM testet die Groupe ADP diese seit 2013.

Gemessen am Passagieraufkommen gehört Paris-Charles de Gaulle weltweit zu den zehn verkehrsreichsten Flughäfen. Damit ist die kontinuierliche Verfügbarkeit des neuen Gepäckabfertigungssystems von entscheidender Bedeutung. Um eine dauerhafte Optimierung und Effizienz sicherzustellen, hat der Betreiber mit der BEUMER Group einen 24/7-Wartungsvertrag abgeschlossen. Basierend auf den hohen Leistungskennzahlen stellt dieser sicher, dass die Gepäckabfertigung das vereinbarte hohe Leistungsniveau hält.

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Hervorragende Leistung und Top-Qualität
Beckum, 25. Oktober 2018

BEUMER Maschinenfabrik gehört zu Deutschlands besten Ausbildungsbetrieben:

Zum zweiten Mal kürten das Wirtschaftsmagazin Capital und die Personalmarketing-Experten von Ausbildung.de und Territory Embrace die „Besten Ausbilder Deutschlands“. Die BEUMER Maschinenfabrik GmbH &Co. KG in Beckum erzielte dabei fünf von fünf möglichen Sternen und zählt damit zu den 500 besten Lehrbetrieben.

Über 700 Unternehmen haben an der umfangreichen Studie teilgenommen und einen Katalog mit mehr als 60 Fragen beantwortet. „Die Ausbildungsqualität der Unternehmen ist auf einem sehr hohen Niveau – und hat sich noch gesteigert“, resümiert Studienleiterin Ana Fernandez-Mühl von Territory Embrance, Anbieter für Employer Branding und Talent Relations. „Aber die Rekrutierung der Talente ist kein Selbstläufer. Erfolgreiche Unternehmen haben das verstanden. Sie bieten eine entsprechend hochwertige Ausbildung an und sprechen drüber.“

500 Unternehmen wurden aufgrund guter Bewertungen in den untersuchten Kriterien Betreuung, Lernen im Betrieb, Engagement des Unternehmens, Erfolgschancen und innovative Lernmethoden ausgezeichnet. Die BEUMER Maschinenfabrik hat überdurchschnittlich abgeschnitten und die Höchstbewertung von fünf Sternen erreicht. Damit zählt der Maschinenbauer zu „Deutschlands besten Ausbildern“ und glänzt durch hervorragende Leistungen und Top-Qualität. „Wir sind sehr glücklich mit diesem Ergebnis“, freut sich Michael Dilla, Leiter technische Berufsausbildung bei der BEUMER Maschinenfabrik. „Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn auf die Entwicklung unseres eigenen Nachwuchses legen wir ein besonderes Augenmerk.“

Die Teilnehmer der Studie setzen sich aus allen Regionen und Branchen des Landes zusammen – vom DAX-Konzern bis zum örtlichen Handwerksbetrieb. Jungen Menschen, die auf der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz sind, erhalten damit eine Orientierungshilfe in der Arbeitswelt.

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Dankeschön für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
Beckum, 25. Oktober 2018

Drachenbootcup 2018: BEUMER Group unterstützt Fachschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Soest

Eine Einladung zum Abendessen, intensiven Erfahrungsaustausch, eine Spende für die Fachschaft sowie für ein afrikanisches Projekt: Damit bedankten sich Mitarbeiter der BEUMER Group in Beckum bei den Studierenden der Fachschaft Maschinenbau und Elektrotechnik der Fachhochschule (FH) Südwestfalen in Soest.

Denn im Juni belegten beim Drachenbootcup 2018 die Soester Studierenden in Münster den ersten Platz unter zahlreichen Teilnehmern. Im Rahmen der Akzeptansoffensive Industrie unterstützte der Beckumer Maschinenbauer das Team und sponserte das Boot.

Die FH Südwestfalen und die BEUMER Maschinenfabrik arbeiten schon seit Jahren eng zusammen, unter anderem mit dem Studienprogramm „Soester Modell“: Die Studierenden, haben die Möglichkeit, bei einem kooperierenden Unternehmen, das an der FH vermittelte Wissen unmittelbar im Rahmen betrieblicher Abläufe anzuwenden. Mit dem Drachenbootcup ergibt sich für die BEUMER Group eine weitere Möglichkeit, mit den Studierenden im Gespräch zu bleiben.

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Feierstunde für 275 Jahre Erfahrung
Beckum, 12. September 2018

BEUMER Group ehrt Mitarbeiter für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit

Ein Jubiläum der besonderen Art feierten langjährige Mitarbeiter der BEUMER Maschinenfabrik: Am 11. September ehrte der Anbieter von Intralogistiklösungen in Beckum elf Kolleginnen und Kollegen für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit. Geehrt wurden die Jubilare unter anderem vom geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Christoph Beumer, Seniorchef Bernhard Beumer, weiteren Vertretern der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und ihren Vorgesetzten. Bei der Feierstunde überreichte Dr. Christoph Beumer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seit 1993 Teil der BEUMER Familie sind, eine Urkunde sowie ein Geschenk.

„Wir freuen uns sehr über Ihre Treue und auf unsere weitere erfolgreiche gemeinsame Arbeit“, sagte Dr. Christoph Beumer. „Die lange Betriebszugehörigkeit der Kolleginnen und Kollegen ist ein klares Zeichen für die gute Arbeitsatmosphäre in unserem Unternehmen.“

Für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Susanne Junker, Markus Föert, Peter Rahmann, Beate Brechtenkamp, Martin Hörster, Antje Westphal, Bernd Spitthöver, Katharina Münch, Leonie Hackenholt und Ines Langer. Ebenfalls zu den Jubilaren gehört Otto Schmelzer, der aus Termingründen nicht an der Feierlichkeit teilnehmen konnte.

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Gemeinsames Essen verbindet
Beckum, 10. September 2018

Verein Beckumer Industrie engagiert sich: „Social-Day“ bringt Azubis, Senioren und Flüchtlinge zusammen

Gemeinsam für einen guten Zweck – das ist das Ziel des „Social Day“ in Beckum, an dem sich Auszubildende aus Beckumer Industrieunternehmen engagieren. Für Freitag, den 7. September 2018, hatte sich der Verein Beckumer Industrie e.V. etwas besonders überlegt: Jugendliche sollten mit Senioren den Vormittag verbringen und sich anschließend zusammen im Alltag mit Flüchtlingen treffen, die in Beckum untergebracht sind, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Das gemeinsame Mittagessen fand in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS), der Initiative „Willkommen in Beckum“ vom Mütterzentrum Beckum e.V. und dem Westfälischen Hof statt. Die Idee dazu ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Vorfeld über Social-Media in Beckum gestartet wurde. Die Vorschläge wurden als Anregungen genutzt und aufgegriffen.

Pünktlich um 8.30 Uhr fanden sich die rund 60 Jugendlichen mit Franz-Josef Bütfering, Peer Karstedt und Hans-Peter Müller (ThyssenKrupp), Dirk Onnen (Knapheide), Sabrina König (Holcim), Yvonne Dröge-Esser (Berief Food), Bernd Steinhoff (Ruploh), Michael Dilla und Jörg Linnenbrink (BEUMER), Oliver Bublitz (Phoenix Zement) auf dem Beckumer Marktplatz für ein gemeinsames Foto ein. Dann ging es auch schon los: Die Azubis teilten sich in mehrere Gruppen auf. Eine davon begab sich in die Seniorenzentren Aktiva Annazentrum, Heinrich-Dormann und ins Julie-Hausmann-Haus. Gemeinsam mit einigen Senioren besichtigten sie in Beckum die BEUMER Maschinenfabrik, andere besuchten das örtliche Zement- und Stadtmuseum, ein drittes und viertes Team unterstützte beim alltäglichen Ablauf in den Seniorenzentren. Die Auszubildenden der Firmen ThyssenKrupp und Eternit besuchten Senioren im St. Anna in Neubeckum.

