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Erz-Logistik - vom Bergwerk zur Erzaufbereitung

Zwischen dem Abbau im Bergwerk und der Erzaufbereitung liegen lange Wege. Gut, dass wir es uns als Systemanbieter zur Aufgabe gemacht haben, eine schnelle Erz-Logistik über weite Strecken zu entwickeln. Anlagen für das Mischen, Lagern und die sichere Verladung der Gesteine in Schiffe, Güterzüge und Lkw komplettieren unser Portfolio. Mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, geringe Umweltbelastungen und lange Laufzeiten entwickeln wir unsere Systeme für den Erztransport aller Korngrößen ständig weiter. Machbarkeitsstudien, Engineering, Lieferung von Anlagen bis hin zum Betrieb des Terminals - wir begleiten jede Phase Ihres Projekts - weltweit.

Wie werden Erze zur Aufbereitung transportiert?

Mit unserer Fördertechnik beginnt die Logistik der Erze und Erzmineralien direkt im Bergbau. Die Gesteine gelangen über kilometerlange Gurtförderer in Lager. Unwegsames Gelände, kurvenreiche Strecken, Steigungen und Gefälle nehmen unsere Muldengurtförderer gelassen. Bei “Talfahrten” der Erze produzieren die Laufbänder sogar Energie und verbessern die Effektivität der Förderanlage. Über 20 und mehr Kilometer hinweg erstrecken sich die Rohrgurtförderer und Muldengurtförderer und sorgen für einen zügigen Transport von Eisenerz zur Zwischenlagerung oder Aufbereitungsanlage. In den Anlagen zur Metallgewinnung erfolgt durch Flotation die Trennung des Erzes von taubem Gestein und nicht nutzbarer Minerale, auch Gangart genannt.

  • Troughed Belt Conveyor

    Muldengurtförderer

    Die offenen Muldengurtförderer transportieren Schüttgut, z. B. für die Zementherstellung, schnell über große Distanzen und durch unwegsames Gelände.
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  • Rohrgurtförderer

    Pipe Conveyors sind geschlossene Rohrgurtförderer und ermöglichen den zuverlässigen Transport von Gütern, mit Schutz vor Umwelteinflüssen.
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Lagerung auf Halden

Die Lagerstellen bzw. Halden dienen der Zwischenlagerung der Erze und Gesteine, um den Rohstoffstrom steuern zu können. Die kontinuierliche Befüllung und bedarfsweise Entleerung der Lagerstelle bestimmen die benötigte Gesamtkapazität. Aufhalde- und Rücklademöglichkeiten erfordern zusätzlich die Anpassung der Logistik des Lagers. Wir, die BEUMER Group, übernehmen das komplette Engineering des Erzlagers und bieten Absetzer und Rücklader für Bergwerke an. Doch welche Faktoren spielen bei der Planung des Lagers eine Rolle?

Längslager

Die Platzverhältnisse vor Ort und das zu lagernde Volumen der groben und feinen Erze geben darüber Auskunft, welche Lagerform sich am besten eignet. Längslager sind bei großen Volumen von mehr als einer Million Tonnen meist die erste Wahl. Zusätzliche passive Lager bieten zukünftige Ausbaumöglichkeiten. Sie lassen sich allerdings nicht stetig befüllen und entleeren.

  • hohe Lagerkapazität (bis zu > 1.000.000 t)
  • aktives Lagervolumen kleiner als beim Kreislager
  • Erweiterung des Lagers problemlos möglich

Kreislager

Kreislager stoßen bei 100.000 Tonnen an ihre Kapazitätsgrenzen. Spätere Erweiterungen des Lagers sind leider nicht möglich. Kreislager bieten aber den großen Vorteil. Das aktive Lagervolumen ist höher als bei Längslagern. Aktiv bedeutet, dass sich Erze gleichzeitig einlagern und ausstapeln lässt. Die Einstapelleistung beläuft sich auf 2.500 Tonen pro Stunde und beim Ausstapeln werden bis zu 1.500 Tonnen bewegt.

