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Goldförderung - Methoden und Fördertechnik

Ist Gold wirklich so selten, wie wir annehmen? Nach Schätzungen kommen 30 Milliarden Tonnen Gold in der Erdkruste vor. Allerdings ist das Gold in vielen Fällen in Golderz gebunden. Im Schnitt befindet sich in einer Tonne Golderz ein Gramm Gold. Chemische Verfahren trennen das Edelmetall vom Gestein bevor es als Schmuck, Wertanlage oder in Smartphones weiterverarbeitet wird. Goldförderung ist ein aufwendiger Prozess, den es sich mit ganzheitlichem Blick auf die Wirtschaftlichkeit und Auswirkungen für Mensch und Umwelt zu betrachten lohnt.

Goldförderung weltweit und die Verwendung von Gold

Weltweit werden im Schnitt 3.500 Tonnen neues Gold pro Jahr durch Minenförderung gewonnen. Die größten Goldförderer (etwa 50 Prozent) sind China (370 t), Australien(330 t), Russland (300 t), die USA (180 t), Kanada (170 t), Ghana (130 t), Mexico (100 t) und Südafrika (100 t). Selbst in Deutschland gibt es Goldvorkommen in Flüssen und Gewässern. Allerdings dienen die Mengen lediglich zum Goldschürfen als Freizeitaktivität. Rund 1.200 Tonnen kommen über Recycling von Altgold aus beispielsweise Elektrogeräten und Goldankauf zurück auf den Weltmarkt. Insgesamt hat der Mensch seit Aufzeichnung bereits 160.000 Tonnen Gold zu Tage gebracht, was einem Würfel mit 22 Metern Kantenlänge entspricht.

Und wie wird das Gold verwendet? 46 % verarbeitet die Schmuckindustrie, 22 % fließen in private Investments, 17 % verwahren Noten- und Zentralbanken als Goldreserven und 15 % dienen der Elektronik-Industrie, der Wissenschaft und sonstigen Verwendungen.

  • 46 % verarbeitet die Schmuckindustrie
  • 22 % fließen in private Investments
  • 17 % verwahren Noten- und Zentralbanken
  • 15 % dienen der Elektronik-Industrie, der Wissenschaft und sonstigen Verwendungen

Phasen der Goldproduktion

Goldförderung und Goldproduktion geschieht in drei Phasen – Goldabbau, Raffination und Fertigung. In primären Goldlagerstätten ist das Gold noch mit der Gesteinsmasse verbunden. Bei sekundären Lagerstätten ist das Edelmetall bereits aus dem Gestein gelöst. Die Goldförderung beginnt je nach Vorkommen im Tageabbau oder Untertagebau. Mit einer Tiefe von 4.000 Metern stößt eine Goldmine in Südafrika am weitesten ins Erdreich vor.

Zunächst wird das Gold vom Gestein extrahiert und Industriegold entsteht, das auch Silber und andere Mineralien enthält. Beim Amalgamverfahren löst Quecksilber das Gold aus dem Gestein. Durch anschließendes Verdampfen bleibt Rohgold zurück. Das Herauslösen des Goldes mit Cyanidlaugung (Blausäure) aus dem Golderz und anschließender Filterung mithilfe von Zinkstaub ist eine weitere Möglichkeit. Beide Methoden sind umstritten, da durch den Einsatz und das Entstehen giftiger Stoffe Menschen und Umwelt zu Schaden kommen. Eine umweltfreundlichere Verarbeitung wird beim Boraxverfahren und durch Einsatz einer Konzentratorzentrifuge erreicht. Um die Goldverarbeitung umweltschonender zu gestalten, forschen Wissenschaftler nach verträglicheren Methoden. Ein innovatives Verfahren ist das Phyto-Mining. Hier extrahieren Pflanzen die Metalle Kupfer und Gold in kleinen Mengen aus der Erde.

Scheideanstalten analysieren und trennen im nächsten Schritt das Industriegold und Recyclinggold von anderen Mineralien und Elementen. Es entsteht Feingold mit bis zu 99,99 % Goldanteil, das zu Schmuck, Goldbarren und Münzen weiterverarbeitet wird.

BEUMER Fördertechnik für die Goldgewinnung

Wir entwickeln Fördertechnik und Systeme, die den Abbau von Golderz in den Minen (Tageabbau und Untertageabbau) erleichtert und die Förderung zur Weiterverarbeitung wirtschaftlich macht. Muldengurtförderer und Rohrgurtförderer für die Langstrecke durch unwegsames Gelände oder Becherwerke und mobile Förderer für den Einsatz in der Mine – mit passgenauen Lösungen stehen wir an Ihrer Seite.

  • Minen

    In Minen gewonnene Rohstoffe haben lange Transportwege vor sich. Unsere Systeme garantieren sicheres, effizientes und umweltfreundliches Handling.
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  • Erz-Logistik

    Als Systemanbieter fertigen wir Anlagen für das Transportieren, Mischen, Lagern und die sichere Verladung von Erzen in Schiffe, Güterzüge und Lkw.
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  • Rohrgurtförderer

    Pipe Conveyors sind geschlossene Rohrgurtförderer und ermöglichen den zuverlässigen Transport von Gütern, mit Schutz vor Umwelteinflüssen.
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  • Troughed Belt Conveyor

    Muldengurtförderer

    Die offenen Muldengurtförderer transportieren Schüttgut, z. B. für die Zementherstellung, schnell über große Distanzen und durch unwegsames Gelände.
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  • Troughed Belt Conveyor

    Gurtförderer

    Gurtförderer eignen sich für jede Art von Fördergütern, die schnell über große Distanzen hinweg durch unwegsames Gelände transportiert werden müssen.
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  • Mobile Förderbänder

    Mobile Förderbänder verbessern die Effizienz von Bergbaubetrieben und senken gleichzeitig deren Produktionskosten.
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  • Die Kennzahl AISC (All-in Sustaining Costs) beschreibt die Produktionskosten für die Goldförderung pro Unze Gold in US Dollar. Im Jahr 2020 lag der AISC zwischen 800 und 1.045 $/oz.

  • Nach aktuellen Schätzungen des World Gold Council können in Zukunft noch rund 54.000 Tonnen Gold wirtschaftlich gefördert werden. Die Goldvorkommen reichen folglich etwa bis zum Jahr 2037.

  • Die Herstellung von Gold ist ein aufwendiger Prozess und besteht aus 3 Phasen – dem Abbau von Golderz in der Mine, der Raffination zu Industriegold und dem Scheideprozess zu Feingold.

  • Die zehn Länder, in denen das meiste Gold pro Jahr abgebaut wird, sind: China, Australien, Russland, USA, Kanada, Ghana, Mexiko, Südafrika, Usbekistan und Indonesien.

  • Aus Gold werden Schmuck (46 %), Goldbarren und Münzen für private und staatliche Wertanlagen (39 %) hergestellt. Auch in Computern, Smartphones, Elektrogeräten und in der Wissenschaft, Medizin und weiteren (15 %) findet Gold Anwendung.

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Dr. Kilian Neubert

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