Tom Kliewe, Inhaber und Koch des Westfälischen Hofs, brachte gemeinsam mit einigen Flüchtlingen die zuvor getätigten Einkäufe in die Beckumer VHS, wo später gemeinsam gekocht und gegessen werden sollte. Dort fanden sich auch sein Kollege Udo Brinkmann und eine weitere Gruppe der Auszubildenden ein. Dabei waren zudem vier Flüchtlinge, die von der Initiative „Willkommen in Beckum“ betreut werden, und drei, die gerade bei ThyssenKrupp eine Ausbildung absolvieren. Gemeinsam schälten, schnippelten und kochten sie ein leckeres Mittagessen für alle Teilnehmer.

Diese trafen pünktlich um 12.30 Uhr in der Aula der VHS ein. Dagmar Lange vom Mütterzentrum Beckum e.V. berichtete von ihrer Arbeit bei „Willkommen in Beckum“, und einige ihrer Schützlinge erzählten von ihrer Flucht, ihrem Ankommen, von den zahlreichen Schwierigkeiten, aber auch von ihren Wünschen und den positiven Erfahrungen, die sie in Beckum machen durften. Beim gemeinsamen Essen vertieften sich die Gespräche sehr schnell. „Es ist eine super Aktion, die mir sehr am Herzen liegt, weil wir nur dann Integration schaffen, wenn wir immer wieder ins Gespräch kommen“, sagte Brigitte Bublies-Tielker vom Mütterzentrum Beckum e.V. Sie selbst konnte nicht am gemeinsamen Essen teilnehmen, war aber an der Organisation maßgeblich beteiligt. Ihr Dank galt insbesondere den Vertretern des Vereins Beckumer Industrie für die spontane Kooperationsbereitschaft sowie Christa Paschert-Engelke von der VHS Beckum und natürlich Thomas Kliewe und Udo Brinkmann für die tatkräftige Unterstützung und Realisierung.

An der Aktionen nahmen folgende Unternehmen teil: die Berief Food GmbH, BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, B+M Blumenbecker GmbH, Eternit GmbH, Frontmatec Hygiene GmbH, Holcim WestZement GmbH, Knapheide GmbH, , Phoenix Zementwerke, ThyssenKrupp Industrial Solutions AG und die Werner Ruploh KG.

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Deutliche Vorteile gegenüber LKW-Transport
Beckum, 05. September 2018

BEUMER erhält Auftrag für den Bau einer 6,5 Kilometer langen Muldengurt-Förderanlage in der Prairie Eagle Mine, Illinois (USA)

Die BEUMER Group hat in den USA den Auftrag für die Konstruktion, Lieferung und Montage einer fast 6,5 Kilometer langen Förderanlage für die Prairie Eagle Mine von Knight Hawk Coal in Ilinois erhalten.

Prairie Eagle ist das größte Kohlebergwerk von Knight Hawk und als eines der effizientesten Untertagebergwerke der USA bekannt. Das Unternehmen hat eine Jahresproduktion von fünf Millionen Tonnen Kohle, von denen mehr als 80 Prozent in Prairie Eagle verarbeitet und ausgeliefert werden. 2005 eröffnete das Bergwerk in Illinois für den Tagebau. Nachträglich wurde Prairie Eagle um zwei Untertagebergwerke, die Hauptkohleaufbereitungsanlage von Knight Hawk und verschiedene Einrichtungen zur LKW-Beladung erweitert.

Der Muldengurtförderer, der im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen soll, wird Kohle vom neuen Zugang des Untertagebergwerks zur Hauptaufbereitungsanlage von Prairie Eagle transportieren. Damit kann das Unternehmen einen Teil seines Untertagewerks schließen. Zudem fördert die neue Anlage die Kohle in der Nähe der laufenden Bergbauarbeiten an die Oberfläche.

Für BEUMER ist dies bereits das dritte Projekt mit kurvengängigen Überland-Muldengurtförderern in Nordamerika. „Unsere Kurvenförderertechnologie ist bei Montage und Betrieb kostengünstiger als eine konventionelle Förderanlage“, sagt Brad Williams, Vice President Sales and Business Development von BEUMER in den USA. „Darüber hinaus hat Knight Hawk mit dieser Technik auch im Vergleich zu Transporten mit LKW langfristig finanzielle und umwelttechnische Vorteile.“

„In der ursprünglichen Ausschreibung hat der Kunde vier gerade Förderer angefragt, bei denen drei Übergabetürme benötigt worden wären“, berichtet Williams weiter. BEUMERs Angebot beinhaltet stattdessen eine kurvengängige, durchgehende Förderanlage. Dadurch entfallen die Kosten für die Übergabetürme. Zudem verringert diese Lösung den Staubanfall, Geräusche, Wartungs- und Betriebskosten, die mit den Übergabestellen verbunden wären, ebenso die Anzahl der Komponenten und damit der erforderlichen Ersatzteile. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Förderanlage von BEUMER eine Verfügbarkeit von 98 Prozent bietet, während in vier Reihen geschaltete Förderer nur eine Verfügbarkeit von rund 92 Prozent haben.

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Gemeinsam zum Erfolg
Beckum, 31. August 2018

BEUMER Group ehrt Mitarbeiter für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit

Ein Jubiläum der besonderen Art konnten langjährige Mitarbeiter der BEUMER Group feiern: Am 30. August ehrte der Anbieter von Intralogistiklösungen in Beckum 13 Kollegen für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit. Aus der Produktion wurden die Jubilare Reinhold Katzmarski, Andre Baumert, Thomas Weinberg, Richard Sczepanek, Rolf Brauer, Peter Erlenkötter und Reinhard Nordhues geehrt, aus der Materialdisposition Birgit Niehaus, aus der Arbeitsvorbereitung Siegfried Edelmeier,  aus der Instandhaltung Walter Vahland, aus der Abteilung Automatisierungstechnik Dieter Westermann sowie Gudrun Klömmer aus der Normung. Verhindert war leider Martin Franz aus dem Bereich Versand. Heinz-Gerd Wittkamp, Wareneingang, gehörte bereits 2017 zu den Jubilaren und konnte nun nachträglich an der Ehrung teilnehmen.

Die Feier fand auf dem Firmengelände in der Beumer Villa statt. „In unserer schnelllebigen Zeit ist eine so lange Treue gegenüber einem Unternehmen eine Besonderheit, die wir sehr schätzen“, sagt Dr. Christoph Beumer, geschäftsführender Gesellschafter der BEUMER Group. In einem gemütlichen Rahmen mit Sektempfang nahmen neben den Jubilaren, Dr. Beumer und sein Vater Bernhard Beumer, der bis 2000 das Unternehmen geleitet hat, auch Mitglieder der Geschäftsführung und des Betriebsrats sowie die jeweiligen Abteilungsleiter der geehrten Mitarbeiter teil. Den Jubilaren wurde jeweils eine Urkunde und ein Präsent (Umschlag mit Jubiläumsgeld auch) überreicht.

Eingestiegen ins Unternehmen sind die Mitarbeiter 1978. Für die BEUMER Maschinenfabrik war dies eine turbulente Zeit. Becherwerke, zum Beispiel, die unter anderem in Zementwerken eingesetzt werden, wurden weiterentwickelt und konnten so immer höher gebaut und für größere Fördermengen eingesetzt werden. Schon damals war die BEUMER Maschinefabrik auf diesem Gebiet sehr erfolgreich und hatte bis Mitte der 1980er Jahre etwa 100 Anlagen verkauft. Zu dieser Zeit begann auch die Expansion und Internationalisierung des Unternehmens und es wurde zunehmend in die Welt exportiert. Mittlerweile liegt die Exportrate bei mehr als 85 Prozent.