  • beschränkte Lagerkapazität (bis zu 100.000 t)
  • aktives Lagervolumen größer als beim Längslager
  • Erweiterung des Lagers nicht möglich

Absetzer zum Aufhalden

Die Ablagerung der Erze und Erzminerale führen sogenannte Absetzer aus. Absetzer sind Geräte mit Auslegern, die das Schüttgut zu Bergen auftürmen. Je nach Größe des Haldenquerschnitts und des gewünschten Durchsatzes geschieht das Aufhalden mithilfe eines einfachen Bandschleifenwagens oder eines heb- und schwenkbaren Absetzers. Kreislager erfordern einen zentral fixierten Absetzer mit Drehachse, der über Schwenkbewegungen der Bandbrücke die Erze verteilt. In Längslagern fahren die Absetzer auf Schienen. So erreichen sie die gesamte Länge des Lagers. Heb- oder schwenkbare Ausleger lagern die Erze vollautomatisch ein und sichern einen gleichmäßigen Förderstrom. Außentemperaturen von bis zu -20 Grad Celsius meistern unsere Absetzer problemlos. Mit Auslegerlängen von 41 Metern und Gurtbreiten von 1,6 Meter fördert das Gerät 2.250 Tonnen Erz pro Stunde.

Brückenkratzer zum Abtragen

Das Auslagern der Erze übernehmen Brückenkratzer oder Rückhalder. Kratzerketten schieben die Erze längsseitig auf Gurtförderer, die parallel zum Erzlager verlaufen. Den Abbau von der Stirnseite aus erledigen Rechnen mittels kleiner Seitbewegungen. Das Erz beginnt zu rutschen und Kratzerketten nehmen das Schüttgut auf und befördern es auf Gurtförderer. Als Rückhalder überspannt der Portalkratzer das Längslager und trägt die Erze schichtweise von der Seitenböschung her ab. Ein zusätzlicher Seitenkratzer ist beispielsweise in der Lage, Erze eines zweiten Längslagers in die Anlage zu befördern. Wir haben bereits Anlagen konstruiert, die bei einer Brückenbreite von 55 Metern bis zu 1.100 Tonnen Erz in der Stunde fördern. Umgebungstemperaturen bis -40 Grad bewältigen unsere robusten Anlagen ohne Schwierigkeiten.

  • Storage Blending Bed

    Mischbett

    Ein Mischbett wird zur Mischung oder Homogenisierung von Rohstoffen wie Kalkstein, Lehm, Kohle, oder andere Schüttgut-Mischungen.
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Verladung der Erze auf Schiffe

Für die Schiffsbeladung statten wir den gesamten Hafen mit Fördertechnik aus. Vom kompletten Terminal bis zur Beladung von Binnenschiffen mit Erzen entwickeln wir Ihr Logistik Konzept. Ob Quadranten-Schiffsbelader, schienengebundener Schiffsbelader mit heb- und schwenkbaren Auslegern oder fest montierter Beladeturm mit teleskopierbarem Förderer, wir finden die nachhaltigste Lösung für Ihren Hafen. Die Erze sind bereits zerkleinert? Für den staubarmen Transport der Feinerze auf Schiffe sind die Beladeanlagen vollständig gekapselt ausgeführt.

  • Ship Loader

    Beladeanlage für Schiffe

    Für die Schiffsbeladung werden zwei unterschiedliche Systeme angeboten: Eine Beladeanlage für grobe sowie eine für staubförmiger Schüttgüter.
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Verladung in Zugwaggons und Lkw

Neben dem Erztransport per Schiff sind Schienenfahrzeuge und Lkw Transportmittel, die Erze aller Korngrößen auf dem Festland befördern. Über Beladeanlagen für Bahnwaggons rauschen die Rohstoffe staubarm in offene Züge. Die vertikal angebrachten Teleskopbelader können auch geschlossen konstruiert werden, um den Austausch von Staub mit der Umgebung zu verhindern. Für Silofahrzeuge eignet sich die Beladung mithilfe von Losebeladeköpfen am besten. So erreichen wir einen staubfreien und schnellen Prozess, wenn die Zerkleinerung der Erze bereits erfolgt ist.

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Dr. Kilian Neubert

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