„Gemeinsam mit den Jubilaren wurden wir zu einem der international führenden Hersteller von Intralogistiksystemen“, sagt Dr. Beumer in seiner Rede zu Ehren der Jubilare. „Wir freuen uns sehr über die Treue und die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.“

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We keep you running
Beckum, 29. August 2018

BEUMER Group stellt mit Verfügbarkeitsmanagement unterbrechungsfreien Betrieb von Anlagen sicher:

Unternehmen entwickeln immer neue Innovationen und bringen diese zum Einsatz. Dadurch verkürzen sich die Lebenszyklen einzelner Produkte und Produktserien. Marktentwicklungen können es zudem erforderlich machen, neue weiterentwickelte Komponenten in bestehende Anlagen einzubauen. Somit müssen Hersteller immer häufiger Bauteile oder Technologien abkündigen. Für diese Fälle hält die BEUMER Group mehrere Lösungspakete für ihre Kunden bereit, damit ihre Anlagen ohne Unterbrechung weiter laufen können.

Ein typisches Beispiel ist die Entwicklung energieeffizienter Motoren. Nach ihrer Markteinführung werden in der Regel von Seiten des Herstellers frühere Produkt-Generationen abgekündigt und stehen somit auch für die Ersatzteilversorgung nicht mehr zur Verfügung. Die neuen Antriebe sind jedoch oft nicht kompatibel mit ihren Vorgängermodellen – sie weisen beispielsweise ein unterschiedliches Anlaufverhalten auf. Für diese Fälle unterstützt der Customer Support der BEUMER Group seine Kunden mit zielgerichteten Engineering- und Servicemaßnahmen. Diese lassen sich gut planen und tragen dazu bei, Anlagenstillstände zu vermeiden. Damit bleiben auch ältere Anlagen der BEUMER-Kunden noch über viele Jahre einsatzbereit.

Genügend Vorrat für lange Betriebsdauer

Eine dieser Maßnahmen stellt die sogenannte ‚Last-Buy-Campaign‘ dar: „Unsere Kunden decken sich dabei vor der Abkündigung mit mehreren der originalen oder mit vergleichbaren Komponenten ein, damit ihre Anlage auch in der näheren Zukunft weiter eingesetzt werden kann“, erklärt Guido Hesse, Director Customer Support in Beckum. „Wir sorgen so für eine konstant betriebsfähige Lösung, frei nach dem Motto: We keep you running – Wir halten Ihre Anlage in Betrieb.“

Ein weiterer Lösungsansatz für die Kunden sind vergleichbare Komponenten, die der Systemanbieter zur Verfügung stellt. Engineering und Service arbeiten dabei zusammen: Die Spezialisten identifizieren und erproben die Bauteile und stellen sie frühzeitig bereit. Damit ermöglicht die BEUMER Group Anwendern auch bei Abkündigung älterer Komponenten stets den sicheren Weiterbetrieb ihrer Anlagen. Mit diesem ausgefeilten Konzeptansatz leistet der Lösungsanbieter auch in schwierigen Situationen eine zuverlässige Hilfestellung, um die Verfügbarkeit von Systemen zu erhalten.

Kommt eine neue Komponenten-Generation auf den Markt, muss manchmal auch die Systemsteuerung angepasst werden. Dann ist sogar eine neue Inbetriebnahme erforderlich. Auch in diesem Fall unterstützt die BEUMER Group.

Systeme (fast) für die Ewigkeit

Zu einem spannenden Einsatz kam es vor einiger Zeit an einem deutschen Flughafen: Das dort installierte BEUMER Gepäckfördersystem ist mehr als 20 Jahre alt. Seine Steuerungstechnik wurde in einer Programmiersprache geschrieben, die heute nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Als sich der Flughafen entschied, die vorhandene Technologie mit Unterstützung des Customer Supports der BEUMER Group für weitere fünf Jahre zu betreiben, stand der Systemanbieter vor der Herausforderung, einen Fachmann zu finden, der die alte Programmiersprache beherrscht. Auch diese Aufgabe konnte schnell gelöst werden. „Wir haben für unseren Kunden kurzerhand einen bereits pensionierten und immer noch motivierten Kollegen gefunden, der die Umprogrammierung vornehmen konnte“, erinnert sich Guido Hesse. „Damit waren alle zufriedengestellt.“

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Deutliche Vorteile gegenüber LKW-Transport
Beckum, 21. August 2018

BEUMER erhält Auftrag für den Bau einer 6,5 Kilometer langen Muldengurt-Förderanlage in der Prairie Eagle Mine, Illinois (USA)

Die BEUMER Group hat in den USA den Auftrag für die Konstruktion, Lieferung und Montage einer fast 6,5 Kilometer langen Förderanlage für die Prairie Eagle Mine von Knight Hawk Coal in Ilinois erhalten.

Prairie Eagle ist das größte Kohlebergwerk von Knight Hawk und als eines der effizientesten Untertagebergwerke der USA bekannt. Das Unternehmen hat eine Jahresproduktion von fünf Millionen Tonnen Kohle, von denen mehr als 80 Prozent in Prairie Eagle verarbeitet und ausgeliefert werden. 2005 eröffnete das Bergwerk in Illinois für den Tagebau. Nachträglich wurde Prairie Eagle um zwei Untertagebergwerke, die Hauptkohleaufbereitungsanlage von Knight Hawk und verschiedene Einrichtungen zur LKW-Beladung erweitert.

Der Muldengurtförderer, der im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen soll, wird Kohle vom neuen Zugang des Untertagebergwerks zur Hauptaufbereitungsanlage von Prairie Eagle transportieren. Damit kann das Unternehmen einen Teil seines Untertagewerks schließen. Zudem fördert die neue Anlage die Kohle in der Nähe der laufenden Bergbauarbeiten an die Oberfläche.

Für BEUMER ist dies bereits das dritte Projekt mit kurvengängigen Überland-Muldengurtförderern in Nordamerika. „Unsere Kurvenförderertechnologie ist bei Montage und Betrieb kostengünstiger als eine konventionelle Förderanlage“, sagt Brad Williams, Vice President Sales and Business Development von BEUMER in den USA. „Darüber hinaus hat Knight Hawk mit dieser Technik auch im Vergleich zu Transporten mit LKW langfristig finanzielle und umwelttechnische Vorteile.“

„In der ursprünglichen Ausschreibung hat der Kunde vier gerade Förderer angefragt, bei denen drei Übergabetürme benötigt worden wären“, berichtet Williams weiter. BEUMERs Angebot beinhaltet stattdessen eine kurvengängige, durchgehende Förderanlage. Dadurch entfallen die Kosten für die Übergabetürme. Zudem verringert diese Lösung den Staubanfall, Geräusche, Wartungs- und Betriebskosten, die mit den Übergabestellen verbunden wären, ebenso die Anzahl der Komponenten und damit der erforderlichen Ersatzteile. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Förderanlage von BEUMER eine Verfügbarkeit von 98 Prozent bietet, während in vier Reihen geschaltete Förderer nur eine Verfügbarkeit von rund 92 Prozent haben.

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Auf Veränderungen perfekt eingestellt
Beckum, 21. August 2018

Mit der Komplettlösung der BEUMER Group füllt Röfix unterschiedliche Baustoffe ab, palettiert und verpackt diese – mit einer hohen Flexibilität:

Mauermörtel, Unterputze, Anstriche, Beschichtungen oder Estriche – die Röfix AG hat rund 200 verschiedene Baustoffe im Portfolio. Damit diese pünktlich, in den richtigen Mengen und sicher zu den Kunden gelangen, legt der Hersteller besonderen Wert auf die Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik. Die BEUMER Group lieferte eine komplette Anlage an den Schweizer Standort Sennwald und integrierte sie in ein bestehendes Gebäude. Die Anlage kann flexibel auf die unterschiedlichen Materialien eingestellt werden – ohne sie umrüsten zu müssen. Die einzelnen Systemkomponenten sind einfach zu warten und arbeiten zuverlässig. Damit kommt es zu keinen ungeplanten Stillständen und es werden hohe Verfügbarkeiten erreicht.

Hoch und mächtig steht den Weiten der Rheinebene das Bergpanorama mit den Chrüzbergen, Stauberen und Hohem Kasten gegenüber. Hier in Sennwald im Schweizer Kanton St. Gallen schätzen Naturliebhaber, Wanderer und Radfahrer die Wälder, Auen und die verschlungenen Pfade. An diesem beschaulichen Ort mit seinen rund 5.000 Einwohnern hat auch der österreichische Baustoffhersteller Röfix, Mitglied der Fixit Gruppe, einen seiner fünf Schweizer Standorte errichtet. „Wir stellen hier unser komplettes Sortiment her“, beschreibt Josef Sennhauser, CEO Röfix, Schweiz. „Unter den rund 200 verschiedenen Baustoffen befinden sich beispielsweise Feinputze, verschiedene Betonarten, Mauermörtel, Estrich oder Kleber“, wirft Werksleiter Gerhardt Welte ein. „Also Produkte mit ganz unterschiedlichen Fließeigenschaften.“

Und genau hier liegt die Herausforderung. Um wettbewerbsfähig zu sein, ist nicht nur die hohe Qualität der Baustoffe wichtig. „Hersteller müssen ihre Ware auch pünktlich und zuverlässig zu den Händlern und Endkunden liefern können“, betont Sennhauser. „Termintreue ist ein ganz entscheidender Faktor für Kundenzufriedenheit.“ Dazu benötigte die Schweizer Niederlassung eine Verpackungslinie, die in der Lage ist, die unterschiedlichen Materialien schnell und vor allem flexibel in Säcke zu füllen, diese zu palettieren und anschließend die fertigen Stapel mit einer Stretchhaube zu verpacken. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ausfällen an einzelnen Maschinen und die Mitarbeiter mussten die Linie bei Produktwechseln oft aufwendig umstellen – beides kostete Zeit.

Auf den richtigen Partner gesetzt

Röfix konnte in anderen Werken mit Lösungen der BEUMER Group bereits gute Erfahrungen sammeln. Deswegen wandten sich die Verantwortlichen an den Komplettanbieter für die Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik. „Zuverlässigkeit setzen nicht nur unsere Kunden voraus, sondern auch wir bei unseren Zulieferern“, sagt Welte. Zentrale Anforderungen an die Verpackungslinie waren neben der Flexibilität insbesondere eine wirtschaftliche Arbeitsweise, eine hohe Wartungsfreundlichkeit sowie ein umfassender Customer Support. Beide Unternehmen waren sich über Umfang und Terminierung schnell einig und das Projekt konnte starten.

Abgefüllt: nicht zu viel, nicht zu wenig

Da die Produktpalette der hier hergestellten Baustoffe sehr breit ist, installierte die BEUMER Group eine nach dem Luftfüllprinzip arbeitende Abfüllanlage vom Typ BEUMER fillpac R. Die Säcke werden während des Füllvorgangs verwogen. Dazu ist der BEUMER fillpac mit einer eichfähigen elektronischen Wägeeinrichtung ausgestattet. Diese stellt sicher, dass die Anlage die Säcke stets mit der gleichen Menge füllt. Eine spezielle Software ermöglicht den permanenten Abgleich des Gewichts zwischen Füllstutzen und Waage. Da die Anlage die Säcke mit Ultraschall verschließt, erreicht sie ein optimales Ergebnis – denn diese Technik arbeitet sehr sauber. Zudem werden Produktansammlungen rund um das Ventil vermieden.

Die Anlage lässt sich auf Grund ihrer Modulbauweise gut in bestehende Linien integrieren. Mit dem Sackaufstecker BEUMER bag placer und dem Sackbündelmagazin wird die Abfüllanlage noch effizienter. Servomotoren treiben das Andrückelement und den Sauggreifer automatisch positionsgenau und energieeffizient an. Das Greif- und Aufstecksystem schießt die Säcke vom Stapel sicher auf den Füllstutzen. Pro Stunde lassen sich so mit hoher Genauigkeit 1.200 Säcke bearbeiten. Mit einer Erweiterung wären bis zu 1.800 Säcke möglich. „Der Anwender kann den BEUMER bag placer auch einfach an andere Sackformate anpassen. Dies steigert die Flexibilität der Anlage weiter“, erklärt Denis Sielemann, Senior Sales Manager, Bereich Baustoffe, bei der BEUMER Group.

Schonendes Palettieren sichergestellt

Um die Säcke anschließend vollautomatisch, zuverlässig und vor allem schnell zu palettieren, installierte die BEUMER Group einen Lagenpalettierer vom Typ BEUMER paletpac. Diese Anlage stapelt die Säcke exakt Lage für Lage im Sechser-Verband auf die Paletten. „Um die Säcke schonend und formstabil in die geforderte Position zu drehen, ist die Anlage mit einer Doppelbanddrehvorrichtung ausgeführt“, erläutert Sielemann. „Was die Positioniergenauigkeit anbelangt, bietet diese einen immensen Vorteil gegenüber herkömmlichen Drehverfahren.“ Denn die Anlagenkomponente bewegt die Säcke, ohne sie mechanisch zu verformen. Stattdessen kommen zwei parallel angetriebene Gurtförderer zum Einsatz, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren und so die Säcke schnell drehen. Diese bringen die Säcke besonders schonend in die gewünschte Position. Die intelligente Steuerung der Doppelbanddrehvorrichtung bezieht die Maße und das Gewicht der Säcke mit ein. Damit erreicht sie eine exakte Positionierung, die durch die jeweiligen Packmuster vorgegeben ist. Das Besondere: Bei Produktwechsel muss der Betreiber die Anlage nicht an geänderte Parameter anpassen – das spart Zeit und damit Kosten.

Schnell und sicher verpackt

Über Rollenbahnen gelangen die fertigen Sackstapel zur Verpackungsanlage BEUMER stretch hood A. „Diese lässt sich besonders einfach und sicher bedienen“, beschreibt Sielemann. Um die Arbeit für das Wartungspersonal zu erleichtern und damit auch die hohe Verfügbarkeit dieser Verpackungsanlage sicherzustellen, kommt sie komplett ohne Bühne aus. Instandhaltungsarbeiten wie Wechsel der Messer oder der Schweißbalken erfolgen auf Bodenniveau. Ein weiterer Vorteil liegt in der kompakten Bauweise und der damit einhergehenden geringen Bauhöhe und Aufstellfläche.

Ein materialschonendes Folientransportsystem führt die zuvor zugeschnittene und verschweißte Folienhaube der Anlage zu. Die Schweißnaht der Folienhaube kühlt bereits auf dem Weg zur Reff- und Stretcheinheit ab, so dass diese ohne Zeitverlust aufgerefft werden kann. Damit sind weder eine energieaufwendige Kühleinheit noch effizienzmindernde Kühlzeiten erforderlich. „Wir können die BEUMER stretch hood A schnell auf verschiedene Folientypen umstellen“, sagt Sielemann – dies steigert die Flexibilität der Gesamtlinie weiter. „Wir verarbeiten 50 bis 60 Paletten in der Stunde“, freut sich Josef Sennhauser: „Bei Bedarf lässt sich dies noch weiter steigern.“

Alles unter Kontrolle

Damit die Mitarbeiter die Anlagen in dieser Linie einfach und schnell bedienen können, hat der Systemanbieter sie mit dem BEUMER Human Machine Interface (HMI) ausgestattet. Das Personal erhält damit ein leicht verständliches und intuitives Interaktionskonzept, mit dem sich die Arbeitsabläufe bei allen Maschinen gleich und vor allem effizient gestalten lassen. Visualisierungen veranschaulichen, was wo und wie einzustellen ist. Der Bediener kann zum Beispiel Videosequenzen abrufen, die den Folienrollen- und Folienmesserwechsel zeigen. Für andere Einrichtarbeiten wie etwa die Sackkorrektur am BEUMER paletpac bietet das Bediengerät Grafiken und Schritt-für-Schritt-Anweisungen.

Am Ende der Linie nimmt ein Mitarbeiter mit einem Stapler die fertig verpackten Paletten nacheinander von der Rollenbahn und fährt sie zum Warenausgang. Dort stehen sie dann zur Abholung bereit. Die größte Herausforderung bei diesem Projekt: „Die Verpackungslinie musste in bereits bestehende Gebäude über drei verschiedene Ebenen eingeplant werden“, erzählt Sielemann. Aber auch das konnten die erfahrenen Mitarbeiter der BEUMER Group meistern. Denn bei den Anlagen handelt es sich um Lösungen, die die Ingenieure an bautechnische Anforderungen einfach anpassen können.

Keine Stillstände, flexibel in der Produktumstellung

Seit Mitte 2016 ist die Verpackungslinie im Einsatz. Der Schweizer Standort hatte bisher noch keine Stillstände und die Mitarbeiter sind sehr flexibel bei der Produktionsumstellung – genau, was Röfix wollte. Sollten trotzdem Unstimmigkeiten auftauchen, können sich die Verantwortlichen sicher sein, dass die BEUMER Group sie nicht im Regen stehen lässt. Bei Bedarf schalten sich die Service-Mitarbeiter von der Zentrale der BEUMER Group in Beckum per Fernwartung auf die Anlagen und unterstützen schnell und einfach.

„Wir sind sehr zufrieden“, resümiert Welte. „BEUMER Group lieferte uns eine schlüsselfertige Lösung, die ohne Probleme läuft.“ Und Sennhauser ergänzt: „Seit wir die Linie im Einsatz haben, sind wir für unsere Kunden stets verfügbar. Zudem garantieren wir ihnen mit der neuen Verpackung einen Mehrwert wie eine höhere Ladungsstabilität oder auch eine sehr gute Display-Wirkung für eine optimale Markenpräsentation.“

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„Mit unseren Systemen bilden wir alle Kundenprozesse ab“
Beckum, 09. August 2018

BEUMER Group: Interview mit Gregor Baumeister, Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungstechnik, und Christian Freise, Senior Sales Manager Chemical Division

Herr Baumeister, als Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungstechnik bei der BEUMER Group steuern und koordinieren Sie das globale Kompetenzzentrum in diesem Geschäftsfeld. Welches sind Ihre Ziele?

Baumeister: Mit der Leitung des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungstechnik habe ich eine überaus spannende und vielfältige Aufgabe übernommen. Gemeinsam mit meinem Team bin ich unter anderem für die Entwicklung und den Ausbau des umfangreichen Lösungsportfolios verantwortlich. Mein Ziel kann ich sehr einfach formulieren: Ich will das weltweite Wachstum dieses Geschäftsfelds stetig vorantreiben. Um das zu erreichen, müssen wir uns regional ausgewogen aufstellen, damit wir unsere Kunden überall auf der Welt optimal betreuen können. Wir setzen auf Industrien mit Potenzial und natürlich auf Branchen, in denen wir fest etabliert sind, unter anderem die Chemieindustrie. Hier werden wir unsere Kunden weiterhin mit intelligenten Lösungen ansprechen.

Herr Freise, Sie gehören zum Chemie-Team innerhalb der BEUMER Group. Welche Aufgaben nehmen Sie mit Ihren Kollegen wahr?

Freise: Wir kümmern uns um die Kunden, die in der chemischen und petrochemischen Industrie nach Verpackungslösungen suchen. Mit unserem Team vereinen wir spezifisches Branchenwissen mit der Kenntnis über die verfügbaren Technologien. Dabei kann es sich um einfache Produkte handeln oder auch um komplette Verpackungslinien. Die Anforderungen in der Chemiebranche sind sehr speziell, ganz besonders in der Petrochemie. Unsere Maschinen und Anlagen sind grundsätzlich so konzipiert, dass sie sich an die verschiedenen Industriezweige anpassen lassen – so auch ganz konkret an diese Branche. Selbstverständlich entwickeln wir unser Portfolio kontinuierlich weiter. Wir bieten auch Sonderlösungen für anspruchsvolle Aufgabenstellungen an.

Können Sie die besonderen Anforderungen in der Chemietechnik näher erläutern? Was muss bei diesen Produkten berücksichtigt werden?

Freise: Produkte aus der Chemie und Petrochemie weisen zum Teil sehr unterschiedliche Temperaturen und ungewöhnliches Fließverhalten auf, ganz anders als Zement, Mörtel oder Gips. Diese unterscheiden sich durch ihre Schüttgewichte oder Korngrößen. Was jedoch alle Produkte eint: Sie müssen in bestmöglichem Zustand zu den Händlern und Kunden gelangen. Dazu sind sie schonend und dennoch schnell abzufüllen, zu palettieren und zu verpacken.

Wie kommen Sie diesen Anforderungen nach? Was machen Sie, damit Ihre Kunden die richtigen Systeme erhalten?

Baumeister: Wir bieten eine umfassende und modular aufgebaute Produktpalette. In unserer Unternehmensgruppe haben wir sämtliche erforderlichen Kompetenzen, um maßgeschneiderte Lösungen auch für sehr komplexe Materialflüsse zu erarbeiten. Mit unseren Systemen können wir alle Prozesse unserer Kunden abbilden, die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Halb- und Fertigfabrikate innerhalb eines räumlich definierten Unternehmensbereichs lagern und bewegen. Dabei kann es sich um Schüttgut ebenso handeln wie um Stückgut, das sich in Säcken, Kartons, Kanistern, Fässern, Eimern oder Big Bags befindet und einzeln oder auf Paletten bewegt wird. Wir liefern alles aus einer Hand. Damit reduziert der Kunde Schnittstellen und hat mit uns nur einen Ansprechpartner.

Was dürfen Ihre Kunden erwarten? Wie können sie zum Beispiel ihre Produkte aus der chemischen Industrie effizient abfüllen?

Freise: Wenn wir in der chemischen Industrie Verpackungslinien installieren, kann das so aussehen: Schüttgüter gelangen vom Silo zu unserer Form-Fill-Seal-Anlage BEUMER fillpac FFS. Die Abfüllmaschine formt einen Sack aus einer vorgefertigten PE-Schlauchfolie und füllt ihn mit den technischen Kunststoffen des Kunden wie PE, PP, PA oder PS-Granulaten. Diese werden vor dem Füllvorgang gewogen. Dazu ist der BEUMER fillpac FFS mit einer eichfähigen elektronischen Wägeeinrichtung ausgestattet. Diese stellt sicher, dass die Säcke stets mit der gleichen Menge innerhalb der vorgegebenen Toleranzen abgefüllt sind. Anschließend werden sie verschweißt. Im Hochleistungsbereich können so bis zu 2.600 Säcke mit einem Gewicht von 25 Kilogramm in der Stunde gehandhabt werden. Wir bieten in dieser Produktfamilie nun auch Anlagen für geringere Durchsätze an.

Wenn das Material abgefüllt ist, muss es weitertransportiert werden. Welche Möglichkeiten bieten Sie Ihren Kunden?

Freise: Die abgefüllten Säcke in verschiedenen Größen und Gewichten müssen anschließend stabil und exakt auf Paletten gestapelt werden. Hierfür haben wir den BEUMER paletpac im Programm. Der Hochpalettierer ist modular aufgebaut und lässt sich daher schnell montieren. Für die Wartung ist er gut zugänglich. Betreiber können die Anlage intuitiv bedienen und flexibel an verschiedene Packmuster anpassen. Häufig ist es ja auch so, dass Unternehmen in dieser Branche die gefüllten Säcke sehr schonend, gleichzeitig jedoch schnell und genau positionieren müssen. Dafür statten wir den BEUMER paletpac mit einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung aus.

Wenn der Kunde nun aber seine Waren nicht in Säcke füllt, sondern es sich um Stückgut handelt, wie Kartons oder Kanister, kommt unser BEUMER robotpac zum Einsatz. Das ist ein platzsparender Knickarmroboter, der vollautomatisch auch komplexe Palettier- und Depalettieraufgaben zuverlässig löst. Für jedes Packgut haben wir das passende Greifsystem. Je nach Anforderung müssen die palettierten Waren beim Transport sicher auf der Ladefläche stehen, beim Umschlag oder bei der Außenlagerung vor Staub, Regen oder anderen Witterungseinflüssen geschützt sein. Dafür haben wir die Hochleistungs-Verpackungsanlage BEUMER stretch hood entwickelt. Sie überzieht die Produkte mit einer hochdehnbaren Stretchhaube.

Wie erreichen Sie eine einfache und intuitive Bedienung?

Baumeister: Wir statten alle Anlagen der Verpackungslinie mit dem gleichen Human Machine Interface (HMI) aus. Der Mitarbeiter erhält mit diesem Bediengerät ein leicht verständliches und intuitives Interaktionskonzept, mit dem sich seine Arbeitsabläufe sicher gestalten lassen.

Wie geht es am Ende dieser Verpackungslinien weiter?

Baumeister: Mit unseren Systemlösungen können die Vollpaletten oder auch einzelne Säcke zur Einlagerung in einem angeschlossenen Lager oder direkt zur Ladefläche der Lkw weitergeleitet werden. Bei den Bestandteilen handelt es sich im Wesentlichen um Transporttechnologien wie Förderer oder fahrzeugbasierte Systeme. Wir greifen immer auf unseren Systembaukasten zu. Damit sind die Lösungen ebenso flexibel wie erweiterbar und können an sich ändernde Kundenanforderungen – beispielsweise Änderungen oder Ergänzungen des Produkt- und Packungsportfolios – angepasst werden.

Wie stellt die BEUMER Group eine durchgängige Material- und Datenverfolgung sicher?

Freise: Wir stimmen die Abfüll-, Palettier-, und Verpackungsanlagen sowie die weiteren Systemkomponenten aufeinander ab. Dazu haben wir die modular aufgebaute BG Software Suite als übergeordnetes System entwickelt. Sie kann individuell an die jeweiligen Aufgaben angepasst werden. Ohne Probleme lassen sich auch Anlagen von Drittanbietern integrieren. Der Kunde kann die Lösung bei Bedarf jederzeit erweitern und damit seine Materialflüsse verbessern. Prozessdaten oder Reporte zeigt die programmübergreifende Benutzeroberfläche BG Fusion an. Hierüber werden alle verfügbaren Daten abrufbar – ohne dass der Bediener zwischen verschiedenen Applikationen wechseln muss.

Erstellen Sie auch komplette Materialflusskonzepte?

Baumeister: Selbstverständlich. Je nachdem wie komplex die Aufgabenstellung ist, lassen sich manche Anwendungen allein auf SPS-Ebene umsetzen. Andere wiederum erfordern übergeordnete Materialflussrechner oder Lagersteuerungssysteme. Die BEUMER Group stellt für den Anwender die Kommunikation der verschiedenen Steuerungsebenen untereinander sicher. Damit sind wir nicht nur in der Lage, die einzelnen Anlagen intelligent zu verknüpfen, sondern diese auch in bestehende Prozessleit- oder Warenwirtschaftssysteme zu integrieren. Und weil wir alles aus einer Hand liefern, vermeiden wir mögliche Fehlerquellen, die sich aus Schnittstellen ergeben können. Als Systemanbieter sind wir auch in der Lage, aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik komplexe intralogistische Aufgabenstellungen umzusetzen und in Eigenregie zu projektieren.

Was ist Ihre neueste Entwicklung im Verpackungsbereich?

Baumeister: Wir haben mit der BEUMER Overall Operation Monitoring App eine Anwendung entwickelt, mit der Bediener und auch das Management auf ihrem Smartphone oder Tablet den Überblick über alle relevanten Kennzahlen der kompletten Verpackungslinie oder einzelner Anlagen erhalten. Die App zeigt den Status von Verfügbarkeit, Leistungs- und Qualitätsgrad sowie den Energie- und Druckluftverbrauch an. Ein reibungsloser Betrieb ist somit jederzeit sichergestellt. Kunden können das Programm an ihre spezifischen Anforderungen anpassen.

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Bereit für die Zukunft
Beckum, 03. August 2018

Bei BEUMER starten 18 neue Azubis

18 Jugendliche starteten am 1. August bei der BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in ihr Berufsleben. Der international führende Intralogistik-Hersteller bildet die jungen Frauen und Männer zu Industriekaufleuten, Fachinformatikern, Industrie- und Konstruktionsmechanikern, Mechatronikern, Fachkräften für Metalltechnik sowie Energieelektronikern aus. Dazu kommen vier Auszubildende aus Partnerunternehmen, die im Rahmen eines Verbundprogramms einen Teil ihrer Ausbildung bei BEUMER absolvieren.

Die qualifizierte und praxisorientierte Ausbildung legt den Grundstein für die spätere berufliche Laufbahn. Der kaufmännische Leiter Wolfgang Hoss und der Produktionsleiter Jörg Pape begrüßten die neuen Auszubildenden im Namen der Geschäftsführung und aller Mitarbeiter und wünschten ihnen viel Erfolg für die kommenden Ausbildungsjahre.

Die erste Ausbildungswoche dient dem gegenseitigen Kennenlernen, der Gruppenbildung und einer ersten Einführung und wird von den Ausbildern Andreas Bäumer, Lena Sandmann, Silke Porck, Wilhelm Hagedorn, Michael Dilla, Stefan Knubel und Jörg Linnenbrink begleitet. Die Jugendlichen sammeln erste Informationen über das Unternehmen in einer Betriebsralley, die sie anschließend aufbereitet einander präsentieren.

Die neuen Azubis sind Phil Barnowski, Mikail Bayar, Robert Brunsen, Mathis Hanschke, Niclas Harmeyer, Nathanael Husemann, Florian Krampe, Maximilian Reuter, Simon Schweck, Dennis Steuer, Julian Stölten, Pham Trung, Lino Vogel, Jan Petermeier, Alexander Pott, Tim Quell, Jonas Schlegel und Rebecca Stratmann.

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Stellung als Branchenführer ausgebaut
Aarhus, 30. Juli 2018

BEUMER Group liefert Quergurtsorter an Kurierdienstleister NACEX für das neue Hub in Madrid:

Im Super-Hub in Corredor del Henares bei Madrid setzt der Expressdienstleister NACEX künftig auf die Sortiertechnik der BEUMER Group. Mit seinem neuen und gleichzeitig größten Logistikzentrum wird das spanische Unternehmen bis zu 24.000 Stückgüter in der Stunde handhaben. Der neue Quergurtsorter kann ohne Einschränkung nicht nur Briefe, sondern auch Pakete mit Längen bis zu einem Meter verteilen.

Der spanische Kurierdienst NACEX, Teil der Logista-Gruppe, hat die BEUMER Group beauftragt, eine Sortieranlage für das neue Verteilzentrum in Corredor del Henares zu liefern. Damit will der Dienstleister die Kunden in dieser wichtigen Region noch besser unterstützen und seine Stellung als einer der Branchenführer in Spanien, Andorra und Portugal stärken.

Das 11.400 Quadratmeter große Logistikzentrum wird 104 Laderampen für Lieferwagen und leichte Fahrzeuge umfassen sowie zehn Rampen für Sattelzüge. Die BEUMER Group liefert zwei Quergurtsorter der Baureihe LS-4000CB mit Einschleuseinheiten, Bandwaagen, Rutschen und einem Fördersystem. Damit kann NACEX 24.000 Stückgüter pro Stunde handhaben, bestehend zu gleichen Teilen aus Paketen und Briefwaren.

„Für uns gab es zwei wichtige Faktoren, warum wir uns für die BEUMER Group entschieden haben“, erklärt Manel Orihuela Chacón, General Subdirector bei NACEX. „Der erste Grund war, dass wir in unseren anderen Hubs Anlagen des Systemanbieters im Einsatz haben. Diese  arbeiten auch nach über zehn Jahren noch sehr effizient.“ Der zweite Grund betraf die sorgfältige Auslegung der Anlagen für einen optimalen Materialfluss. „Mit der BEUMER Group erhalten wir nicht einfach nur eine passende Lösung, sondern auch einen verlässlichen und langfristigen Partner“, fasst Manel Orihuela Chacón zusammen.

Stephan Heessels, Direktor für Logistiksysteme bei der BEUMER Group, erklärt: „Bei der Ausführung der Anlagen haben wir berücksichtigt, dass diese sowohl bis zu 1.000 Millimeter lange Pakete als auch Briefe sortieren müssen. NAXES kann mit dieser Sortiertechnik eine breite Palette an Stückgütern handhaben, ohne ihre Gesamtkapazität zu beeinträchtigen.“

Der Standort Madrid wird eines der ersten Logistikzentren sein, das die LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) des Green Building Council in den USA verliehen bekommt. Erreicht wird dies durch die Einhaltung der höchsten Qualitätsstandards hinsichtlich der konzeptionellen Gestaltung und der Materialauswahl. Die Umweltfreundlichkeit des Hub wird durch den energieeffizienten Sorter der BEUMER Group noch gesteigert. Das neue Verteilzentrum soll planmäßig Ende 2018 in Betrieb gehen.

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Einwandfrei zum Abnehmer
Beckum, 26. Juli 2018

BEUMER Group auf der Fachpack 2018:

Im Herbst ist es wieder soweit – im Messezentrum Nürnberg zeigen auf der Fachpack vom 25. bis 27. September rund 1.500 Aussteller zukunftsweisende Lösungen und Weiterentwicklungen rund um das Thema Verpackungen. Als Komplettanbieter präsentiert die BEUMER Group maßgeschneiderte Lösungen für Konsumgüter – von der Abfüllung in Säcke bis zum transportfertig verpackten Produktstapel, inklusive Steuerung und umfassendem Customer Support.

An ihrem Stand 121 in Halle 1 präsentiert die BEUMER Group ihre Kompetenz in der Verpackungstechnik. Der Komplettanbieter liefert alles aus einer Hand: So hat der Kunde nur einen Ansprechpartner und vermeidet zusätzliche Schnittstellen. Die Fachleute legen die Leistung der einzelnen Maschinen und Komponenten wie auch die übergeordnete Steuerung optimal aus. Der Betreiber erhält eine komplette Linie mit optimalem Durchsatz.

Schüttgüter wie Zement oder Baustoffe und andere industrielle pulverförmige Güter füllt die Abfüllmaschine BEUMER fillpac R effizient und schonend in Säcke ab. Sie kann Materialien von sehr feiner bis sehr grober Struktur in unterschiedliche Sackformate und -typen wie Ventilboden- und Ventilflachsäcke abfüllen. Die BEUMER Group bietet für die nach dem Turbinenprinzip arbeitende Rundabfüllmaschine auch den Sackaufstecker BEUMER bag placer und ein Sackbündelmagazin an. Auf Grund seines modularen Aufbaus kann der BEUMER fillpac R gut in bereits bestehende Verpackungslinien integriert und angepasst werden.

In der chemischen und petrochemischen Industrie kommt die hocheffiziente Form-Fill-Seal-Anlage BEUMER fillpac FFS zum Einsatz. Sie formt Säcke aus vorgefertigten PE-Schlauchfolien, befüllt diese mit dem Kundenprodukt und verschweißt die Säcke. Die BEUMER Group bietet den BEUMER fillpac FFS sowohl für den Hochleistungsbereich für bis zu 2.600 Säcke in der Stunde als auch für geringere Durchsätze bis 1.800 oder 2.500 Säcke in der Stunde an. Je nach Kundenanforderung lässt sich so eine passende Maschinenleistungsklasse aus dieser Produktfamilie auswählen. Der BEUMER fillpac R und der BEUMER fillpac FFS sind beide mit einer spezialisierten Wägeeinrichtung ausgerüstet, die sicherstellt, dass stets die exakte Menge abgefüllt wird.

Im nächsten Schritt werden die Säcke auf Paletten gestapelt. Hierfür hat die BEUMER Group den Hochleistungspalettierer BEUMER paletpac im Programm. Dieser stapelt auch sensible und hochwertige Produkte und solche mit besonderem Fließverhalten schonend und effizient. Je nach Produktanforderung ist er mit einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung ausgestattet.

Für die Palettierung von Kartons, Kisten, Kanistern oder Trays liefert der Komplettanbieter den platzsparenden Knickarmroboter BEUMER robotpac. Dieser kann vollautomatisch auch komplexe Palettier- und Depalettieraufgaben zuverlässig und effizient lösen. Für jedes Packstück hat der Anbieter passende Greifsysteme entwickelt, die – auch vollautomatisch – flexibel ausgewechselt werden können.

Herzstück der Verpackungslinien ist die Hochleistungs-Verpackungsanlage BEUMER stretch hood. Diese überzieht beispielsweise in Logistikzentren unter anderem mit verschiedenen Produkten chaotisch palettierte Wareneinheiten mit einer hochdehnbaren Stretchhaube, aber auch abgefüllte und palettierte Säcke, Waschmittelkartons, Farbeimer oder Fässer, die auf Paletten gestapelt sind. Die Ware ist so beim Umschlag als auch bei einer Außenlagerung sicher vor Umwelteinflüssen, wie Sonne, Schmutz und Nässe geschützt. Dies ist wichtig, denn die Betreiber müssen die Waren sicher und in einwandfreiem Zustand zu den Abnehmern transportieren.

Um einzelne oder mehrere Papiersäcke schnell und zuverlässig mit einer wetterbeständigen Kunststofffolie zu verpacken, hat der Systemanbieter das BEUMER bag-in-bag im Programm. Damit ist die Ware bei Lagerung und Transport sicher vor Nässe, Staub, Insektenbefall und sonstigen Umwelteinflüssen geschützt. Die Anlage lässt sich einfach in bereits bestehende Abfüll- und Verpackungsanlagen integrieren.

BEUMER auf der Fachpack 2018, Halle 1, Stand 121

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Transformation ist unausweichlich
Beckum, 24. Juli 2018

Die BEUMER Group gestaltet den digitalen Wandel in der Intralogistik:

Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mitten in der digitalen Transformation. Fakt ist: Sie ist unausweichlich, denn Kunden möchten auf den einmal erlangten Komfort, der sich daraus in vielen Bereichen ergibt, nicht mehr verzichten. Doch welche Auswirkungen wird sie haben? Gerade zwischen Industrien verlieren viele bisher bekannte Abgrenzungen ihre Bedeutung, und genau hier liegen die Herausforderungen. Die Fragen, die sich stellen: Wer treibt diesen Wandel an, und werden die Anbieter von heute auch die von morgen sein? Die BEUMER Group jedenfalls macht sich fit für die digitale Zukunft.

Die Logistik wird von diesem Transformationsprozess besonders stark beeinflusst. Denn eine digitale Logistik bringt erhebliche Kosten-, Transparenz- und Geschwindigkeitsvorteile. Speziell die Intralogistik kann durch smarte Integration digitaler Technologien umweltschonender und effizienter gestaltet werden. Ein Treiber ist der zunehmende Online-Handel. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Warenströme im Zuge des E-Commerce und der damit verbundenen Retouren-Thematik steigt auch der Grad der Vernetzung, Automatisierung und Systemintegration. Die Lieferketten sind heute durchgängig organisiert und verkettet – von den Ursprungspunkten der Rohstoffe bis zur Lieferung an die Haustür des Verbrauchers und darüber hinaus bis zur Retoure, zur Entsorgung und zum Recycling.

Als Systemanbieter liefert die BEUMER Group für Online-Händler und Logistikzentren Hochgeschwindigkeits-Sortieranlagen. Diese lassen sich in ihrer Leistung den stetig steigenden Anforderungen der Betreiber anpassen. „Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, müssen wir unsere Produkte permanent verbessern, damit unsere Kunden ihre Kosten senken und Prozesse optimieren können“, erläutert Dr. Christoph Beumer, geschäftsführender Gesellschafter der BEUMER Group mit Hauptsitz in Beckum. Dazu hat der Systemanbieter seit Jahren ein Innovationsmanagement fest in seine Strategie integriert und so in der Vergangenheit fast 100 Patente angemeldet. Für ihr konsequentes und vielfältiges Engagement in diesem Bereich erhielt die BEUMER Group den Axia Award 2017, der mittelständische Unternehmen für ihre nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensführung auszeichnet. Doch im Zeitalter der digitalen Transformation ist es nicht nur wichtig, interne Prozesse zu verbessern, sondern auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es geht also nicht nur darum, Bestehendes zu optimieren. „Wir müssen Neues schaffen. Denn Anlagen und Systeme werden leistungsstärker und bieten immer höhere Geschwindigkeiten“, beschreibt Dr. Beumer.

Trends setzen, nicht verschlafen

Das Worst-Case-Szenario einer jeden Branche ist: Sie verschläft schlicht die Trends. Für Marktführer kann das verheerende Folgen nach sich ziehen. Ein Beispiel: die analoge Fotografie. Die Firma Agfa konnte sich in mehr als 100 Jahren Unternehmensgeschichte einen exzellenten Ruf aufbauen. Von Agfa stammt unter anderem die erste Flüssigkeit zur Filmentwicklung und die erste Blitzlampe, der erste Sicherheitsfilm und die erste vollautomatische Kamera – nicht aber die erste Digitalkamera. Die hat ein anderer entwickelt, nämlich ein Ingenieur der Firma Kodak. Allerdings ließ sein Arbeitgeber die Innovation lange ungenutzt in der Geheimschublade. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen sollte: Konkurrenzfirmen wie Apple, Casio und Canon brachten in den 1990ern erste Digitalkameras für die breite Masse auf den Markt und überrollten damit die beiden bis dahin weltweit erfolgreichsten Fotokonzerne. Wer also nicht rechtzeitig auf den digitalen Zug aufspringt, wird verlieren.

„Das gleiche Schicksal kann auch der Maschinenbau- und der Intralogistikbranche mit dem 3D-Druckverfahren drohen. Wenn es irgendwann möglich sein wird, einen Stahlträger mit diesem Verfahren herzustellen, wird das die gesamte Industrie revolutionieren“, prognostiziert Dr. Beumer. Eine ganz neue Art der Lagerhaltung könnte Einzug halten. Statt jederzeit ein breites Sortiment an Ersatzteilen vorzuhalten, würden die Teile per Print-on-Demand erst bei Bedarf gedruckt. Zeitpunkt und Stückzahl wären so punktgenau steuerbar. Aufwendige Bestellprozesse würden entfallen. „Wir schicken die Zeichnung des Ersatzteils einfach an unsere Niederlassungen in Thailand oder Brasilien. Unsere Kollegen drucken vor Ort die Komponente im 3D-Druck aus. Wir müssen das Bauteil nicht erst mit dem Schiff wochenlang übers Meer schicken“, sagt Dr. Beumer.

Augmented Reality spart Reisezeit und -kosten

Genauso wenig müssen qualifizierte Servicetechniker für Wochen nach Übersee entsendet werden. Folgendes Szenario ist durchaus denkbar: Der zuständige Mitarbeiter vor Ort ist mit einer 3D-Brille ausgestattet. Er visiert am Ort des Geschehens das Objekt mit seinem Mobilgerät an. Durch Auto-ID-Merkmale auf dem Logistikelement – beispielsweise einem Förderer – und einer speziell dafür entwickelten App lassen sich die dazugehörigen Informationen erzeugen. Das können Stromlaufpläne, Wartungsanleitungen oder Steckerbelegungen sein. Die erforderlichen Daten werden in das Livebild der Gerätekamera eingeblendet. Der Techniker betrachtet das fehlerhafte Teil und kann sofort alle zugehörigen Handbücher oder Warenbestände abrufen. Jeder Arbeitsschritt wird angezeigt. Bei sehr komplexen Prozessen könnte er zum Beispiel einen Kollegen am Standort anrufen und gemeinsam mit ihm via Live-Stream das Problem lösen.

Die BEUMER Group setzt Tablets bereits auf mehreren Flughäfen, die ihre Gepäckabfertigungssysteme betreiben, erfolgreich ein. Dazu gehört auch der Singapore Changi Airport. Als Hauptluftfahrt-Drehkreuz für Südostasien ist dieser dafür bekannt, sehr fortschrittlich und passagierfreundlich zu sein. Das Gepäckabfertigungssystem wurde von der BEUMER Group entwickelt und integriert. Der Systemanbieter ist dafür verantwortlich, einen reibungslosen Betrieb, eine optimale Instandhaltung und somit die Langzeitauslegung der Gepäckabfertigungssysteme sicherzustellen. Die Mitarbeiter des Customer Support sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche am Gepäckleitstand im Einsatz. Zuständig sind sie auch für die vorbeugende Wartung, damit die Anlage ununterbrochen zur Verfügung steht und bestmöglich funktioniert.

Besser selbst gestalten statt hinterherzulaufen

Der Fortschritt ist nicht mehr aufzuhalten. Die Frage ist nur: Wer treibt ihn an? Denn ganz ähnlich wie die Automobilindustrie mit der Elektromobilität konfrontiert wird und sich damit auseinandersetzt, wer künftig die Fahrzeuge und insbesondere die Antriebe entwickelt und herstellt, kommen in der Intralogistik die Wettbewerber bald nicht mehr nur aus den eigenen Reihen. Heute heißen sie auch in dieser Branche Apple, Google und Facebook – im Falle der BEUMER Group sogar Spotify. Der Systemanbieter hat zwar keine Musik im Programm, aber seine Sortieranlagen waren unter anderem in der Musikindustrie für die CD-Verteilung oder -Sortierung im Einsatz. Doch seit die Streaming-Dienste immer populärer werden und der CD-Verkauf und damit die Produktion deutlich zurückgeht, bedarf es auch keiner Sortiertechnik mehr für diese Industrie. „Das war zwar nur eine kleine Nische, dieses Schicksal kann aber auch andere unserer Branchen treffen“, befürchtet Dr. Beumer. „Wir statten mit unseren Anlagen sehr erfolgreich den Gepäckabfertigungsbereich in Flughäfen weltweit aus. Mittlerweile gibt es aber schon Anbieter, die Koffer an der Haustür abholen und direkt zum Reiseziel bringen. Der Fluggast muss sich um nichts mehr kümmern.“ Das ist nur eine umgesetzte Idee von äußerst kreativen Start-ups. Der sogenannte ‚Unicorn Club‘, also Jungunternehmen mit einer Bewertung in Milliardenhöhe, wächst kontinuierlich. Sollen Anbieter wie die BEUMER Group nun darauf warten, bis sie von diesen Entwicklungen überrollt werden?

Der eigene disruptive Angriff von außen

Sicher nicht. Als Familienunternehmen trägt die BEUMER Group Verantwortung für ihre Mitarbeiter und Kunden. Deshalb reagiert der Systemanbieter auf diese massiven Veränderungen und schafft sich diesen disruptiven Angriff von außen selbst – mit der Gründung eigener Start-ups: „Wir haben zwei Ausgründungen, die wir zusätzlich zu unserer bestehenden Innovationsabteilung gestartet haben“, berichtet Dr. Beumer. „Sie entwickeln sogenannte Minimum Viable Products, also minimal ausgestattete Prototypen, deren Marktpotenzial wir bis zur Marktreife prüfen.“

Das BEUMER Start-up BG.evolution sitzt in Dortmund im unmittelbaren Umfeld des Innovationszentrums Digital.Hub Logistics. Hier entwerfen Unternehmen und Forscher gemeinsam die Logistik für digitale Geschäftsmodelle. Zu den Entwicklungen gehört zum Beispiel eine App, mit der Anwender über ihre Smartphones oder Tablets den aktuellen Status der an ihr System angeschlossenen Anlagen im Blick behalten.

Zudem wurde in Berlin die BG.challenge gegründet, bei der sich alles um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle dreht, die bestehende Geschäftsmodelle von außen angreifen können. Sie bietet Jungunternehmen Starthilfen an. „Damit rüsten wir uns für die Zukunft und sind auf einem guten Weg ins digitale Zeitalter“, sagt Dr. Beumer.

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